— Das Bewerbungs- und Einstellungsverfahren wurde zwischenzeitlich abgeschlossen —

Die Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin sucht möglichst zum 15.01.2012 für die Dauer der 17. Wahlperiode des Abgeordnetenhauses von Berlin in Vollzeitanstellung
5 Wissenschaftliche Referenten beliebigen Geschlechts

für folgende Fachbereiche:

  1. Arbeit/Integration/Berufliche Bildung/Frauen; Gesundheit/Soziales
  2. Stadtentwicklung/Umwelt; Bau/Wohnen/Verkehr
  3. Bildung/Jugend/Familie; Wissenschaft; Sport
  4. Europa/Bund/Medien; Wirtschaft/Forschung/Technologie
  5. Hauptausschuss/Finanzen incl. Unterausschüsse

mit folgenden Aufgaben:

  • die inhaltliche und konzeptionelle Aufarbeitung der Themen
  • die Koordination sowie Vor- und Nachbereitung ausgewählter Ausschusssitzungen und das Verfassen parlamentarischer Initiativen (u.a. Anfragen, Anträge, Gesetzesentwürfe), fachpolitischer Positionspapiere in den Themenbereichen sowie das Schreiben von Reden
  • die organisatorische und inhaltliche Unterstützung der Fraktion und der Fachabgeordneten
  • die inhaltliche und technische Betreuung von clusterbezogenen Projekten und Veranstaltungen
  • Kontakt zu Initiativen, Verbänden und Verwaltungen

Wir erwarten:

  • mehrjährige und einschlägige Berufserfahrung (idealerweise ergänzt um verwaltungsbezogene, betriebswirtschaftliche und/oder juristische Kenntnisse) oder eine abgeschlossene Hochschulausbildung oder vergleichbare Qualifikation
  • fundierte thematische Kenntnisse
  • hohes politisches Verständnis und Nähe zur Programmatik der Piratenpartei
  • gute Kenntnisse der parlamentarischen Abläufe und politischen Entscheidungsstrukturen
  • Kenntnisse über die Berliner Landes- und Bezirkspolitik und ihre Verwaltungsstrukturen
  • kommunikative Kompetenz und selbstständiges Arbeiten sowie Flexibilität und hohe Motivation
  • versierten Umgang mit der Standardsoftware und dem Internet, Kenntnis der Arbeitsmedien und Werkzeuge der Piratenpartei in Nutzung und Struktur (Wiki/Pad/Mumble/etc.)
  • sehr gutes sprachliches Ausdrucksvermögen
  • schnelle Auffassungsgabe
  • wertschätzendes Kommunikationsvermögen

Wir bieten eine aufregende, herausfordernde und abwechslungsreiche Tätigkeit bei einer hochmotivierten, jungen Fraktion, die über kaum parlamentarischer Erfahrung verfügt. Wir sind ein bunter Haufen verschiedenster Charaktere, der angetreten ist, vieles an der Art und Weise zu verändern, wie Politik gemacht wird. Wir wollen mutig jede Menge Neues probieren, Bewährtes verbessern und Überkommenes abschaffen. Du hast die Möglichkeit, mit uns Geschichte zu schreiben.
Wenn du dir vorstellen kannst, Freude an den geschilderten Aufgaben zu finden und unseren Anforderungen weitgehend entsprichst, sende bitte eine aussagekräftige Bewerbung inklusive Gehaltsvorstellung per E-Mail in einer einzigen PDF-Datei bis zum Donnerstag, 29. Dezember 2011 an:

post@piratenfraktion-berlin.de

Für Rückfragen wende dich an:
Daniela Scherler
Fraktionsgeschäftsführerin
Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin
Niederkirchner Straße 5
10111 Berlin

Tel.:030/2325 2611

25 Kommentare

  1. 1
    Geisterfalle

    In welche Tarifgruppe fällt denn sowas?

    • Frei verhandelt, anscheinend. Bei den geforderten Qualifikationen sicher nicht unter 50k, eher 60k jährlich.

      • Nachdem bei dieser Ausschreibung die nachzuweisenden Qualifikationen sehr weit gefasst sind, wird die Eingruppierung wohl auch weit sein.

        vgl. Entgeltgruppen nach TVöD

        • Den Satz „Die Vergütung erfolgt in Anlehnung an den TV-L.“ habe ich in der Ausschreibung nicht gelesen.

      • Geisterfalle

        krass, wusste nicht, dass man solche Budgets zur Verfügung gestellt bekommt. Dann hoffe ich, dass es viele Bewerber gibt und die Piraten ein gutes Händchen beweisen.

  2. 2

    Niemals. Wissenschaftliche Referentenfunktionen sind schlecht bezahlt – da wird auch die Piratenpartei keine Ausnahme bilden. Schlecht ist natürlich relativ, aber 60k sind es bestimmt nicht, max. 40. Wird von den meisten ja auch eher als Durchgangsstation und Sprungbrett angesehen…

  3. 3

    Beim Bund sind Referentenstellen zw. E13 und E15 angesiedelt. D.h. Einstiegsgehälter zwischen ca. 37.000 und 44.000 Euro.

  4. 4
    Hartz-IV Seppi - Stelle für mich?

    Gibts denn keine Low-Level-Stellen für Studienabbrecher auf Hartz-IV, die grad alles verlernt haben?

    • yepp! ich hab nichmal n studium. aber in den letzten drei punkten bin ich top! den rest bei doing, ich bin fit und lernfähig. gehalt wäre mir erstmal völlig schnuppe, hauptsache aus hartz-knast raus!
      mail kommt… 😉

  5. 5

    „sende … inklusive Gehaltsvorstellung“……….

    Also es wird höchste Zeit, dass sich die Fraktion für die anzustellenden Mitarbeiter auf ein für alle Mitarb. gültiges Tarifwerk und verbindliche Arbeitsrechtsgrundlage verständigt (angelehnt z.B. TV-L). und sich hierbei z.B. von einer Gewerkschaft beraten lässt.
    Alles andere wäre Willkür! Ich bin schon ziemlich erstaunt darüber, dass eine solche wichtige Frage in den bisherigen Fraktionssitzungen -lt. bisherigen Protokollen – öffentlich noch nicht anstand. (und wenn nichtöffentlich, warum?
    Auch hier ist Transparent gefordert.

    Statt eines verwaschenen Gruppenfotos (Fraktion und Mitarb.) wäre es langsam auch Zeit und gehört zur Transparents, die MitarbeiterInnen einzeln auf der Piratenwebseite mit deren Herkunft, Proffession, Aufgabe, Beschäftigungsumfang, Vergütung usw. vorzustellen.

    • Ich finde, dass Dich die Herkunft eines Menschen einen feuchten Kehricht angeht. Dann ergeht doch aus der Stellenbeschreibung, das 5 Referenten für o.g. Aufgaben gesucht werden, was willst Du denn da noch? Beschäftigungsumfang der Sekretärin? Kopieren, Telefon etc.?
      Das Thema Vergütung fällt für mich schon unter den Datenschutz, vor allem, wenn das Verhandlungssache ist. Außerdem führt das nur zu Diskussionen, denn die einen werden sagen, es sei zu viel, die anderen werden sagen, was für Idioten beschäftigt ihr, die so wenig Geld verlangen. Auch kann man einem Newbie nicht so viel zahlen, wie einem erwiesenen Experten. Und in Sachen Finanzen braucht man einen erwiesenen Experten, weil da einfach die Kompetenz nicht vorhanden ist.

      Zuviel Transparenz bremst letzten Endes immer die politische Arbeit aus, weil die Zeit, die man für die Rechtfertigung dieser Arbeit braucht, oftmals mehr Zeit in Anspruch nimmt, als die Arbeit selbst.

      • ……Das Thema Vergütung fällt für mich schon unter den Datenschutz, vor allem, wenn das Verhandlungssache ist. …..
        Ist ja wohl absurd….
        Die Vergütung von Mitarbeitern die entsprechend den Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes oder nach den gesetzl. Beamtenregelungen vergütet werden, sind transparent und überall nachzulesen. Bei Stellenausschreibungen ist die vorgesehene tarifliche Eingruppierung , sonstige Vergütungsbestandteile anzugeben. Auch bei den kirchlichen Anstellungsträgern ist dies so.
        Bei jeder Einstellung wacht der Personalrat / die Mitarbeitervertretung darüber, dass die individuelle Vergütung dem Tarif entspricht. Die Vergütung eines Bürgermeisters, Richters, Ministers oder des Amtsboten oder Bundespräsidenten sind überall nachzulesen.
        Offensichtlich bist Du aber der Meinung, dass eine solche Transparenz – wegen Datenschutz – für die Piratenfraktion nicht zutreffen muss, ich fasse es nicht. Dies ist eine ziemlich erschreckende Denke aus frühkapitalistischer Zeit nach Gutsherrenart. Anscheinend hältst Du ja auch nicht sehr viel von Transparenz – …bremst politische Arbeit aus….. aber genau damit gehen die Piraten auf „Wählerfang“.
        Eine FGF, die für diese Stellenauschreibungen verantwortlich ist, bei der soll man sich ja – am besten wohl mit einem esoterischen Lebenslauf / Tatsch – bewerben, sollte eigentlich wissen, dass in heutigen Stellenauschreibungen der Hinweis „Behinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt“ ebenso Standard ist.
        Auch hier Fehlanzeige – weiter so Piraten in Eurem Küchenkabinett (offizieller Name „VoKü“) die % purzeln schon…

        • Wenn man seine Gehaltsvorstellung nennen soll, dann heißt das, dass das Gehalt ausgehandelt wird. Das sind ganz andere Voraussetzungen, als wenn es nach Tarif geht. Für mich ist das Geahlt deswegen auch keine Angelegenheit der Öffentlichkeit, denn man stelle sich vor, über mich zöge ein Sturm der Entrüstung her, weil einige Jungspunde, die gerade aus dem Quark gekrochen sind und die Meinung vertreten, der Weisheit letzten Schluß gefunden zu haben, dass Internet gegen mich mobilisieren, da sie der Ansicht sind, das sei zuviel.
          Glauben Sie ernsthaft, qualifizierte Leute lassen ihre Karriere zum Spielball von durchgeknallten Ereiferern werden?
          Stellen Sie sich mal vor, Ihre rachsüchtige Ex taucht plötzlich auf und behauptet, Sie hätten Sex mit Tieren von ihr verlangt. Dann wird hier die Sau durch’s Dorf getrieben und Ihr Leben ist für immer im Eimer. Das ganze nur deswegen, weil Sie eine untergeordnete Stellung ohne politisches Gewicht angenommen haben. Und ja, ein Referent ist nur ein Handlanger für die Abgeordneten, der nicht so einfach politische Positionen manipulieren kann – es sei denn, die Abgeordneten sind strohdumm.

          Was diese große Forderung nach Transparenz angeht, glauben Sie wirklich, die Piraten seien die ersten mit dieser Forderung gewesen? Sie waren nicht die ersten und sie werden nicht die letzten sein, die davon, nach sicherlich heftigen internen Kämpfen, wieder die Finger lassen.

          Sie müssen sich einmal die Nachteile dieser Transparenz vor Augen führen. Stellen Sie sich mal vor, Sie wären ein Abgeordneter, bedeutet dann diese Forderung nach Transparenz nicht ein Mißtrauensvotum gegen Sie? Wie wollen Sie eigentlich den Wählern vermitteln, dass sie eine Partei wählen sollen, in der die Mitglieder noch nicht einmal Vertrauen zu ihren eigenen Kandidaten haben? Glauben Sie ernsthaft, dass die Abgeordneten der Piraten nicht dazu lernen? Die wollen in fünf Jahren noch weiterleben und da gilt es zu vermeiden, dass man wegen irgendeinem Scheiß verbrannt wird. Während ich Ihnen hier schreibe, sitzen die mittlerweile im Hinterzimmer und besprechen ganz genau, was noch nach außen dringt und was nicht.

          Transparenz ist genau so eine Mär, wie Basisdemokratie. Demokratie ist ohnehin schon eine Regierungsform, die sehr langsam bei Entscheidungen ist und Basisdemokratie bremst sie noch mehr aus. Basisdemokratie führt über kurz oder lang zur Handlungsunfähigkeit. Die Grünen haben beides exessiv auf die Spitze getrieben und sich nach und nach von diesen Grundsätzen verabschiedet. Deswegen hören Sie von Fundis wie Jutta Ditfurth so gut wie nichts mehr, während die Realos regierungsfähig sind.

          Wenn die Piraten diesen Weg gehen, wovon ich mal ausgehe, werden sie entweder diesen Lernprozeß durchmachen oder sie werden kaputt gehen. Was mich ärgert ist der Umstand, dass scheinbar intelligente Menschen nicht in der Lage sind, aus den Fehlern ihrer ‚Vorgänger‘ zu lernen – wobei ich das Gefühl habe, dass der ideologische Überbau der Partei auch von diesen gespeist wird. Allerdings sollte man sich auch mal die Frage stellen, ob viele dieser Alt-Linken nicht ohne Grund außen vor geblieben sind.

          Was mich noch mehr ärgert ist dann auch der Umstand, dass mit dem Auftauchen der Piraten das linke Parteienspektrum noch mehr aufgesplittert wird und die, da weder die Piraten, noch die Linke auf Bundes- und meist auch Länderebene koalitionsfähig sind, den regierungsfähigen linken Parteien auch noch die Wähler wegnehmen.

          Da freut sich doch die CDU.

          • da schreibt wohl ein Grüner, der sich über die potentielle bzw. verlorengegangene Rot-Grüne Mehrheit ärgert?
            einen ideologischen Überbau gibt es sicherlich bei den etablierten und aus meiner Sicht durchweg konservativen Parteien, denn bei den Piraten werden die Parteiprogramme mit den entsprechenden Tools ganz transparent von der Basis geschrieben und abgestimmt, auch wenn das für einen etwas dogmatischen Alt-Linken offenbar schwer zu verstehen ist 🙂

          • chiller

            @FraRoeBer

            Nix da Grüner!

            Die Abstimmungsverfahren sind doch vollkommen irrelevant, denn ob das online oder via Handheben in Parteiversammlungen stattfindet, wo liegt der Unterschied und wo bitte besteht die größere Transparenz? Sind die Online-Abstimmungsergebnisse namentlich für jeden nachvollziehbar? Bei einer Abstimmung in z.B. einem Bezirksverband weiß man, wer die Hand gehoben hat und wer nicht. Bei den Liquid-Abstimmungen sehe ich nur ein Ergebnis. Besteht eigentlich bei den Online-Abstimmungen eine klare Trennung zwischen Mitgliedern der Piraten in Bayern und denen in Berlin oder können bayrische Piraten munter bei Abstimmungen mitwirken, die die Berliner Landespolitik betreffen?

            Der einzige wirkliche Vorteil der Online-Abstimmungen ist, dass man relativ schnell ein Ergebnis hat, was jedoch zu Lasten der innerparteilichen Auseinandersetzung/Diskussion geht. Wenn das Schnellschüsse zur Folge hat, dann können die einem auch ganz schnell auf die Füße fallen.

            Online-Abstimmungen abzuhalten, um Meinungsbilder einzuholen, halte ich für eine gute Idee, aber um politische Entscheidungen zu fällen?

            Man stelle sich vor, da machen sich Ausschüsse und Arbeitsgemeinschaften einen Haufen Arbeit, um Grundsatzpapiere zu erarbeiten und dann wird plötzlich schwuppdiwupp eine Online-Abstimmung abgehalten, bei denen alle mitabstimmen dürfen, völlig unabhängig davon, ob sie mit der Sachlage und den Fakten ausreichend vertraut sind und die Entscheidungen unter dem Eindruck der Meinungsmache gewisser Presseorgane treffen.

            Ein Problem ist zudem, dass die Piraten doch noch überhaupt keinen einheitlichen ideologischen Überbau haben, sondern sich im Anfang der Findungsphase befinden. Wenn ich z.B. lese, dass Andreas Baum angibt, dass die Piraten liberale Inhalte vertreten und ich gleichzeitig Kommentare lese, in denen politische Positionen als neo-liberal gebranntmarkt werden, dann weiß ich, dass das Spannungsfeld in dem sich die Piraten befinden einen riesigen Bogen schlägt und das wird sich über kurz oder lang in heftigen innerparteilichen Auseinandersetzungen niederschlagen. Ich ‚freue‘ mich schon auf den Tag, an dem sich die Piraten gegenseitig als Verräter an der Sache beschimpfen.

            Abgesehen davon sollte man sich von der derzeitigen Hype nicht blenden lassen, zumal man kaum eigene Themen hat, mit denen man punkten kann. So wird das BGE schon längst von der Linken gefordert, in Sachen Umweltschutz liegen die Grünen um Längen vorn und selbst die Internetkritik der Piraten wird schon von den etablierten Parteien aufgegriffen (Aigner vs facebook, google etc.).

            Mich übrigens als Dogmatiker (und auch noch als Alt-Linken) zu bezeichnen, finde ich echt mutig, denn ein Dogmatiker würde die Piraten nicht darauf hinweisen, wo er die Klippen und die Sandbänke sieht, die die Piraten zu umschiffen haben. Er würde sie einfach auf Grund laufen lassen.

          • Internetkritik?
            ich glaube sie haben da ein fast schon grundsätzliches Verständnissproblem der Piratenprogramatik und der basisdemokratischen Prozesse, wie diese zustande kommt, oder aber unterliegen vielmehr selbst zu sehr der Meinungsmache der Printmedien und deshalb empfehle ich mal bei der nächsten Crew bzw. Stammtisch der Piraten vorbeizuschauen und sich vor Ort zu informieren 😉

          • chiller

            Gut, das Wort Internetkritik war stark vereinfachend, aber ich wollte dazu auch keine Ausführungen machen. Vielleicht wäre es besser gewesen, ich hätte von der Kritik an Prozessen im Internet gesprochen. War missverständlich, mein Fehler.

            Basisdemokratie nun, ist keine Erfindung der Piraten und vielleicht fehlen Ihnen die Erfahrungen, um zu wissen, wie basisdemokratische Prozesse wirklich funktionieren und welche Folgen sie auf Dauer haben. Sie rechnen z.B. noch nicht mit den Schwächen der Menschen, denn zur Zeit haben die Piraten aufgrund des Umstandes, weil sie ’neu‘ sind, eine rege Anteilnahme, aber auf Dauer sind die Menschen faul und keiner hat Lust, sich tagtäglich mit politischen Sachthemen auseinander zu setzen. Das führt letztendlich dazu, dass eine kleine Gruppe bestimmt, was die Mehrheit will und zu machen hat. Deswegen wählt die Mehrheit dann eben ihre Vertreter, denen sie das Vertrauen ausspricht, zu entscheiden und die kleine Gruppe verbliebener Basisdemokraten, fühlt sich auf einmal ausgegrenzt, tritt aus der Partei aus und startet irgendwann eine neue Partei, die mit dem hehren Ziel der Basisdemokratie antritt.
            Das ist absehbar, dazu muss man kein Hellseher sein, nur bedingt diese Entwicklung Lernprozesse, die ihre Zeit brauchen.

            Einen entscheidenden Nachteil der Abstimmungsweise der Piraten, sehe ich z.B. darin, dass emotionale Reaktionen auf aktuelle Themen problematische Ergebnisse zeitigen können. So blendet z.B. die Abstimmung zum derart aktuellen Thema Esoterik vollkommen aus, dass es durchaus esoterische Thesen gibt, deren dahinterstehenden Fragestellungen bedenkenswert sind.

            Emotionelle Schnellschüsse können auch sehr gefährlich werden und unter dem Eindruck von Katastrophen z.B. zum militärischen Eingreifen in ein Land führen, ohne eine gesicherte Kenntnis der Fakten zu haben.

            Mir ist klar, dass die Piraten noch oft auf die Schnauze fallen und was auf die Schnauze bekommen werden. Ich muss das nicht alles durchexerzieren, bloß weil das gerade hip ist, d.h. ich werde bestimmt nicht Ihrer Empfehlung Folge leisten und an irgendeiner Crewsitzung teilnehmen.

            Das Piratenprojekt ist interessant, aber ich beschränke mich dabei auf die Rolle des Beobachters, der vielleicht auch zukünftig mal einen Kommentar hinterläßt.

  6. 6
    Joachim Schmidt (Jo-Jo)

    Vieles kann;
    und solte dann auch vereinfacht werden,
    Verwaltungsaufwand wie bisher kann in Vorbildfunktion minimiert werden !
    Die Anpassung an die derzeitige Kompliziertheit ist leider anfangs nicht zu umgehen.

    Mit vorbildlichen Grüßen

    Jo – Jo

  7. 7

    Die übliche Bezahlung für Wissenschaftliche ReferentInnen mit Hochschukabschluss ist BAT IIa. Weniger zu bezahlen wäre nicht in Ordnung.

  8. 8

    Ich meine natürlich Hochschulabschluss : )

  9. 9

    Vor 3 Tagen hat die Piratenfraktion noch die Bewerberinnen und Bewerber informiert, sie würden jetzt mit den Einladungen zu Gesprächen für ihre 5 Wissenschaftliche Referentenstellen beginnen. Heute hat sie dagegen per mail mitgeteilt:

    „Da bisher keiner der Bewerber unserem Stellenprofil entsprach, werden wir diese Position noch einmal ausschreiben.“

    Was ist los bei der Piratenfraktion?
    Es kann kaum sein, das keine einzige der sicherlich sehr zahlreichen BewerberInnen „weitgehend“ (Zitat, so wird es in der online-Stellenausschreibung gefordert) dem Stellenprofil entspricht. Wenn dies – entgegen aller Erfahrungswerte – aber doch so sein sollte, wieso schreibt die Piratenfraktion dann am 09.01.2012 den Bewerberinnen und Bewerbern erst, sie würde demnächst zu Vorstellungsgesprächen einladen?

    Ich finde, so darf man mit den Leuten nicht umgehen.

  10. 10

    @ chiller
    mitmachen und ändern – oder was hindert Dich daran ?
    Deiner Analyse der Basisdemokratie kann ich so nicht zustimmen.
    Klar wird es niemals einen Idealzustand geben, aber wieso soll man nicht neue Möglichkeiten nutzen, wenn es technisch möglich ist?
    Das gegenwärtige politische System leidet doch unter dem Mangel an Basisdemokratie … welches ist denn die größte Partei der letzten Jahre?
    Die der Nichtwähler – und jetzt erzähl mir nicht das liegt an der Faulheit der Bürger, ganz sicher nicht.
    Ich würde auch mal runterkommen von diesem Schwarz-Weiß bzw. Links-Rechts-Schema Denken.
    Glaub mal nicht an die ewigen Stammwähler so wie das die Medien propagieren.
    Im Berliner Senat sehen wir, was passiert wenn sich die Parteienlandschaft auflockert, da wird auf einmal die unmögliche Koalition CDU/SPD zur Regel, obschon andere Koalitionen (die sich ja auch noch inhaltlich näher stehen) denkbar wären – denn eines wollen Deine Volksparteien nicht, kostete es was es wolle: Basisdemokratie oder gar Bürgerbeteiligung.

  11. 11

    Anonymous sagt:
    Sorry! Tut mir Leid: Das war ein E – Mail – Missverständnis!

    “Da bisher keiner der Bewerber unserem Stellenprofil entsprach, werden wir diese Position noch einmal ausschreiben“ – diese Worte bezogen sich lediglich auf die eine Referentenstelle „Haushaltsausschuss“. Nur für diese eine Stelle wurden die von den BewerberInnen eingesandten Bewerbungsunterlagen gelöscht! Für die anderen 4 Referentenstellen entsprechen Bewerber dem Stellenprofil und es finden Gespräche statt.
    Das für eine einzige Stelle niemand von den BewerberInnen dem Stellenprofil weitgehend entspricht, kann man sich schon vorstellen.

    – Für 5 Stellen hätte ich mir das partout nicht vorstellen können.

  12. 12
    Interessierter

    Weiß jemand, ob die 5 Referentenstellen denn inzwischen schon endgültig besetzt worden sind?

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