In der heutigen Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses in Berlin beantwortete der noch amtierende Bildungssenator Zöllner die Große Anfrage der Piratenfraktion Berlin zur Überwachungssoftware an Berliner Schulen. In seiner Begründung stellte Christopher Lauer, Abgeordneter der Piratenfraktion fest:

„Dieser Vertrag bedeutet, dass das Land Berlin 1,6 Millionen Euro an Schulbuchverlage zahlt, die jetzt schon Geld durch den Kauf der Bücher durch die Eltern, den Kauf der Bücher durch die Schulen und durch Geräteabgaben auf Kopierer und Computer erhalten. Wir unterstützen damit ein Geschäftsmodell des letzten Jahrhunderts und halten es künstlich am Leben. Dieses Geld könnte man besser in CC-lizenzierte Schulmaterialien investieren.“

Der Bildungssenator konnte auf die Große Anfrage erklären, dass die Software bisher nicht existiert und erst nach Erstellung der Datenschutzbeauftragte des Landes diese prüfen wird. Außerdem stellte er fest, dass „natürlich“ die Lehrerinnen und Lehrer und die Schulen selbst nicht an der Ausarbeitung beteiligt wurden. Die Modalitäten der Installation und der Umgang mit den Daten ist noch völlig ungeklärt.

Dazu Christopher Lauer: „Die Antwort des Senators zeigt, wie wenig der Bildungssenators die großen Änderungen in unserer Gesellschaft verstanden hat. Es ist nicht die Aufgabe des Landes Berlin bestimmte Geschäftsmodelle zu stützen.“

Außerdem stellte der Abgeordnete Alexander Morlang fest: „Wir wollen auf 1.500 bis 3.000 PCs eine Software installieren, auf die auch Schüler, die meist mehr IT-Kompetenz haben als ihre Lehrer, Zugriff haben. Es wird sicher interessant, wenn wir rausfinden, was die Schüler damit Interessantes anstellen können.“

41 Kommentare

  1. 1

    Leute, achtet bitte auf die Rechtschreibung.

    • Korrekturpirat

      +1

      (z.B. letzter Absatz: „Abgeordnete“ statt „Abgeordneter“, „das“ statt „dass“, Komma vor „was die Schüler“ und überhaupt ist der letzte Satz etwas unverständlich)

  2. 2

    Ich erlaube mir, auf Tippfehler hinzuweisen:

    2. Absatz: „1,6 Milionen“, „haltes es künstlich am leben“
    4. Absatz: „Chrisopher Lauer“

    MfG

    • Philip Brechler

      Ist korrigiert, danke.

      • Waren leider immer noch nicht alle:
        „künstlich am leben“ –> künstlich am Leben (mit großem L)
        „auch auf Rechner installieren“ –> Rechern (mit n)
        „, dass wird sicher interessant“ –> das wird sicher interessant (ein s weniger)

        Die Kommasetzung ist auch nicht optimal.

        Meint Morlang im letzten Absatz ernsthaft, dass ihr das installieren wollt? 😉 Oder worauf bezieht sich das „wir“?

      • und „am leben“ ist auch falsch

        „am Leben“ wäre korrekt, substantiviertes Verb und so…

        ebenso: „wenn wir rausfinden was die Schüler damit interessantes anstellen können.”

        Interessantes bitte auch groß schreiben, substantiviertes Adjektiv und so… -_-

      • Typo, Vorletzter Absatz
        … der Bildungssenators …

        Ansonsten bitte die Antworten des Senats im Volltext online stellen (oder müsst ihr dazu auf das Sitzungsprotokoll warten?).

        mfg

    • Wo wir schon dabei sind:

      Im letzten Absatz beginnt mit „dass wird sicher interessant“ ein neuer Satz. Es Beim „Das“ reicht in diesem Fall ein s aus.

  3. 3

    Währt ihr so freundliche eine Aufzeichnung der Anfrage online zustellen, wenn euch dies möglich ist?

  4. 4

    Mehr Fehler:

    „Der Abgeordnete_ (ohne „R“) Alexander Morlang“
    „halten es künstlich am Leben“ („Leben“ groß)
    „damit Interessantes anstellen“ („Interessantes“ groß)

    Bitte nächstes Mal gegenlesen lassen!

  5. 5

    Kleiner Hinweis: Wenn das eine PM ist, versteht kaum jemand „CC-lizenzierte Schulmaterialien“. Traurig, aber wahr ist, dass sich Creative Commons Lizenzen leider noch nicht in viele Redaktionen durchgesprochen haben. Besser wäre: „Offen lizenzierte“ oder „Offene Bildungsmaterialien“ zu schreiben. Am Besten noch mal mit einem Link zu Open Educational Ressourcen dies in einem Satz danach erklären.

  6. 6

    dann noch ein Tippfehler:

    letzter Absatz: „Außerdem stellte der Abgeordneter Alexander …“

    der Abgeordnete !

  7. 7

    fehlerwiederaltersogehtdasnichtpadirgendwo?

  8. 8

    köstlich 🙂 Leider haben die meisten Politiker wenig Ahnung vom wirklichen Leben..

  9. 9

    Die Anfrage ist übrigens hier:

    https://www.piratenfraktion-berlin.de/2011/11/01/grose-anfrage-bezuglich/

    oder unter 17/0023 im PARDOK zu erhalten:

    http://piraten.in/b170023

    Gruss
    Bernd

    • Gibt es bereits eine schriftliche Antwort?

      Wäre sehr nützlich diese in diesem und im originalen Blogpost zur Anfrage dann auch zu verlinken.

      Gruss
      Christoph

  10. 10

    Im Zitat Alexander Morlangs:
    “[…] mehr IT-Kompetenz haben als ihre Lehrer, Zugriff haben, dass wird sicher interessant […]”

    Richtig:
    “[…] mehr IT-Kompetenz haben als ihre Lehrer, Zugriff haben. Das wird sicher interessant […]”

    Grüße.

  11. 11

    Schön zusammengefasst, aber etwas schwer zu verstehen. Du solltest schauen, ob du in deinem Text noch ein paar Satzzeichen sinnvoll unterbringen kannst. 🙂

  12. 12

    dass wird sicher interessant => das wird sicher interessant

    Ein Link auf die große Anfrage um die es hier geht wäre hilfreich. Und am Anfang wird mir nicht klar, was Christopher da begründet. Die Beantwortung der Anfrage wohl eher nicht, aber der erste Satz impliziert das.

    Abgesehen davon: danke für die Arbeit!

  13. 13

    Kleiner Tipp für die Zukunft: Einfach mal den Text vor der Veröffentlichung in ein Open Office Dokument kopieren, dann fallen die meisten Tippfehler in der Regel sofort auf. 😉

    Alternativ: Einen Lektor (von der Fraktion) gegenlesen lassen.

  14. 14
    Korrekturlesung

    Wegen Schreibfehler sollte man sich direkt an den Verfasser und/oder den Admin wenden, aber hier nicht „sinnlos“ darauf „rumhacken“.
    Inhaltliche Ungereimtheiten sind natürlich etwas ganz anderes und sollten so schnell wie möglich korrigiert werden, wozu die Kommentare hier genau das Richtige sind.

    Ansonsten finde ich eine schnelle Veröffentlichung/Stellungnahme viel wichtiger als einen fehlerlosen Text, der hinterher ohne großes Aufsehen nach und nach problemlos verbessert werden kann.
    Dazu gehört natürlich auch unbedingt die allgemeine Verständlichkeit und vielleicht veröffentlicht die Fraktion im Sinne der Transparenz diesbezüglich ja mal ihr „gewöhnliches“ Vorgehen 😉

  15. 15
    ...Korrekturlesung

    …ihr „gewünschtes“ Vorgehen sollte man wohl noch hinzufügen!?

  16. 16

    Hallo,

    leider fehlt imho bei der PM einiges. Sie müsste verständlicher sein. Es müsste klarer sein, was man erwartet hat, was man kritisiert (was sind z.B. genau die alten Geschäftsmodelle, die man kritisiert), was genau die Antwort war (ein Link zur Antwort selbst wäre gut, z.B. als eingescannte PDF) und vor allem müssten zu dem Thema Hintergrundinfos gebracht werden, selbst wenn nur durch Verlinken oder Zitieren von Wiki, z.B. was überhaupt CC ist.

    Das nur als gut gemeinte Kritik.

  17. 17

    Warum sind alle rechtschreiblich so nervös ? Jeder versteht alles, auch ideale Übung für meine Schüler 😉

    • Weil das eine Pressemitteilung ist. Da gelten höhere Standards. Die Presse soll das nicht nur verstehen, die soll uns auch ernst nehmen, für kompetent halten und unsere Texte verwenden wollen. Wer mal journalistisch gearbeitet hat, weiß, wie Redakteure auf sowas reagieren.

  18. 18

    Ehrlich gesagt finde ich die Argumentation mit dem „Geschäftsmodell“ ein wenig flach. Was ist eigentlich mit UrhG § 52a, gilt noch bis zum 31.12.2012 nach UrhG § 137k. Wäre es nicht sinnvoller gegen den Paragrafen 137k zu protestieren? Als Alternative finde ich sind CC-Modelle natürlich ideal und die Programmierung solcher „Trojaner“ bekanntlich siebenstellige Summen benötigt, sicherlich auch finanzierbar.

    Siehe auch http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__52a.html und http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__137k.html

    • Da Berlin genauso beschließen könnte, nur noch CC/offene Lehrmaterialien zu nutzen oder diese sogar zu erstellen, stattdessen aber bestimmten Schulbuchverlagen Geld und Aufträge hinterträgt und sogar noch einen Trojaner dieser Verlage an seinen Schulen treuherzig installieren möchte – finde ich die Argumentation mit dem Geschäftsmodell nicht flach, sondern einen Volltreffer. Bemängeln würde ich nur, dass die Alternativen nicht verständlicher und visionärer erklärt werden. Ein lapidarer Hinweis auf „creative commons“ wird leider von 80-90% der Bevölkerung nicht oder falsch verstanden. Man kann das Wissen darüber nicht voraussetzen, das alles ist noch zu neu. Grob könnte man zb. so „wie bei Wikipedia“ argumentieren, das verstehen dann schon mehr, usw.

    • 52a wird in diesem Fall wohl nicht greifen, 137k spielt ergo auch keine Rolle. denn besagt:
      (2) Die öffentliche Zugänglichmachung eines für den Unterrichtsgebrauch an Schulen bestimmten Werkes ist stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig.

      Schulbücher sind also explizit von der Regelung ausgenommen – für sie muss grundsätzlich eine Zustimmung eingeholt werden. Es wird jedoch davon auszugehen sein, dass man die nicht bekommt…

  19. 19
    Müslikastrator

    Wer war so blöd beim BEWEISMITTELUNTERSCHIEBEN diesen Zettel in meiner Wohnung liegenzulassen? Irgend jemand von denen – beiderPolizei – die ich angezeigt habe.

    http://img820.imageshack.us/img820/3016/20111112seitgesternbeim.jpg

  20. 20
    Pok Facebook Schule (T)m

    Mal wieder Beweismittelunterschiebung – dann lasst euer Zeugs nicht bei mir liegen!

    Und auch wenn ihr keine EIER habt habt ihrdeshalb nochlange nicht das Recht meinen Nachwuchs zu entführen.

    http://www.korruptepolizei.dynip.name/20111112-SeitGesternBeiMeinenUnterlagen.jpg

    http://www.korruptepolizei.dynip.name/20111111-faxbstbka-anon.jpg

  21. 21

    Was soll denn hier der Kram mit der Rechtschreibung? Es gibt eben auch Leute, die die Rechtschreibung nicht so gut beherrschen, aber dennoch eine fundierte Meinung haben.

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