du hast mir am Freitag nachmittag eine E-Mail geschickt, in der du dich in einer offensichtlich sehr verärgerten Stimmung über ein Mitglied der Fraktion beschwerst.

Ich dachte zunächst, dass dies ein Ausrutscher ist, den du noch korrigierst.

Deshalb, und weil ich gerade im Hauptausschuss in den Beratungen für den Landeshaushalt 2012/2013 für Berlin saß, und am nächsten Morgen eine Reise nach Schleswig-Holstein geplant hatte, um dort im Wahlkampf zu helfen, reagierte ich zunächst nicht auf deine E-Mail.

Als dann keine weitere Reaktion von dir erfolgte, wusste ich auch zunächst wenig mit der E-Mail anzufangen. Ich schlief nicht nur eine Nacht darüber. Dann reifte der Entschluss, dass hierauf nur eine öffentliche Reaktion erfolgen kann, damit die unterschiedlichen Positionen  und vielleicht vorhandenen Missverständnisse ausgetauscht werden können.

Du siehst es offenbar auch als meine Aufgabe als Vorsitzender einer Piratenfraktion in einem Landesparlament an, für die Äusserungen einzelner Mitglieder dieser Fraktion Verantwortung zu übernehmen.

Das sehe ich anders.

Jedes Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, und insbesondere jedes Mitglied der Piratenfraktion ist sich inzwischen sehr deutlich der Verantwortung bewusst, welche mit der Annahme des Mandats eingegangen wurde. Ganz besonders betrifft das auch den Bereich der öffentlichen Äusserungen der Fraktionsmitglieder, wie wir in der ersten Zeit ja eindrücklich gelernt haben.

Als Fraktion wollen wir im Abgeordnetenhaus die Möglichkeiten jedes einzelnen Abgeordneten sogar noch ausbauen, und haben dazu in der Fraktion beschlossen, eine Verfassungsbeschwerde einzureichen. In einem von uns beauftragten Gutachten wurde festgestellt, dass das Recht, Anträge ans Plenum des Abgeordnetenhauses zu stellen, auch einzelnen Abgeordneten zugestanden werden muss. Damit kommt auf jedes Mitglied des Abgeordnetenhauses eine noch größere Verantwortung zu. Das verträgt sich jedoch nicht mit den sechs Sätzen in deiner E-Mail.

Offensichtlich gibt es hier grundsätzlich verschiedene Ansichten darüber,  was Verantwortung angeht, und wie mit unterschiedlichen Positionen umgegangen werden soll. Du hast dich als Bundesvorsitzender an mich als Fraktionsvorsitzenden gewandt, um das Verhalten eines Mitglieds des Landesverbands Berlin zu kritisieren, der auch Mitglied der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin ist. Grundsätzlich finde ich es richtig und gut, wenn Kritik geübt wird. Allerdings sollte diese dann auch an den richtigen Adressaten gerichtet sein.

Stellvertreterdiskussionen finde ich schlecht. Daher schlage ich vor, dass du mit unserer Fraktion dieses Thema einmal gemeinsam diskutierst. Gerne auch bei einem Termin im Abgeordnetenhaus,  du bist ja öfters in Berlin. Falls das nicht möglich sein sollte, in Mumble. Mach einfach einen Terminvorschlag, unseren Kalender findest du hier: https://www.piratenfraktion-berlin.de/kalender/

Deine E-Mail habe ich übrigens meinen Kollegen im Fraktionsvorstand weitergeleitet. Veröffentlichen werde ich sie nicht, obwohl sie als Diskussionsgrundlage hilfreich wäre. Gerade auch deshalb, weil erst dies eine Veränderung der Dinge zulässt, die du ansprichst.

Gruß,
Andreas

96 Kommentare

  1. 1
    Volker Kamin

    Warum ist das jetzt ein offener Brief?
    Entweder mache ich einen Sachverhalt ganz öffentlich, damit sich die Öffentlichkeit ein Bild machen kann, oder man lässt es bleiben und antwortet einfach nicht-öffentlich auf eine Mail.
    So bin ich kein Stück schlauer, habe aber den Eindruck, dass sich Landesfraktion und Bundesvorsitz gegenseitig ans Bein pinkeln wollen. Ich kann mir aber kein Bild machen, worum es überhaupt geht.
    So kombiniert man also die Nachteile von Transparenz und Intransparenz?

    • Die Aussage ist doch eigentlich ganz klar:
      1. Die Fraktion hat keinen „Chef“, der die anderen Fraktionsmitglieder Maßregeln würde.
      2. Jeder Abgeordnete ist für seine Dinge selbst verantwortlich.
      3. Sebastian Nerz hat entsprechend seine eMail aus Sicht von Andreas Baum falsch adressiert.

      Was jetzt genau war und wer aus der Fraktion sich aus Sicht von Sebastian zu kritisieren ist, ist für diesen Post hier sekundär, da dieser Post wohl nur zeigen soll, daß die Piratenfraktion Berlin nicht hierarchisch arbeitet, sondern als freiwilliger und gleichberechtigter Zusammenschluss von Piraten.

      • Wenn es keine Hierarchie gibt, wie kann „Andreas“ dann >>Vorsitzender<>Vorsitzender<< ist, gibt es doch eine Hierarchie, zumindest auf dem Papier.
        Dann hat sich eben "Sebastian" an der Papier – Hierarchie orientiert und "Andreas" orientiert sich an der 'gelebten' (?) Nicht-Hierarchie. 'Richtig' oder "Falsch' ist beides, je nach Sichtweise.
        Und um so einen offensichtlichen Sachverhalt muss man so einen Wind machen? Na, gute Nacht.

      • Genau das hätte Andreas aber auch direkt in einer E-Mail Sebastian mitteilen können. Dazu brauchte es kein öffentliches Post, aus dem nun die Medien gleich wieder einen „Machkampf bei den Piraten“ machen können … 🙁

        • Ach, das sollte kein Machtkampf sein? Und der Hinweis auf die Verfassungsbeschwerde etc. kein „Wahlkampf“?

          Dann muß ich wohl meine Ausbildung in Textanalyse revidieren.

          Für mich ist das ein Positionierungskampf – „schau, was ich alles mache, ich bin der unumstrittene Alpha hier, meine Position ist wesentlich wichtiger als Deine, und wenn Du etwas willst, kommst Du zu mir!“

          Daß „flache Hierarchien“ dazu führen, daß anstelle formell definierter Hierarchien ein Hauen und Stechen um die informellen Hierarchien beginnt und mangels Formalia die Hierarchien sehr vehement verteidigt werden, also alles in eine einzige Kungelei ausartet, ist von den GRÜNEN und so ziemlich jeder anderen Gruppe bekannt. Es ist reine Augenwischerei, wenn Piraten denken, sie seien da „bessere Menschen“.

          Irgendwo schade. Die meisten Abgeordneten sind eigentlich recht kompetent und brauchbar, trotz rhetorischer und/oder Umgangsschwächen. Aber das „Infighting“ bei den Piraten wird leider immer extremer und macht sie handlungsunfähig.

  2. 2
    Interessierter

    Und warum muss das jetzt ein offener Brief sein? Indem der Inhalt der eMail nicht bekannt wird, allerdings öffentlich daraus Forderungen/Wünsche abgeleitet werden, wird doch dem Ansehen Eures Parteivorsitzenden geschadet. Macht entweder die besagte Mail UND diese Antwort öffentlich, oder klärt diesen Konflikt zwischen Euch. So nützt das nicht der Allgemeinheit, und schon gar nicht Eurer Partei. Geht doch angemessen, und erwachsen mit Euch um, damit man Euch wählen kann. Bloße Transparenz zeigt irgendwann nur noch Konflikte, damit Ihr als Partei Erfolg haben könnt, muss jeder ein gewisses Maß Selbstdisziplin wahren, wenn es um den Umgang miteinander geht.

  3. 3

    …ein „offener“ Brief, ohne inhaltliche Aussage. Hier muss der Sinn und Zweck eines offenen Briefes mal erörtert werden. Nicht sehr transparent!

  4. 4

    Oh bitte, lasst doch diesen Unfug.
    Ein offener Brief in dieser Sache ist sicher nicht sehr produktiv.

  5. 5

    Uhm… Es ist so ein bischen schwer nachzuvollziehen um was es geht. Offene Kommunikation ist toll, man sollte sich aber überlegen, ob der Empfänger (also hier die Öffentlichkeit) versteht um was es geht 😉

  6. 6

    Hat da wohl jemandem die letzte Maybritt Illner-Sendung nicht gefallen?

    • Der Nerz muß weg, der ist doch nur in die Piratenpartei eingetreten, um Karriere zu machen, man der Typ war mehrere Jahre in der CDU!!

      Und dann haut er Anfang Januar raus, seine Traumkoalition wäre mit der FDP(!!!) und mit den Grünen(!!!) – die Linkspartei erwähnt der konservative EX-CDUler nicht einmal!

      Also, weg mit Nerz, der macht nur Ärger und passt nicht zu den Piraten, schon gar nicht als Bundesvorsitzender!

      • Inwiefern macht Herr Nerz ’nur‘ Ärger? Ich dachte, Piraten wären da etwas toleranter, was Meinungen angeht. Er kann gerne seine Meinungen vertreten, ob ich jetzt teile oder nicht. Im übrigen finde ich auch, daß es wenig hilfreich ist, hier nur einen Teil öffentlich zu machen. Entweder ‚ganz‘ oder ‚gar nicht‘.

      • Wegen deines Namens nehme ich mal an, dass das als sarkastisches Verbalzündeln gedacht war.
        Wir lernen daraus: Sarkasmus funktioniert im Netz nur mit tagging oder wenn es jeder vom Autor eh so erwartet (z.B. auch bei Fefe).

  7. 7

    Ein Offener Brief ist nicht ein Blogeintrag. Ein Offener Brief wird auch an den Empfänger versendet. Wurde das gemacht?

    Das liest sich so „Lieber Sebastian. Du hast mit geschrieben. Ich habe überlegt wie ich reagiere und habe nicht reagiert. Du hast nicht nochmal geschrieben. Ich poste das nun auf dem Blog“

    Um was es konkret geht? Fehlanzeige
    Ein Hinweis an Sebastian: Ich fühle mich nicht zuständig. Oder: Ich erwarte mehr von dir an Input. Fehlanzeige.

    Insofern wirft das für mich eher schlechtes Licht auf den Verfasser. Er scheint nicht an der Sache an sich interessiert zu sein. Sonst hätte er das anders gemacht.

    • Bastian Jeske

      Man merkt, Sie haben den Text nur teilweise gelesen. Beide von Ihnen angeführten Punkte, welche angeblich „Fehlanzeige“ sind, wurden im Text angesprochen. Allerdings recht spät, wahrscheinlich war die Aufmerksamkeitsspanne in diesem Fall nicht lang genug.

      Ein offener Brief kann und darf jeder verfassen. Von mir aus auch mitten im Gespräch damit anfangen. Ich als Teilmenge der Öffentlichkeit fühle mich allerdings ebenfalls mehr schlecht als recht informiert, die Offenlegung der kompletten Kommunikation wäre hilfreich ist aber schon per Recht Entscheidung des Offenlegenden und unterliegt sicherlich nicht meinen Wünschen.

      tl;dr
      Contra Nerz und „flüchtiges lesen“, pro Berlin – sowieso!

      MfG
      Basti

  8. 8

    @$Vorposter: bei den Piraten geht es immer auch um Strukturen, Prozesse, nich? Davon wird durch Andreas‘ offenen Brief einiges transparent gemacht. Allein schon dadurch findet er seine Berechtigung und fordert uns zum Mitdenken auf.

    Ob sich der piratenweit noch längst nicht ausdiskutierte Transparenzbegriff hier auch auf den Inhalt von S.N.‘ Mail ausdehnen lassen soll, ist in der Tat eine interessante Frage. Möglicherweise sollten wir die Veröffentlichung aber auch dem Sender der Mail überlassen. Oder es morgen in der Bild nachlesen – wen’s interessiert… Alle anderen machen sich Gedanken über Strukturen und Prozesse.

  9. 9
    Jacky Neiwel

    Es ist doch relativ klar ersichtlich um was es geht.

    Während Sebastian Nerz der Meinung ist, dass die Partei sich auch in abweichenden Positionen zusamen finden sollte, soweit es möglich ist(Quelle: Abschlussrede Bundesparteitag) Will sich die Berliner Piratenfraktion am liebsten überhaupt nicht über ihre Positionierung klar werden, sondern findets okay, wenn ein Dutzend unterschiedliche Stimmen abgegeben werden. Diese Art von Streitkultur führt nun zum Konflikt bei einer Person, die gewählt wurde um die Partei auf Bundesebene quasi zusammenzuhalten.

  10. 10
    Tobias Hanika

    @Rüdiger
    Ich kann dir nur beipflichten. Der Transparenzbegriff sollte mehr definiert werden, bzw. müssen wir, die Partei, uns darüber klar werden was wir unter Transparenz verstehen. Persönliche Auseinandersetzungen gehören mit Sicherheit nicht dazu.

    Desweiteren wäre eine Diskussion zu Strukturen und Prozessen der Öffentlichkeitsarbeit, bzw. zum Umgang mit den Medien wünschenswert. Einen Anstoß in der Richtung gab es ja bereits in der gestrigen Ausgabe der FAZ .

  11. 11

    gerade bin ich zur Überzeugung gekommen der Lauer hört auf die Piraten zu einer Komikertruppe zu disqualifizieren fettes Lob zum FAZ Interview und NTV Gespräch dann diese Kindergartenveranstaltung.Merkt ihr es noch?

  12. 12

    Lieber Andreas,

    ich bin mir nicht sicher, ob die Kommunikation über Blogs unbedingt die beste Verfahrensweise ist.

    In meiner E-Mail hatte ich mich darüber beschwert, dass einzelne Abgeordnete der Fraktion in Berlin sich denkbar unkonstruktiv mit der Piratenpartei auseinandersetzen. Dies ging teilweise bis zum gezielten Mobbing gegen einzelne Beauftragte und Vorstandsmitglieder der Piratenpartei Deutschland.
    Mich erfüllt das mit Verwunderung. Wir sind *eine* Partei und wir sollten *zusammenarbeiten* und nicht gegeneinander.

    Du bist Vorsitzender der Fraktion in Berlin. Damit bist Du aus meiner Perspektive der ganz natürliche Ansprechpartner für mich. Ich übergebe Dir damit keine Verantwortung für das Handeln der Abgeordneten, wohl aber für das Handeln der Fraktion. Und die Fraktion hat bislang zu den Kommentaren einiger Abgeordneter geschwiegen.

    Und ich bin als Bundesvorsitzender auch dafür verantwortlich die Beauftragten der Piratenpartei ein Stück weit zu verteidigen. Wer seine Freizeit für die Partei opfert, den sollten wir nicht im Regen stehen lassen.

    Aus meiner Sicht wäre es wünschenswert, wenn die Abgeordneten der Piratenpartei in Berlin sich darüber im Klaren würden, dass sie in einer exponierten Stellung sind. Ihre Äußerungen – auch über Twitter oÄ – werden öffentlich wahrgenommen. Kein Abgeordneter würde es tolerieren, wenn der Bundesvorstand sich bspw. am Mobbing gegen einzelne Abgeordnete beteiligen würde oder wenn wir uns in interne Angelegenheiten der Fraktion (bspw. die Raumvergabe der Abgeordneten) einmischen würden. Aber entsprechende Rücksichtnahme und Respekt würde ich mir auch von Seiten der Abgeordneten wünschen.

    Ich bin sogar noch einen Schritt flexibler: Kritik ist völlig in Ordnung. Verbesserung kann es nur durch Kritik geben. Aber Kritik sollte sachlich sein. Und man sollte – gerade als exponiert in der Öffentlichkeit stehender Abgeordneter – auch eine Entscheidung akzeptieren. Egal ob man die Entscheidung gut oder schlecht findet oder ob man die Person nun persönlich schätzt. Drohungen im Stil „Wenn xy passiert, dann gibt es Krieg“ nutzen da nichts.

    Und ja, meiner Meinung nach ist es die Aufgabe der Fraktion, dass sie ihre Mitglieder auffordert, sich über ihre Öffentlichkeit klar zu werden. Das ist kein Maulkorb. Niemand verbietet den Abgeordneten sich zu äußern, die Partei oder den Bundesvorstand zu kritisieren. Ich begrüße das sogar, da wir alle an der Verbesserung unserer Arbeit interessiert sind. Und ich möchte dabei auch den Austausch fördern damit wir gegenseitig von unserer Erfahrung profitieren können. Aber man sollte sich immer im Klaren darüber sein, wie man das macht. Ständiges, unkonstruktives und unsachliches Bashing gegen einzelne Personen oder Entscheidungen verfolgt keine inhaltlichen Ziele. Es wirkt nur destruktiv und zermürbend sein, gerade wegen des zusätzlichen öffentlichen und partei-internen Gewichtes der Mandate. Von einem Abgeordneten wünsche ich mir mehr Professionalität.

    Bezüglich eines Treffens werde ich mich dann bald bei dir via PM melden, damit wir schnell einen Termin vereinbaren können. Ein persönliches Treffen ist natürlich immer besser. Ich freue mich auf den Austausch.

    Viele Grüße,

    Sebastian

    • Genau weil diese Kommunikation offen läuft wähle ich die Piraten. Hinterzimmermauschelei bekomme ich auch bei den anderen Parteien. Gerade diese Diskussionen lassen mich erkennen wem ich vertraue und wem nicht.

    • Patrick alias MarvinGS

      Sehr gute Reaktion, lieber Herr Nerz! Wäre mir selbst wahrscheinlich schwer gefallen…

      Bei dem öffentlichen Post auf eine private Nachricht bin ich ein wenig zwischen der gebotenen Netiquette und wichtiger Transparenz hin und her gerissen.

      Wir haben noch einen Weg vor uns, aber wir kriegen das schon hin!

    • Ich finde die Sichtweise von Sebastian etwas zweckorientiert vereinfachend. Sicherlich ist Andreas Vorsitzender der Fraktion in Berlin, aber diese Organisationsstruktur ist eine dem Abgeordnetenhaus inhärente und nicht die Struktur der Piratenpartei was ganz einfach daraus ersichtlich ist, dass die Fraktion sich diese Struktur selbst gegeben hat und nicht die Partei.
      Wenn es also um Fraktionsfragen geht wäre Andreas der richtige, aber es geht ja hier eher um Parteiräson. An dieser Stelle ist entweder Sebastian Nerz der, welcher Kraft seines Amtes direkt auf das Mitglied „herunterwirken“ kann, oder aber er bedient sich einer Parteifunktion in der Parteihierarchie (Bund, Land, Ort …).
      Das er dieses nicht gemacht hat hinterlässt bei mir einen schalen Beigeschmack weil es ein wenig so aussieht als wolle er ausloten wer hier wem, was zu sagen hat oder anders, wer die dickeren Eier hat.

  13. 13

    So sehr ich ich Andreas Baum schätze finde ich hat dieser offener Brief etwas von Kindergarten.Mas deutet Dinge an traut sie sich aber nicht ganz zu sagen,lässt die Öffentlichkeit im Unklaren und findet das so richtig.
    Entweder ist man wirkich transparent,zeigt das Problem auf oder man lässt es,
    da sonst die Öffentlichkeit so schlau wie zuvor ist und das Einzige was los ist,
    dass Sebastian Nerz schlecht dargestellt wird.

    Kinders das könnt ihr doch besser….

    • Das hat möglicherweise mit dem gesamten Parlament zu tun. Wenn man in dieser Atmosphäre hereinkommt färbt das vielleicht von den anderen Parteien etwas ab. Das Niveau der anderen Parteien ist ja nicht besonders hoch. Die Gefahr, dass man auf ein niedriges Niveau herunter gezogen wird ist ja permanent da.

      Ich finde es schon in Ordnung, wenn Andreas auf eine Art sagt, dass jeder für sich selbst sprechen kann.

      • auch rainer :-)

        geil: jetzt sind sogar die anderen parteien schuld an internem streit der piraten, weil sie ansteckend wirken. hmm, vielleicht sollte man nicht bei anderen organisationen suchen, sondern in der menschlichen natur?

  14. 14

    Ich stimme Volker Kamin vollkommen zu. Lass das, Andreas. Das ist kindisch.

  15. 15

    Was Sebastian sagt. Klare, offene Position, die Möglichkeiten eröffnet. Danke dafür.

  16. 16

    Also ich find beides nicht OK.
    – Der offene Brief ist so nicht OK, vielleicht braucht da jemand noch ein bisschen ein dickeres Fell.

    – Wer Probleme mit einem Abgeordneten hat soll entweder privat mit diesem direkt kommunizieren oder wenn hier kein weiterkommen ist ÖFFENTLICH den Fraktionsvorsitzenden kontaktieren. Soviel Transparenz muss sein. Mann könnte sonnst auf den Gedanken kommen das hier hinter dem Rücken von Piraten rumgekungelt wird und das wäre nicht OK.

  17. 17

    Oh gott was für eine schlechte Performance des Fraktionsvorsitzenden.

  18. 18

    Lieber tirsales, ich glaube du vermischt hier unnötig Amt und Funktion…
    Als Vorsitzender steht es dir frei dich schützend vor den Vorstand zu stellen, ebenso steht es dir frei auf ungerechtfertigte Kritik hinzuweisen.
    Was ich bedenklich finde, ist das du hier so tust, als wäre Andreas weisungsbefugt gegenüber seiner Fraktion.
    Ich dachte Fraktionszwang und Fraktionsdisziplin war, was die Piraten in Berlin aufbrechen wollten?
    War da nicht gerade was mit eingereichter Klage, das jeder Abgeordnete die gleichen Rechte wie die Fraktion hat?
    Du tust hier so, als hätte ein Piratenabgeordneter in der Partei Sonderrechte, die wir als basisdemokratische Partei bisher aber offen abgelehnt haben.

    Das man das jetzt öffentlich diskutieren muss, … naja,
    aber wir sollten das vllt. jetzt zu Beginn gleich mal klären, wie Fraktionen/Abgeordnete zu Partei/Vorstand stehen, mir scheint, da liegen auch viele nicht offen definierte Zuschreibungen auf der Lauer.

    (no pun intended)

  19. 19
    Christian Conrad

    Hallo Piraten,

    Ein Transparent ist ein Spruchband.
    Transparenz erfordert inhaltliche Durchlässigkeit.
    Ich lese Eure vorstehende Mitteilungen; „Spruch“ oder „transparent“?

    Piratengruß AHOI vom Pflanzpiraten

  20. 20

    ich finde den brief von rka sehr gut und stimme ihm voll zu. wer beim „chef“ petzen geht, übersieht, das jeder abgeordneter sein eigener chef ist.

  21. 21

    Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen. Das grenzt an Grundschulverhalten und hat rein garnichts mit Transparenz zutun.

    Habe mir diese Nacht die Videos zum BPT11 angesehen und da fällt mir gerade ein wie die Kandidaten das Thema Streit und Zwist ansprachen bzw. auf entsprechende Fragen antworteten.
    Insbesondere erinner ich mich daran das man sich zusammensetzt und Differenzen und Probleme in einem persönlichen Gespräch (wenn logistisch nicht möglich – dann über Mumble o. ä.) sachlich erörtert und freundlich klärt.

    Einen solchen „offenen Brief“ im Blog zu veröffentlichen zeigt für mich ein absolut unprofessionelles Verhalten und bestärkt nur unsere Kritiker.
    Wenn ich mit jemandem aus meinem Bekannten- oder Freundeskreis einen Disput habe rede ich ja auch mit ihm und schreibe nicht einen langen facebook Eintrag und hoffe das er ihn liest und darauf antwortet und vorallem – mache ich es nicht öffentlich. Das zeugt für mich nur von reiner Selbstdarstellung und Geltungsdrang.

    Vorallem ist deine Aussage (wie schon angesprochen) ohne jegliche sachlichen Grundlage da der Inhalt der eMail nicht bekannt ist.

    Dieses zeigt nur die, auch auf dem BPT11 angesprochene, Zerrissenheit in der Partei. Ja wir haben momentan Vorschusslorbeeren und erringen einen Erfolg nach dem anderen. Aber wenn in jedem Landesparlament, in jeder Fraktion oder sonstigen Organen die nunmal jetzt in der Öffentlichkeit stehen und dementsprechend viel mehr begutachtet werden solche Streitigkeiten nicht in einem persönlichen und vorallem – vertrauten – Gespräch ausgetragen werden sehe ich schwarz für eine mittel- bis langfristige Zukunft dieser Partei.

    Es geht hier nicht um Transparenz, nicht um irgendein Thema aus unseren Grundsätzen oder Programmen. Es geht ganz trivial um eine Meinungsverschiedenheit… vielleicht mal drüber nachdenken das man sich ein wenig erwachsener verhält (was man doch von einem Politiker in einem Abgeordnetenhaus/Landesparlament erwarten dürfte).

    Schlussendlich… sollte der Inhalt der eMail so brisant bzw. angreifend gewesen sein, so wäre ein kurzer Anruf zum Verständnis wohl die diplomatischste Lösung gewesen.

  22. 22

    »Ein jeder kehre vor seiner Tür!«

    Leider kann ich nicht nachvollziehen, welche(r) Abgeordnete Deine Kritik verursacht hat, Sebastian. Ob ich das nachvollziehen können müsste, entzieht sich ebenfalls meiner Kenntnis.

    Was ich allerdings an dieser Stelle beobachte, ist das Alt-Parteien-Syndrom, Kritik jeweils nur am (innerparteilichen oder außerparteilichen) Gegner zu äußern. Gern geben sich dabei die heftigsten Kritiker zugleich als Mimosen zu erkennen, die Kritik am eigenen Handeln nur zu gern als persönlichen Angriff verstehen und dann beleidigt schmollen. Ich kann da ganz beruhigt sein: Die Tatsache, das @gefionT @tirsales @schmidtlepp @laprintemps alle gleichermaßen mir auf Twitter blocken, zeigt zumindest, dass ich mich mit meiner Kritik nicht den innerparteilichen Konflikt-Linien unterwerfe.

    Aber ich wünsche mir doch, dass Du den LqFb-Bashing irgendwann einmal kritisch reflektierst und die Äußerungen unmittelbar nach Deiner Wahl zum Bundesvorsitzenden gerade rückst. Vielleicht habe ich es übersehen. Aber ich habe nicht den Eindruck, dass Du dieses System innerparteilicher kollaborativer Erarbeitung politischer Positionen bis heute verstanden und in seinen vernünftigen Dimensionen akzeptiert hast.

    Auch Dein und zahlreicher weiterer Ba-Wü-Piraten polemisches Auftreten gegenüber dem BGE stößt letztlich ins gleiche Horn.

    Die stets geringer werdende Transparenz in der Arbeit des Bundesvorstands, die Ihr jedenfalls mehrheitlich trotz intensiver Kritik nicht korrigiert habt, ist ein weiterer Meilenstein zu einem Politik-Verständnis, wie es den Gründern der Piratenpartei fremd war und gegen das sie zurecht mit der Parteigründung vorgehen wollten.

  23. 23

    Hm das klingt nicht gut. Allerdings finde ich es sehr schlecht wenn ihr beiden uns hier im Halbdunkeln lasst. Eine Email öffentlich zu beantworten, deren ursprünglicher Inhalt im Dunkeln bleibt ist nicht gerade die grundlegende Art der Transparenz die wir uns auf die Fahnen geschrieben haben und schreiben. Und das sollte auch so bleiben!

    Wenn wir hier jetzt schon Methoden aufziehen mit intrigierenden Emails usw, dann frag ich mich, was uns jetzt noch von den Parteien unterscheidet, zu deren Ablösung wir antreten? Was ist dann der Sinn an dem großen Unterfangen wenn wir all die Prinzipien über Bord werfen? Geht es hier jetzt schon um Parlamentssitze, -posten und -pensionen???

    Abscheulich!

  24. 24

    Eine Frage der Kommunikationskultur. Mailen in einer sensiblen Angelegenheit ist ungeschickt, ein offener Brief mindestens albern. Telefoniert doch einfach mal. Yes, you can!

    • Sensible Angelegenheiten gehoeren unter das Licht der oeffentlichkeit, wenn sie Bedeutung für die politische Arbeit haben. Daher ist ein öffentlicher und offener Brief imho genau das richtige. Wir bekommen sonst genau die hinterzimmermauschelei um derer Vermeidung Willen die Piraten gegründet wurden.

  25. 25
    Stinne und Spencer

    Ich kann mir nicht helfen, aber wir werden das Gefühl nicht los das hier parteiinterner Wahlkampf gemacht werden. Es gibt immerhin Kandidaten aus Berlin für den BuVo, oder hat zufällig jemand vergessen das zu erwähnen?

    Andreas, auch wenn du das nicht gern hören magst: Als Fraktionsvorsitzender hast du zumindest eine moderierende Aufgabe, und die solltest du im Sinne aller wahrnehmen – ein Blogbeitrag ohne Nennung der Originalquellen verbietet sich eigentlich.

    Stinner und Spencer

  26. 26

    Ich werde die Piraten wählen, wenn sie ihren basisdemokratischen Idealen treu bleiben. Dazu gehört für mich, dass eine Fraktion nicht von einer Person vertreten wird und als Ansprechpartner wahrgenommen wird. Ich erwarte von gewählten Abgeordneten für sich selbst zu sprechen und selbst die Verantwortung für ihr Handeln zu tragen.

  27. 27

    @Sebastian: Natürlich ist das was du forderst ein MAULKORB. Ein Maulkorb der in dieser Art und Weise auch in anderen Parteien praktiziert wird. Und ich dachte immer, die PIRATEN wollen einen anderen Politikstil pflegen…

  28. 28

    Ich als außen stehende Person finde die offenen Streitereien garnicht so übel wie ihr es immer darstellt.
    Das zeigt mir das ihr wirklich tranzparent seit und ich würde mir mehr Gedanken machen, wenn es überhaupt keine Streitereien geben würde.
    Leider wird es zur Zeit noch in der Öffentlichkeit negativ wahrgenommen, obwohl dies meiner Meinung nach ein beweis eurer Tranzparenz ist.

  29. 29

    Aber man kann schon mal die Öffentlichkeitswirkung von Mitgliedern des AHs diskutieren.

    Ich schätzte Christopher Lauer gerade wegen seinen pointierten Äußerungen, die auch nicht unbedingt auf meiner Linie sind. Enttäuschend ist es dann, wenn sich Piraten in Interviews über das Urheberrecht – wie heute morgen auf WDR5 – sagen lassen müssen wie zum Beispiel die Entlohnung von Künstlern über GEMA oder Internetanbieter wie ITunes oder Spotify aussieht. Da erwartet man doch, dass hier Abgeordnete der Piratenpartei besser vorbereitet sind. Ich denke das Interview war nicht gerade hilfreich als Wahlkampfhilfe für NRW und man sieht dass noch dringen Diskussionsbedarf in der Piratenpartei über das Urheberrecht besteht.

    Der Link für das Interview ist:

    http://www.wdr5.de/sendungen/morgenecho/s/d/04.04.2012-06.05/b/keine-kohle-fuer-die-kunst.html

    • Strombelberg

      Diskussionsbedarf?
      Das Interview zeigt, dass ein Christopher Lauer in der vermeintlichen Kernkompetenz der Piraten wie ganz alter Politiker daherquatscht und nur um den heißen Brei herumgeredet hat. Auf konkrete Nachfrage gab es, wie eigentlich immer, eine „Null-Antwort“.
      Also Herr Lauer, wie sagten Sie so schön: „Einfach mal die Kresse halten!“

  30. 30

    Ich finde man hätte sich vorher austauschen sollen und dann einen Bericht darüber veröffentlichen. Das hier ist meiner Meinung nach ein unprofessioneller Schlagabtausch.

  31. 31

    ich begrüße andreas‘ versuch, ein unter ausschluß der öffentlichkeit gemauscheltes zurechtrücken von parteivertretern durch seinen offenen brief zu unterbinden. mir zumindest hat sebastians antwort sehr gut gezeigt, in welche richtung er politik betreiben will – herkömmlich konservativ, wo in hinterzimmern besprochen wird, was die öffentlichkeit mitbekommt. und die öffentlichekit sind in diesem falle wir, nicht nur die medien. jeder, der sich hier mit „macht euren streit doch untereinander aus und belästigt mich nicht damit“ beschwert sollte sich darüber im klaren sein, daß dieser „streit“ kein persönlicher ist, sondern es sich hier um ein politikum handelt. und transparenz an deiser stelle heißt, daß wir davon informiert werden – und da ist es imo auch nicht unbedingt notwendig, den genauen wortlaut der mail zu veröffentlichen.

  32. 32

    Ich begrüße solche offenen Briefe und diese Form des Meinungsaustausches ausdrücklich.
    In einer Partei, die sich gegen Fraktionsdisziplin und überhaupt für die Freiheit der Meinungsäußerung möglichst in allen Lebenslagen positioniert, ist die Frage wie und in welcher Form exponierte Personen Kritik an Parteientscheidungen oder anderen Parteimitgliedern äußern sollen oder nicht sollen, durchaus politisch – der Disput darüber sollte öffentlich ausgetragen werden, solange er aus mehr besteht als reine persönliche Beleidigungen (was hier ja nicht der Fall war), und warum dann nicht in Form solcher offener Briefe.

    Schade nur, dass man aus dem ersten Blogeintrag von Andreas Baum gar nicht herauslesen kann, was eigentlich der Stein des Anstoßes war. Auch wenn man die ursprüngliche Mail nicht veröffentlichen will, hätte man die Kritik von Sebastian zumindest kurz zusammenfassen können – soviel Transparenz sollte dann schon sein. Sonst steht der offene Brief ja ziemlich alleine im luftlosen Raum und man weiß gar nicht um was es überhaupt geht.
    Bedauerlich jedenfalls, dass man die Welt Online braucht, in der gemutmaßt wird, dass es sich um Twitterkommentare von Simon Weiß betreffs Bundesvorstandsentscheidungen über die Bezahlung des bisherigen Pressesprechers handelt.

  33. 33

    Egal wie: Macht, dass das aufhört!

    Einmal kann so eine Kindergartenkacke passieren, aber sowas muss nachhaltig aus dem Weg geräumt werden.

    Wenn öffentliches Zerfetzen in dem Ausmaß keine Ausnahme bleibt, dann zerlegt ihr die Piratenpartei mitsamt ihren Inhalten.

    • Strombelberg

      Welche Inhalte?

      • Siehe Grundsatzprogramme und Wahlprogramme von Bundes- und Landespartei sowie die Anträge im Abgeordnetenhaus durch die Piratenfraktion. Danke.

  34. 34

    Es hätte ausgereicht wenn ihr diesen Konflikt telefonisch geklärt hättet und zu diesem Gespräch einen Blogeintrag verfasst hättet das wäre sowohl tranparent wie persönlich nicht verletzend gewesen.
    Es ist nicht in Ordnung in dieser weise auf eine E-Mail zu Reagieren.

  35. 35

    Wirklich super gemacht.

    Anstatt das in nem persönlichen Gespräch zu klären und dann z.b. ne gemeinsame Pressemitteilung rauszuhauen gibts kindergarten…

    und die medien springen da natürlich drauf an
    siehe:

    http://www.morgenpost.de/politik/article106155327/Offener-Schlagabtausch-spaltet-die-Piratenpartei.html

    wirklich eine superaktion.

  36. 36
    Außenstehender

    Die Piraten sind schlicht noch politische Kinder. Sie werden entweder lernen, nach dem politischen Betrieb zu leben, oder aufgrund ihrer Weltfremdheit sehr bald wieder eingehen.

  37. 37

    Selbstzerstörung 2.0
    Peinlicher geht es nicht. Hier sieht man wie die beschworene Transparenz an ihre Grenzen stösst. Eine Einladung an die Kritiker.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,825689,00.html

  38. 38

    Kühlt mal alle etwas runter bitte. Es erwartet niemand, dass sich in einer größeren Gruppe (hier: Piraten) alle gleich gut verstehen. Gelegentlicher Schlagabtausch gehört dazu. Und Meinung zu BGE und LQFB ja/nein sollte jedem selbst überlassen werden. Es wäre schließlich „Parteizwang“, wenn alle Piraten in Interviews das gleiche äußern würden. Ich bitte nur darum, eigene Meinung z.B. in Interviews explizit von Beschlüssen abzugrenzen, die die Partei gemeinsam getroffen hat.

    Und zur „Transparenz“, die viele hier fordern: Es wäre unverantwortlich von Hr. Baum gewesen, ohne Einverständnis von Hr. Nerz den ganzen Inhalt einer zunächst privat verschickten PM öffentlich zu machen. Von daher sind Andeutungen auf den Inhalt in Ordnung. Hr. Nerz sollte jetzt entscheiden, ob er den Inhalt seiner Mail veröffentlicht. Erst dann dürften Außenstehende wie ich erst ein eigenes Urteil bilden.
    Meine Meinung dazu ist: Die Sache ist politisch geworden, da müssen einfach alle Karten auf den Tisch, dann wie von Baum angeboten ein persönliches Gespräch am Besten mit Moderator, einem guten Essen und öffentlich.

    An alle: Respektiert Meinung von anderen, auch wenn dieser andere z.B. das BGE nicht so toll findet.

  39. 39
    Bastian Jeske

    Aus persönlicher Sicht muss ich vielen meiner Vorredner widersprechen. Sobald man sich von der Öffentlichkeit bezahlen läßt hat man ihr gegenüber auch eine gewisse Offenlegungspflicht. Beamte z.B. tragen Nummern, die sie eindeutig identifizieren. Nicht anders in der Politik. Solange ein Gespräch sich auch nur um diese dreht (niemand will wissen was Hr. Nerz zum Frühstück ißt), ist eine Offenlegung generell aktzeptabel. Auch die Vorgehensweise finde ich passend, Hr. Baum hat nur seinen Teil der Kommunikation veröffentlicht, ein völlig legitimes Verhalten. Verständlicher Weise ergibt die halbe Veröffentlichung eines Gespräches nur wenig Sinn, aber der Conterpart von Hrn. Nerz kann unmöglich von Hrn. Baum veröffentlicht werden. Die eMail war ja privat.

    Hr. Nerz hat seine eMail allerdings bisher noch nicht dem öffentlichen Auge präsentiert, was m.M.n. schon eine Menge über deren Inhalt aussagt.

    MfG
    Basti

  40. 40
    Captn Sharky

    Welcome to the real life…

  41. 41

    Was soll der Kindergarten?

    Seid ihr zu blöd oder schlicht zu unfähig, um einfach mal zum Telefon zu greifen und euch vernünftig zu besprechen?

    Solche öffentlich zelebrierten Machtspielchen nerven mich.

    • Das was du Nachtsitzungen nennst hilft mir bei der Entscheidung wen ich bei der nächsten Vorstandswahl wählen werde. Nerz wird es nicht sein.

  42. 42

    Ich finde es wirklich menschlich nicht in Ordnung auf einen privaten Brief öffentlich zu antworten.

  43. 43

    Kindergeburtstag unterm Totenkopf. Mal wieder.

  44. 44

    Kindergarten, hilft einem.

  45. 45

    Schade; gerade schien es, als ob sich mit Euren Erfolgen und Erfolgs-Prognosen eine Möglichkeit für viele politikverdrossene Menschen anbahnt, endlich mal wieder gern zur Wahl zu gehen, da beginnt Ihr auch schon mit der Selbstzerfleischung.
    So kann man nicht ernshaft auf Zugänge hoffen, wenn man sieht und liest, wie kindisch bereits jetzt im Stadium der Selbstfindung um Vormachtstellungen und Versorgungsposten gestritten wird.
    So wird das nichts mit dem großen Vertrauensbonus und man sollte wohl doch lieber abwarten, ob Ihr zu einer vertrauenswürdigen Zusammenarbeit findet. Ich würde es begrüßen.

  46. 46

    Es sollte überlegt werden, ob überhaupt private Emails zugelassen werden sollten, außer zu streng abgegrenzten Zwecken (z.B. bei Vertraulichkeit einer Sache).

    Die Kriterien, nach denen Eingaben priorisiert und abgearbeitet werden, sollten öffentlich nachvollziehbar sein.

    Der Fehler liegt meines Erachtens sowohl bei Sender als auch Empfänger.

  47. 47

    Alle die dies hier alls Kindergarten empfinden und es nervt schaut dan halt weg!

    Solange der streit nicht Persönlich ist würde ich gerne wissen worum sie sich streiten.
    Keinem sollte sein mundwerk verboten werden.
    Streitereien gehören einfach zum leben dazu, akzeptiert das mal.
    Mir ist es der streit auf Piraten art viel lieber als der der etablierten hinterverschlossenen türen wo ich mir keine eigene Meinung bilden kann.

    • Das ist doch schon längst eine persönliche Sache.

      Es sollte um Inhalte gehen, nicht um persönliche Querelen.

  48. 48

    Wenn Täter zu Op(f)ern werden

    Nerz hat in seiner Amtszeit weder den personellen (u.a. Lauer und Weisband) noch thematischen Zugpferden (u.a. BGE und Liquid Feedback) der Piratenpartei Rückenwind gegeben.

    Stattdessen nutzte er eifersüchtelnd jede Chance, den Visionären der Partei (Lauer & Weisband haben Liquid Feedback maßgeblich gepusht) den Wind aus den Segeln zu nehmen.

    Den provozierten Gegenwind jetzt als Mobbing umzudeuten zeugt von Dreistigkeit und Realitätsverlust.

    Ich hoffe auf eine schwarmintelligente Antwort auf solch destruktives Verhalten auf dem kommenden BPT.

  49. 49

    Was hat das Amt eines Fraktionsvorsitzenden für einen Sinn, wenn er nicht auch stellvertretend für die Fraktion ansprechbar ist. Der Bundesvorsitzende einer Partei hat mehr zu tun, als sich um das Kleinklein einzelner Piratenmitglieder zu kümmern. Wie soll das für den Bundesvorstand zu bewältigen sein, wenn die Piraten in 16 Länderparlamenten sitzen?

    • Ich glaube, die Parlamentsverwaltung verlangt, dass Fraktionen einen Fraktionsvorsitzenden als Ansprechpartner bestimmen.
      Ansonsten können die Fraktionen aber selbst bestimmen welche Stellung sie dem Amt des Vorsitzenden zubilligen – bei den meisten etablierten Parteien ist’s der Fraktionszuchtmeister, kann aber auch ein „primus inter pares“ oder wie bei den Piraten eher ein „pars inter pares“ (ein „Gleicher unter Gleichen“) sein.

  50. 50

    Ich bin ja nur Gast hier, aber ich glaube nicht, dass sich Piraten-Wähler davon abschrecken lassen, dass zwischen Berliner Piraten und dem Bundesvorstand gestritten wird. Dass ist doch genau die Transparenz, die von Piraten erwartet wird.
    Allerdings fällt es mir schwer zu glauben, dass dieser „offene Brief“ nicht als eine Art Angriff gedacht war. Hoffentlich aber aus inhaltlichen Beweggründen (Transparenz) und nicht um den eigenen Bekanntheitsgrad hochzuhalten.

  51. 51

    Als quasi Außenstehender würde mich interessieren, warum irgendjemand ein Interesse haben sollte, in dieser Partei ein führendes bzw. repräsentatives Amt zu übernehmen. Hier werden doch, so habe ich zumindest den Eindruck, auch ständig Maulkörbe vergeben, nur in der Hierarchie von unten nach oben; à la: „Du darfst nicht mehr sein als eine Sprechmaschine der Parteibeschlüsse.“ Zudem wird man offenbar auch noch ständig öffentlich angefeindet; die Motivation, diese Partei öffentlich zu vertreten, bleibt mir rätselhaft.

    • Ganz einfach: wenn man die Ziele der Piraten gut findet und ihnen (den zielen, nicht den Piraten) zur Umsetzung verhelfen will.

      Repräsentanten, die das für den eigenen Vorteil tun, waren mir schon immer suspekt.

  52. 52
    Günter Grass

    coole PR Ation, weiter so 😉

  53. 53

    @Gast: +1
    Bei den anderen Parteien geht es sicher genauso ab oder schlimmer – wenigstens hat man bei den Piraten die Möglichkeit sich einen eigene Meinung zu bilden.

  54. 54
    Andreas Schmitt

    Also Andreas,

    das Ganze öffentlich zu machen – und vor allem auf DIESE Art, ist unmöglich…
    Gerade alle Piraten in leitenden Positionen und im Blick der Bevölkerung sowie der Presse sollten sich erwachsen verhalten und nicht wie Du und Sebastian Nerz.
    Wenn das so weitergeht, trete ich wieder aus, denn dann ist die PiratenPartei nicht anders als die etablierten Parteien.

    Ein enttäuschter Pirat

    • Logik ist nicht gerade deine Stärke: ((WENN a DANN b) DANN c) bitte mal selbst ausfülle, darüber nachdenken und erwachsen werden.

  55. 55
    Politikbetrachter

    Warum passiert, dass hier alles kurz vor dem Bundesparteitag? Kann es sein, dass es die Tatikt von Andreas Baum ist, eine Berlinerin in das Amt des Vorsitzende einzusetzen? Ich denke, damit wird meiner Meinung nach, der unfähigen und nach meiner Meinung auf Kariere und Macht bedachte Julia Schramm Hilfe geleistet, weil sie an dem Streit nicht beteiligt ist. Ich hoffe sehr das Bernd oder Sebastian Bundesvorsitzende bleiben. Von mir aus auch mit einem Rollentausch, Bernd wird erster und Sebastian zweiter. Sebastian hat viel dazu beigetragen, dass die Piraten von den Medien ernst genommen werden, man kann Ihn vielleicht nicht mögen, seine Ansichten vertrette ich auch nicht, er ist nicht Pirat genug wie ich meine, aber er hat sehr viel für die Partei getan und dafür hat er Respekt verdient. Ein Mensch der Arbeitet sollte auch geehrt werden. Guckt euch besser die Interviews von Herr Lauer an, das ist eigentlich mehr als peinlich wie unvorbereitet er in die Sendungen geht. Trotzdem ist er Lauer ein fleißiger Politiker der bemüht ist, seine Aufgaben im Abgeordneten Haus nach besten Wissen und Gewissen zu erfüllen. Jeder hat seine Schattenseiten sei es Sebastian, Andreas oder Marina. Man sollte einfach auch mehr Respekt vor der Leistung eines Politikers haben.

  56. 56

    Hm. Wozu braucht man einen Fraktionsvorsitzenden, wenn der keine weitergehende Verantwortung übernehmen will? Was tut der dann?
    Es ist doch wohl hoffentlich selbstverständlich, dass der Fraktionsvorsitzende die Abgeordneten zur Ordnung ruft, wenn die über die Stränge schlagen?

    • Es ist doch wohl hoffentlich selbstverständlich dass die letzte Instanz eines Abgeordneten sein gewissen ist und seine Wähler und nicht die Fraktionsführung.
      Wir sind hier bei den Piraten und nicht bei der CDU.

  57. 57

    Grundsätzlich finde ich es sehr erfrischend, dass ein solcher Austausch öffentlich und per Blog einsehbar stattfindet. Genau so wünsche ich mir Politik. Das ist nicht „Kindergarten“, sondern das ist der notwendige Austausch, der zu einem gemeinsamen Weg führen kann, oder zu getrennten Wegen, bei denen dann jeder weiß, warum er genau seinen Weg geht. Das ist gut.

    „Von einem Abgeordneten wünsche ich mir mehr Professionalität.“ – Genau so eine Aussage würde ich mir von einem Helmut Kohl oder von einem Gerhard Schröder erwarten. In der Piratenpartei arbeite ich deshalb mit, weil ich gerade NICHT möchte, dass Menschen, die anderen unprofessionelles Verhalten vorwerfen, an der Macht sind. Die Forderung an andere zu richten nach mehr Professionalität – ist in sich selbst unprofessionell. Eine solche Haltung kann sich kein guter Betrieb leisten, der motivierte Mitarbeiter will.

    Politik ist die Kunst, durch Reden und durch Überzeugen gemeinsame Wege zu finden. GENAU DAS ist die Aufgabe eines Vorsitzenden. Die Haltung des Forderns und Erwartens von Professionalität gehört nicht dazu. Professionalität bringt man. Und wenn man als Vorsitzender glaubt, dass sie irgendwo nicht gebracht wird, dann hilft man mit, dass sie entstehen kann.

    Das ist eine schwierige Aufgabe – und schnell ist man damit überfordert.

    Ich wünsche mir, dass Sebastian Unterstützung findet bei dieser Aufgabe, oder dass erselber (oder die Basis) erkennen, dass er diese Aufgabe nicht lösen kann und jemand anderes an seine Stelle treten sollte.

    Danke für’s Mitlesen.

  58. 58

    coole PR-Aktion?

    Herr Lauer sollte sich mal besser schlau machen anstatt minütlich über Twitter sämtlichen Müll zu posten.
    Dann könnte er beim nächsten Mal auch mit ARGUMENTEN gegen Politiker wie Kurt Beck mithalten.

  59. 59

    Nicht das falsch verstandene Transparenz zu überflüssigem Traffic führen würde. Das nächste Mal bitte in der Gala (ersatzweise Emma).

  60. 60

    Ich als Sympathisantin der Piraten finde diese Diskussion völlig in Ordnung.
    Es ist doch egal, wie Medien sich darüber äussern, ihr werdet eh noch viel
    Gegenwind in der nächsten Zeit bekommen, da müsst ihr geschickt durch.
    Durch solche Orwell-Themen punktet man viel eher:
    http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/international/cameron-liebaeugelt-mit-umfassender-ueberwachung-des-internets_1.16238915.html

    Denn unsere Konservative hätten so etwas ja auch gerne…

    Und ich empfinde – es ist nicht OK, wenn einzelne Abgeordnete zurück gepfiffen werden sollen. Vermitteln ja,aber nicht mehr.
    Basta-Politik gehört zu Altparteien, nicht zu euch.
    Das würde eher Stimmen kosten als umgekehrt…

  61. 61
    Schon länger im Geschäft

    Sehr geehrter Herr Baum,

    für Ihre zukünftige politische Karriere, sollten Sie beachten, dass auch in Zeiten von Twitter & Co, die Regel „erst denken, dann handeln“ zu berücksichtigen ist.

    Desweiteren sollten Sie „Ihrer“ Fraktion klar machen, dass man für Politik „Eier“ benötigt.

  62. 62

    Mal als Information was in der Mail stand, die Andreas bekomme hat:

    Hallo Andreas,

    Ich habe die Schnauze voll. Auf Twitter schießt jetzt wieder ein abgeordneter der Fraktion, aktuell Simon Weiss, gegen den Bundesverband bzw beauftragte der Partei.
    Das hat ein ende und zwar sofort. Es ist mir egal wie. Aber bring DEINER Fraktion mal beigebracht, was Verantwortung und elementare Regeln der Höflichkeit und des menschlichen miteinander sind.
    Weitere Ausfälle werde ich NICHT tolerieren.
    Grüße,
    Sebastian

    • Kaum nimmt das Piratenschiff richtig Fahrt auf, wird Kapitän Nerz seekrank und kotzt sich aus.

      Und die Kotze riecht auch noch nach CDU/CSU (= sozial-autoritär) statt nach Pirat (= sozial-liberal).

      Naserümpf…

    • Alter Schwede, Sebastian Nerz ist offensichtlich ein Karrierepolitiker.

      Ich frag mich wer von dem Mitgliedern den gewählt hat? Da ich erst später eingetreten bin werde ich nächstes Mal darauf achten ihn nicht mehr zu wählen. Wir sind ja nicht in China wo von oben eine Order kommt.

    • Lassen wir erst einmal Medienkompetenz walten. Wir wissen nicht, ob Sebastian das geschrieben hat. Oder ob Andreas das empfangen hat.

      *Wenn* das aber wirklich so war (ich hoffe das klärt sich noch auf), Sebastian, dann bringt dir DEINE Basis jetzt mal Benehmen bei indem sie solche Eingebildetheiten NICHT toleriert.

      Die Stärke der Piraten ist die offene Debatte. Wer eine hörige und folgsame Fraktion braucht und deren Applaus – findet dafür genügend Parteien.

    • Ich bin nur ein interessierter Leser und Verfolger dieser „Angelegenheit“, aber erlaube mir mal auch meine Meinung zu posten.
      Wenn das o.g. wirklich die Email von Sebastian war, dann Holla die Waldfee…dafür gibt es echt nur zwei Worte: Bosbach & Pofalla! Nur war Pofalla nicht so unfassbar unklug (oder nicht so unfassbar selbstgefällig), das Ganze auch noch schriftlich festzuhalten.
      In der Sache mag Sebastian ja gar nicht so unrecht haben, da stimme ich ihm sogar zu, aber der Ton…alter Schwede…und auch noch inklusive Drohung „nicht tolerieren“…Respekt.

      @ Sebastian: Wären wir in einem Unternehmen und Du wärst mein Chef, Vorgesetzter, wie auch immer…viel Spass mit meinen Anwalt und vor allem mit Deinem Chef. Fristlose Kündigung wäre wohl garantiert (in diesem Fall hier aber dann viel Spass mit Deinen Parteimitgliedern. Die können Dir ja kündigen)
      @ Andreas: Am Anfang fand ich Dein Vorgehen mittels eines offenen Briefes zu antworten mehr als unglücklich. Wenn man böses denken wollte, dann war das aber zumindest taktisch raffiniert. Nachdem ich aber nun die Ausgangsemail gelesen habe, muss ich sagen: Richtig so! Der Anwalt der „Untergebenen“ (Du verstehst das hoffentlich richtig) ist die Öffentlichkeit. Solch ein Kommunikationsstil geht überhaupt nicht und ist unter aller Sau!

      Prognose: Wenn sich die Email als authentisch erweist, muss Sebastian zurücktreten. Komplett und sofort!

      Also liebe Piraten, frohe Ostern
      Sascha

  63. 63
    Weg mit Nerz und den Karriesocken - kommt ALLE nach Neumünster!!!

    Linkslibertär oder Sozialliberal steht der kapitalistischen SED (CDUFDPSPDGRÜNE) diametral gegenüber.

    Wir brauchen dringend eine großangelegte Mobilisierung von Basispiraten nach Neumünster zum BPT. Zeit mal wieder die Köpfe abzuschlagen. Ich bin für eine Hartz-IV-Quote im Bundesvorstand, anders kann man die Karrieresocken wohl nicht draußen lassen.

    HAAAAAAAARRRRRRRR

    Siehe auch hier:

    http://www.radio-utopie.de/2012/04/05/aufstand-der-demokratie-fahigen-auch-in-der-piratenpartei/#more-64311

  64. 64

    @ spearmind: Ich bin gestern im SH-Büro gewesen und habe ein interessantes Gespräch mit Pressebeauftragtem Patrick geführt. Es ging um „Piraten und Promis“ und diesbezügliche Beiträge in der Yellowpress (auch dieses ist eine Zielgruppe!). Ich war verwundert, dass ich auf Verunsicherung i.S.v. „wollen wir das?“ stieß. Eine durchaus berechtigte Frage! Wäre das der richtige Stil?

    @ Anderl: Herr Lauer hatte doch ein paar gute Aussagen und Rückfragen retourniert?
    Nur warum „wirkte“ er in seiner Mimik so „komisch unkoordiniert“? Beck war sauber gecoached! Der hat seine künstliche landesväterliche Erregung präzise auf den Punkt gespielt.

    @ all: Und genau hier liegt bei den Piraten der Knackpunkt bei der transparenten Diskussion… wo ist der „Pirate Style“ ??? DASS eine offene Debatte stattfindet, DASS offene Briefe geschrieben werden und DASS auch persönliche Meinungsverschiedenheiten öffentlich ausgetragen werden, unterscheidet sich von anderen und bereichert die Meinungsbildung des Lesers.
    Aber: WARUM bedienen sich in diesem Kontext Piraten stilistisch ausgerechnet bei den Etablierten? Grabenkämpfe mit ähnlichen Formulierungen nachspielen?
    Ich fände die Idee einer „digitalen Sprachregelung“ sinnvoll. Bashing wird definiert und dann gelöscht oder ignoriert.
    Wenn es Kapitäne gibt, dann werden die ausschließlich mit konstruktiver und wohlwollender Kritik konfrontiert! UND Kapitäne müssen lernen, sich konstruktiv professionell zu verhalten!
    „Ich habe die Schnauze voll….Weitere Ausfälle werde ich NICHT tolerieren“ sind Formulierungen eines Kapitäns, der sehr ungeschult und unbedarft persönlich reagiert und denselben Fehler macht, den er anderen vorwirft. „Steilvorlage“ für die Gegner und „Stylevorlage“ von mir zum Nachdenken!
    Greetz Christian

  65. 65
    Phrasenkopierer

    Es ist schon ziemlich interessant, wenn eine Partei sich in aller Öffentlichkeit streitet, dass hat einiges an Unterhaltungswert und macht den Zuschauern richtig Spaß. Es wäre Lustig, wenn Nerz und Baum sich mal zu einem Termin verabreden und Live bei Twitter sich über dieses Thema streiten, und jeder der Lust hat darf sich daran beteiligen und sein Komentar abgeben.

    Es ist mir Lieber wir haben Leute wie Sebastian oder Bernd im Bundesvorstand sitzen als einen Lauer oder eine Schramm, die gerne sich in den Vordergrund spielen. So ein Streit schadet der Partei weniger als ein Interview von Christopher Lauer, der sich schon oft im Radio und Tv lächerliche gemacht hat, weil er total unvorbereitet gewesen war. Einen guten Politker habt ihr ja in Berlin einen guten Mann sitzen Martin Delius und ich hoffe das er auch bald im Bundesvorstand vertreten sein wird. Leider bekommt er aber auch oft von seiner eigenen Fraktion den Ärger ab. Wie es die Medien wissen.

    http://www.bz-berlin.de/thema/piraten/pirat-claus-brunner-in-streitlaune-article1429394.html

    • Die Kritik an den Berlinern mag gerechtfertigt sein.

      Sebastian aber gehört ausgewechselt. Imho hat er die ideeller Piraten nicht nur nichtverstandensondern übt in Hinterzimmern Verrat an der Idee. Ich will die parteidebatte nicht in Emails sondern in öffentlichen Blogs und auf twitter. Weil das bei den Piraten öffentlich passiert wähle ich Pirat und bin Pirat. Wenn wir das nicht fortsetzen muss die Basis wohl eine neue Partei gründen. Die nennen wir dann die transparenzpiraten.

  66. 66

    @Christian Pantel

    Transparenz hat nichts damit zu tun, sich gegenseit öffentlich zu bekriegen….

    Der Nerz soll die Koffer packen……….

    Lauer an die Macht!

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