Zur Ankündigung der Senatskanzlei, in Zukunft an zentralen Orten Berlins kostenloses WLAN aufzubauen, sagt Alexander Morlang, Abgeordneter der
Piratenfraktion, Freifunker und Vorsitzender des Ausschusses ITDat:

„Grundsätzlich begrüßen wir, wenn sich beim Senat langsam die Erkenntnis durchsetzt, dass freier Internetzugang in der Stadt essentiell ist. Dem Senat liegt seit 2010 das von Freifunkinitiativen erarbeitete Konzept „wOPLAN-B“ vor, in dem beschrieben wird, wie WLAN-Infrastruktur flächendeckend, nachhaltig und bezahlbar aufgebaut werden kann.

Wir fordern den Senat deshalb auf, bei der Umsetzung seiner Pläne die Vorschläge der Berliner Freifunker umzusetzen. Wir sind gerne bereit, unsere Expertise bei der Umsetzung des Vorhabens einfließen zu lassen.“

Hintergrundinformationen:

8 Kommentare

  1. 1

    Angesichts des Umstandes, dass Wowereit heute angekündigt hat, dass der kostenlose W-LAN Zugang berlinweit umgesetzt werden soll, sollten die Piraten erkennen, dass die anderen Parteien sich ihrer Themen annehmen und versuchen, ihnen dadurch das Wasser abzugraben.

    In diesem Fall sollte die Fraktion ganz laut „Hier!“ rufen und die Leitung bzw. Koordination in dieser Angelegenheit für sich einfordern. Am besten heute noch eine Pressemitteilung rausjagen und darauf verweisen, dass das ein Ansinnen der Piraten ist und die Partei zudem die notwendige Manpower hat, um das umzusetzen. Sonst sitzt da morgen ein SPD-Fuzzi am Hebel und in 5 Jahren rühmt sich Wowereit für Idee und Umsetzung.

    • Philip Brechler

      Deshalb diese PM und es wird sicher auch in dem Ausschuss diskutiert in dem Alexander Morlang den Vorsitz hat (ITDat)

      • @Brechler

        Das Problem ist, dass Wowereit natürlich die viel größere Außenwirkung hat, d.h., die gestrige Pressemitteilung der Piraten habe ich in den von mir wahrgenommenen Presse nicht wiedergefunden.

        In der Pressemitteilung steht:

        Wir sind gerne bereit, unsere Expertise bei der Umsetzung des Vorhabens einfließen zu lassen.

        Das ist eben nicht gleichzusetzen mit: Wir die Piratenpartei wollen die Umsetzung in die Hand nehmen.

        Aber genau hier kann man beweisen, dass man nicht nur Forderungen stellt, sondern auch Macher ist.

        Die Piraten müssen schon heute an die Wahlen in fünf Jahren denken und mit einer erfolgreichen Umsetzung des berlinweiten W-LANs können sie punkten. Und es bleibt selten derjenige in Erinnerung, der etwas gefordert hat, aber fast immer derjenige, der etwas gemacht hat.

        Zumal kann Wowereit schlecht ‚Nein!‘ sagen, denn die Idee kommt von den Piraten, sie haben das nötige Know-How und die notwendige Manpower. Reißen Sie sich die Umsetzung unter den Nagel. Vor allem können Sie dann auch viel mehr von ihren eigenen Vorstellungen umsetzen, als wenn sie ständig einen anderen bitten, auffordern oder drängen müssen.

        • Philip Brechler

          Naja also in manchen Medien kam das schon an, aber ja, dass wird ein langer Weg

        • @ chiller

          An die nächste Wahl denken ist ja schön und gut, aber ich glaube kaum, dass die Piraten tatsächlich die nötigen Ressourcen haben (geschweige denn die rechtliche Genehmigung), um ein Projekt wie berlinweites, kostenloses WLAN selbst und ohne Unterstützung zu realisieren.
          Die Partei arbeitet ehrenamtlich, und die Fraktion hat zwar (mehr) Geld, darf das aber nicht beliebig ausgeben.

          Das Projekt muss also wohl notgedrungen von jemand anderem angestoßen werden. Wer auch immer das ist, wird sich seine Partner dann aussuchen können.
          Die Piraten können und sollen sich da gerne als kompetenten Partner anbieten. Einen Anspruch haben sie aber (leider) nicht, auch wenn sie vielleicht die erste Partei waren, die das gefordert hat.
          Die einzige wirklich realistische Alternative ist also, sich als Partner anzubieten und zu hoffen, dass – wer auch immer das Projekt in die Hand nimmt – die Hilfe der Piraten annehmen wird.
          Wenn der Senat das in die Hand nimmt, stehen die Chancen für eine Beteiligung oder gar Führungsrolle der Piraten wohl nicht so extrem gut, von wegen Unterstützung des politischen Gegners usw.

          • chiller

            @Sebastian

            Verstehen Sie mich nicht falsch, es geht nicht darum, dass die Piraten das öffentliche W-LAN umsetzen, es geht vielmehr darum, dass sie die rechtlichen Grundlagen definieren bzw. mitbestimmen und das eben in führender Position.

            Um das zu erreichen, muss man sich u.U. eben auch Verbündete suchen. Die Grünen sind nicht gut auf Wowereit zu sprechen und die Linke auch nicht. Wenn man dann noch durch die vorhandene Sachkompetenz die öffentliche Meinung auf seine Seite zieht, steht Wowereit unter Druck.

            Also nicht darum betteln, beteiligt zu werden, sondern die Expertise zum Maßstab erheben und Federführung einfordern.

            Außerdem sollten Sie sich schleunigst an das politische Tagesgeschäft gewöhnen. Da geht es nicht darum, dass man nur die Kämpfe führt, die man gewinnen kann, sondern darum, dass man, selbst wenn man den Kampf verliert, seine Position deutlich macht.

            Deswegen, die Presse kontaktieren, insbesondere die Springerpresse, ihr eine detaillierte Erläuterung des Vorhabens anbieten (dabei aber bitte mit Schaubildern arbeiten, die sie im Druck verwenden können und aus denen die Zusammenhänge leicht verständlich für jedermann ersichtlich sind) und den Anspruch auf Federführung laut formulieren.

            Nochmal drüber nachdenken:

            Die Piraten haben den Vorschlag eingebracht, sie haben eine ausgearbeitete Expertise, sie haben die Manpower und damit eine Rechtfertigung für eine solche Forderung.

            Damit gewinnt man die Öffentlichkeit für sich.

            Dann setzt man sich mit Wowereit zusammen und macht ihm den Vorschlag, die Lorbeeren gemeinsam einzuheimsen. Er erhält die Lorbeeren dafür, dass er grünes Licht erteilt und die Piraten dafür, dass sie die rechtliche Umsetzung in die Hand nehmen. Alternativ dazu bietet man ihm an, wenn er sich nicht darauf einlässt, ihn ununterbrochen einem Störfeuer auszusetzen.

            Was wird Wowereit wohl tun?

    • Fin Leverage

      Beinhaltet das Angebot von „Wo_laufen_Sie_denn“ kostenfreie
      Telefonie in/nach Nordkorea oder zu den Uran-Iranern?

      „Sie haben den Notruf des Hausfrauen-Frauenha_sheers gewählt.“
      „In die ameisische Sektenberatung.“
      „rpc://konkurrenz – War-Dialer installiert.“

  2. 2
    trollfeed@baehring.at

    Ich fordere ungehinderten Zugang und zwar auch mit Akustikkopplern zu Telefonzellen die man ohne identitätsspurenhinterlassende Karte anonym mit unnumeriertem und daher nicht nachverfolgbarem Kleingeld nutzen kann auch für Terroristen.

    http://baehring.at/feed-the-troll.jpg

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