Am 21. März wird seit 1967 auf Initiative der Vereinten Nationen der Aktionstag gegen Rassismus begangen. Der Anlass dazu ist das Massaker von Sharpeville in Südafrika, welches sich am 21. März 1960 bei einer Protestaktion gegen den Apartheidsstaat ereignet hatte.
Der Aktionstag bietet Gelegenheit, mit Demonstrationen und anderen Aktionsformen gegen Rassismus und Diskriminierung einzutreten. Rassismus kennt viele Formen. Sie gehen vom bewußten oder latenten Alltagsrassismus in all seinen Spielarten bis zu Gewalttaten gegen Menschen.
Auch im vermeintlich weltoffenen Berlin gibt es Rassismus und rassistische Übergriffe. Diese beschränken sich nicht nur auf die sogenannten „Problembezirke“ wie Lichtenberg-Hohenschönhausen, Treptow-Köpenick oder Marzahn-Hellersdorf, in denen sogar Neonazis in den Bezirksverordnetenversammlungen sitzen. Auch im multikulturellen Prenzlauer Berg kam es in diesem Jahr bereits zu mehreren Angriffen auf Migranten und Andersdenkende. Insgesamt gab es 2011 über 150 rassistisch und neonazistisch motivierte Gewalttaten in Berlin.
Alltagsrassismus und rassistische Diskriminierung treten ebenfalls am Arbeitsplatz, bei der Arbeitssuche, in der Politik, in den Medien, im Bildungswesen, auf dem Wohnungsmarkt und auch in der Freizeit auf.
Als Beispiel liegen Berichte von Mieterinnen und Mietern aus dem Fanny-Hensel-Kiez vor. Dort heißt es, Vermieter würden bei Mietverträgen mit Menschen islamischen Glaubens oder arabischer Herkunft höhere Mieten verlangen als bei Vertretern der „Mehrheitsgesellschaft“.
Um dieser teils offenen und teils versteckten Entwicklung entgegenwirken zu können müssen wir uns eines bewust machen, Rassismus kommt nicht nur in Springerstiefeln daher.
In der politischen Landschaft der Bundesrepublik mangelt es leider an Verständnis zu Rassismus. Rassismus wird als Randerscheinung dargestellt, die nur von Randgruppen begangen werden kann. (…) Rassismus ist aber ein gesamtgesellschaftliches Problem, das auf allen Ebenen der Gesellschaft zu finden ist: in Politik, Medien, Bildungswesen, Arbeitswelt, Wohnungsmarkt etc. Er schränkt so Menschen- und Bürgerrechte tagtäglich von Mitgliedern unserer Gesellschaft ein. Ein Zustand, den wir als Piraten nicht einfach hinnehmen dürfen! Daher müssen wir Rassismus immer da begegnen, wo er auftaucht – nicht nur bei Neonazis.
Wir wollen zum Thema Rassismus Bewusstsein schärfen und sensibilisieren. Weiterhin ist es unser Ziel, dass internationale  Übereinkommen der UNO und EU respektiert werden und diese modernen internationalen Standards zur Bekämpfung des Rassismus auch in Deutschland Anwendung finden. (…) Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit ist der institutionelle und  strukturelle Rassismus, d. h. Rassismus, der von Behörden ausgeht, z. B. bei der Polizei und im Bildungswesen.
Deshalb schließen wir uns dem Aufruf verschiedener Organisationen an, den 21. März mit kreativen Aktionen zu unterstützen. Wählt selbst, wie Ihr euer Statement gegen Rassismus ausdrücken wollt. Haltet Plakate hoch, lasst Luftballons steigen!
Überlegt Euch, wie Ihr Rassismus in Eurem Umfeld entgegentreten könnt!

6 Kommentare

  1. 1

    Das freut einen natürlich: Ein fulminanter Aufruf für den no brainer „Kampf gegen Rassismus“ während man kurz davor der Polizei Berlin vorschlägt, die Berlinerinnen und Berliner, nach deren Überwachung mittels Funkzellenabfragung, doch bitte gütigerweise per SMS darüber zu informieren…

    Klare Prioritäten!

  2. 2

    Rassismus/Diskriminierung kommt nicht in Springerstiefeln…Respekt für die differenzierte Betrachtungsweise. Soweit-Sogut, nur, habt Ihr Euch mal überlegt, mit wem Ihr da den Aktionstag begeht? Die türkische Gemeinde Deutschlands, ein Verein, der meint, für alle Türken in Deutschland sprechen zu müssen.
    Es gibt genug Türken, besser Deutsche mit türkischen Wurzeln, die mit denen nicht zu tun haben wollen, die haben nur keine Lobby.
    Gesteuert und finanziert genau wie die DITIB von der Türkischen Regierung. Schaut Euch mal deren Statement zum Armeniergenozid an…fällt Euch was auf? Deren Verbindung zu den grauen Wölfen (richtige, üble Rechtsradikale)…fällt Euch was auf? Nein, dann solltet Ihr mal prüfen, auf wen Ihr Euch einlasst.
    Reichlich oberflächlich, das Ganze, aber gut, Deutschland braucht diese Oberflächlichkeit und Verarsche. Bis der Krug bricht.
    Und die Piraten machen mit. Lasst Ihr Euch verarschen oder verarscht Ihr uns?

  3. 3

    Na Klasse, nur keine anderen Meinungen/Denkansätze zulassen.
    Vielfalt nach Piratenart? Handeln! Jetzt! Lächerlich!

  4. 4

    Hallo,

    liebe, unvollständig informierte Piraten.
    Ob ihr es glaubt oder nicht „Rassismus“ gibt es nicht nur in der deutschen Gesellschaft.

    Ihr wisst wie viel die rechtsextremen Parteien (NPD, DVU) bei den letzten Bundestagswahlen bekommen haben? Die NPD hatte 1,5%.

    Jetzt schauen wir mal in die Türkei liebe Piraten:
    Vor ca. 8 Monaten hat die MHP=türkische Faschisten auch bekannt als graue Wölfe
    13,6% bekommen. Ja ihr lest richtig. In Worten: Dreizehnkommasechs Prozent.
    Dazu die Islamisierungspartei AKP knapp unter knapp unter 50% (genauer 49,84%).

    Das heißt ich habe (auch) unter den Türken in Deutschland mindestens 13% Faschisten und rd. 50% klerikal rückwärtsgewandte.
    Na herzlichen Glückwunsch.

    Ausländerpolitik:
    Es gibt keine Probleme mit „Ausländern“. Wer das behauptet ist ein Nazi und ein brauner Hetzer. Und weil es überhaupt keine Integrationsprobleme gibt, werden überall Integrationsministerien geschaffen.
    Außerdem gibt es überhaupt keine Probleme mit dem Islam bzw, mit muslimischen Migranten.
    Deshalb wurde eine Islamkonferenz geschaffen.
    Und es gibt keine besonderen Probleme mit der Integration von Türken. Deshalb werden die Integrationsministerien mit Türken besetzt, und nicht etwa mit Italienern, Chinesen, Russen, Kroaten oder Franzosen.
    Und weil es auch in Baden-Württemberg keine Integrationsprobleme mit türkischen Einwanderern gibt, wird extra ein Integrationsministerium geschaffen – mit einer türkischstämmigen Ministerin.

    So sieht das z. B. in Essen aus:
    Der überflüssige Essener Integrationsrat hat

    0 Italiener,

    0 Griechen,

    0 Russen,

    0 Niederländer,

    0 Franzosen,

    0 US-Bürger,

    0 Portugiesen,

    0 Chinesen,

    0 Koreaner,

    0 Brasilianer,

    0 Argentinier,

    0 Israelis,

    0 Mexikaner,

    0 Kanadier,

    0 Inder,

    0 Iraner,

    0 Finnen

    Wer ist im Integrationsrat?

    Guckst Du hier:

    http://www.essen.de/Deutsch/Rathaus/Aemter/Ordner_0513/Integrationsrat/Mitglieder_Integrationsbeirat.asp#

    Gewählte Migrantenvertreter

    Allianz der Essener Türken ( 6 Sitze )

    Muhammet Balaban, Dipl. Ingenieur

    Mehmet Kekec, Kaufmann

    Yasin Ersoy, Gleisbauer

    Murat Yazgan, Kraftfahrer

    Sadik Cicin, Dipl. Ingenieur

    Harun Kazoglu, Verkaufsleiter

    Familien-Union e.V. ( 3 Sitze )

    Bilal Semou, Kaufmann

    Ahmad Omeirat, Verkäufer

    Ayman Issa, Gastronom

    Allianz der Essener Migranten ( 2 Sitze )

    Kahraman Arslan, Dipl. Ingenieur

    Ömer Faruk Bakar, Selbständiger

    Integrationsliste CDU Essen ( 1 Sitz )

    Esma May, ltd. Angestellte

    Libanesischer Zedernverein ( 1 Sitz )

    Hussein Omeirat, Student

    Allianz gegen Diskriminierung von Ausländern ( 1 Sitz )

    Cuma Cetin, Wirtschaftsermittler

    SPD internationale Liste ( 1 Sitz )

    Müfret Akbulut, Bergmann

    Deutsch Kurdischer Solidaritätsverein ( 1 Sitz )

    Mücahit Han, Stuckateur

    Bündnis 90/ Die Grünen ( 1 Sitz )

    Samir Fetic, Regierungsbeschäftigter

    Demokratische Liste ( 1 Sitz )

    Semi-Emre Tunc, Lehrer

    Und wenn ihr euch mal die BIG Partei anschaut, anschauen wollt?!
    Die Gleiche Adresse wie Milli Görus.

    Wer wurde zuletzt mit 20! Leuten (die zum Teil bewaffnet waren) durch Berlin gehetzt? Deutsche.Wer ist zur Bewährung verurteilt wurden weil er einen jungen Italiener vor Autos (Tod!) gehetzt hat?

    Fazit: Ihr seid nützliche Idioten. Natürlich müssen Übergriffe bestraft werden. Aber noch wichtiger wäre eine Ein.- und Zuwanderungspolitik die den Interessen Deutschlands dient.
    Genau das finde ich bei euch nicht und ihr seid auf Linken, Grünen und auch sehr große Teile der SPD Kurs.
    Allein aus dem Grund kann ich euch nicht ernst nehmen geschweige denn wählen, obwohl mir euer Hauptanliegen -Datenschutz- gut gefällt.
    Aber das könnte jede andere Partei auch – wenn sie möchte.

    MfG.

    Vati 5672

    ps. Wie heißen die Straße nochmal wo irgendwelche Autonomen Ärger mit ihren ähmm „südländischen“ Nachbarn bekommen haben?

  5. 5

    Bravo, Vati5672

    Die Piraten werden doch nur von Irren gewählt.
    Denn sie wissen nicht, was sie tun!

  6. 6

    Hi Tara,

    erstmal Danke! :-))

    Nee, nee. Das bestehen der Piraten auf Datenschutz ist schon richtig und gut.
    Sieht man und frau am NSA Datenskandal und wie verkommen nicht nur die Regierung (angeblich in unserem Auftrag) handelt auch daran wie der Skandal anfing. Es war ja „nur“ das Volk (also der Souverän) betroffen und man empfahl ihm (UNS!) etwas netter formuliert das MAUL zu halten. Kaum wird bekannt das unsere Knazlerdarstellerin betroffen kommen diese Troglodyten aus ihren Höhlen gekrochen. Wi-der-lichst!

    Zu den Piraten selbst:
    Die leider wurden von den üblich Verdächtigen sich selbst „Links“ nennenden geentert. Kein Mensch ist illegal“ und ähnlichen semantischen Schrott kann ich auch bei den Linken oder Grünen haben. Aber selbst diese beiden Parteien haben Ansichten/Programmpunkte die mir gefallen. Aber jeweils so viele „Nebenwirkungen“ das man eben nicht an der Krankheit stirbt, sondern von den Nebenwirkungen erledigt wird.

    MfG.

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