Zum Bericht der Berliner Zeitung, der Bau des ICCs werde sich voraussichtlich um 80% der geplanten Kosten auf 328 Millionen Euro verteuern erklärt Christopher Lauer, Mitglied der Piratenfraktion:

„Wenn sich ein aus öffentlicher Hand finanziertes Projekt um 80% verteuert, dann hat die Öffentlichkeit ein Anrecht darauf, sich vollumfänglich über die Ursachen und Gründe zu informieren.

Aus diesem Grund fordert die Piratenfraktion den Senat auf, den entsprechenden Vermerk der Senatsfinanzverwaltung zu veröffentlichen. Weiterhin fordert die Piratenfraktion die Stadtentwicklungsverwaltung auf, alle ihr für die Schätzung zugrunde liegenden Daten zu veröffentlichen und zu erklären, warum diese Informationen bei Auftragsvergabe noch nicht zur Verfügung standen.

Darüber hinaus sollen Herr Wowereit, Herr Nussbaum und die ehemalige Bausenatorin Junge-Reyer darüber Auskunft geben, seit wann Ihnen die nun zu Tage gekommen Zahlen bekannt sind. Auch Herr Henkel soll erklären, ob ihm die Zahlen bei der Unterzeichnung des Koalitionsvertrages mit der SPD bekannt waren.“

Hintergrund: Laut einem Bericht der Berliner Zeitung verteuert sich die Sanierung des ICCs um 80% auf 328 Millionen Euro.

10 Kommentare

  1. 1

    Für Nichtberliner einfach gestrikte Piraten vom Land wäre ein Link zu Hintergrund infos wie „was ist der ICC“ nett.

    Geht es um http://www1.messe-berlin.de/vip8_1/website/Internet/Internet/www.icc-berlin/deutsch/index.html

    Ansonsten, keine Frage, weiter so, die öffentliche Verschwendung muss aufhören …!

  2. 2

    Das Angebot war sicher ursprünglich unglaublich günstig.

  3. 3
    Jacky Neiwel

    Es stimmt, die Verschwendung von Steuergeldern muss ein Ende haben.

    Aber man kann doch jetzt nicht bei jedem größerem Projekt, welches teurer wird wie geplant, einen Aufwand betreiben wie bei Stuttgart21, der letztendlich ja auch nicht so wirklich was gebracht hat.

    Auch dieser Aufwand kostet Steuergelder. Wenn sichs nicht mehr vermeiden lässt das Geld zu zahlen(was hier wohl der Fall zu sein scheint) Dann lasst den Bau wenigstens in Ruhe.

    • Es geht hier gerade um die Planung, es sind bisher keine endgültigen Bauplanungsunterlagen vorhanden.

      In diesem Stadium ist es die PFLICHT dort den Finger draufzulegen und zu schauen ob diese Prognosen realistisch sind. Alles andere würde DANN zu einer Elbphilharmonie führen…

  4. 4
    Jacky Neiwel

    naja wenn das so ist:

    Ein Gebäude dieser Größe und komplexität ist unter keinen Umständen für unter 400 Mio vernünftig zu sanieren. Und für weniger kann man es auch nicht neu bauen, geschweige denn fachgerecht entsorgen und neu bauen.

    Was die in den Gremien brauchen sind Fachleute, die für die Politiker arbeiten und nicht für die Baufirmen!

  5. 5

    Ich nehme mal an, dass die meisten, die hier schreiben, zum Zeitpunkt des Baus des ICC noch nicht geboren waren. Schon damals kam es während der Bauzeit zu einer erheblichen Kostenexplosion, die die Kosten auf damals unglaubliche 1 Milliarde DM ansteigen ließ. Angesichts des Umstandes, dass das ICC asbestverseucht ist und die Entsorgung sehr aufwendig und kostenintensiv sein wird, war es ja ohnehin strittig, ob dass ICC saniert werden soll. Abgesehen davon müssten auch die Innenausbauten stark verändert werden, weil das Gebäude so verkonstruiert ist, dass ein Großteil der Fläche überhaupt nicht effektiv genutzt werden kann. Ebenso müste die Technik auf den neuesten Stand gebracht werden.
    Ich denke, die Option eines Abrisses sollte angesichts der drohenden Kosten durchaus in Betracht gezogen werden.

  6. 6

    Wenn ich die PM richtig verstanden habe, geht es nicht um die tatsächliche Sanierung selbst. Es geht vielmehr darum, WIE ursprünglich ein Sanierungsvolumen berechnet werden konnte, dass 80% unter den tatsächlichen Kosten liegt. Im Bausektor sind Angebotsüberschreitungen von 10-15% im Nomalbereich, dagegen würde wohl kaum jemand was sagen, aber 80% ist deutlich zuviel. Da muss schon bei der Ausschreibung erheblich was schiefgelaufen sein und das muß geklärt werden.

    • Hä?! Ein um 80% zu schlankes Angebot führt zu einer Kostenüberschreitung von 400%, nicht von 80%. Eine 80%ige Kostenüberschreitung überführt ein um rund 45% zu dünnes Angebot, und nicht ein um 80% zu dünnes. Sagt mein Abakus.

      Aber vielleicht sind auch nur die Batterien schwach.

      • Da hat dein Abakus durchaus recht.

        (Ändert natürlich nix daran, dass auch wenn etwas nicht um400%, sondern nur um 80% teurer geworden ist, man durchaus mal nachfragen kann und sollte, woran das denn liegt – besten Dank, Fraktion!)

  7. 7

    Also saniert werden sollte das Teil auf jeden Fall nicht. Keine Ahnung welcher Architekt dieses Star Wars ähnliches Ding da verzapft hat, aber ich kenn sonst keine Messegelände in Deutschland von derartiger Hässlichkeit. Wenn man jetzt noch liest, dass es asbestverseucht ist, gibt es nur einen logischen Schluss: Abriss!

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