Am ‘Equal Pay Day’ (Freitag, 23.03.2012) wird in Deutschland zum fünften Mal auf die anhaltenden Gehaltsunterschiede von Männern und Frauen hingewiesen. Die ungleiche Bezahlung  hält bis heute an, obwohl sie seit 1955 vom Bundesarbeitsgericht als verfassungswidrig klassifiziert ist . Der statistisch messbare Gehaltsunterschied liegt in Deutschland seit Jahren unverändert bei 23 Prozent.

Dazu sagt Alexander Spies, sozialpolitischer Sprecher der Piratenfraktion:

„Die anhaltende Ungleichbezahlung von Frauen und Männern ist ein Missstand, dem endlich wirklsam begegnet werden muss. Der Equal Pay Day ist eine gute Gelegenheit, diesbezüglichen Initiativen Gehör zu verschaffen.
In vielen Unternehmen in Deutschland ist es üblich, über Gehälter der Mitarbeiter Stillschweigen zu vereinbaren. Dadurch wird vor allem für Frauen die Position bei Gehaltsverhandlungen geschwächt. Um dieses Problem anzugehen, wurde bereits 2009 die Software Logib-D (“Lohngleichheit im Betrieb – Deutschland”)  über das Internetportal http://www.logib-d.de vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bereitgestellt.
Logib-D kann eingesetzt werden, um die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen transparent zu machen. Wir fordern die Unternehmen auf, durch Einsatz dieser Software dazu beizutragen, die Ungleichheit in der Bezahlung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufzudecken. Dies ist die Voraussetzung für eine Angleichung der Gehälter, die längst überfällig ist.”

Zusatzinformationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Leichtlohngruppe
http://de.wikipedia.org/wiki/Logib-D
http://www.equalpayday.de/

2 Kommentare

  1. 1
    Bettina Müller

    Hallo, bevor hier ein Mythos entsteht: Zwar liegt der durchschnittliche Bruttostundenverdienst von Frauen tatsächlich um 23% unter dem von Männern. Davon sind aber 2/3 strukturell begründet. Das Statische Bundesamt drückt es so aus:

    Die wichtigsten Unterschiede sind dabei die zwischen weiblichen und männlichen Arbeitnehmern ungleiche Besetzung von Positionen sowie die zwischen den Geschlechtern unterschiedlich ausfallende Berufs- beziehungsweise Branchenwahl. Darüber hinaus sind Frauen eher teilzeitbeschäftigt und tendenziell schlechter ausgebildet.

    Gründe sind im Wesentlichen also nicht “Stillschweigen” über Gehaltshöhen, sondern ganz offene und sichtbare Faktoren wie Ausbildung und Karriereentscheidungen.

    Nimmt man diese Faktoren heraus, bleiben bei gleicher Qualifikation und Tätigkeit 8% Gehaltsunterschied. Aber auch das gilt nur als Obergrenze, so das Stat. Bundesamt,

    als einige weitere Faktoren, die zur Erklärung des Verdienstunterschieds beitragen könnten, in der Analyse nicht berücksichtigt werden konnten, da die entsprechenden Angaben nicht vorlagen.

  2. 2

    Hirnloser, linksfeministischer Lügen- Agitprop wie dieser ist der Grund dafür, warum ich die Piraten NICHT MEHR wähle!
    Blockflötenparteien gibt es schon genug!

Was denkst du?