Am 06.06.2012 findet zum zweiten Mal der Berliner Open Data Day statt. Zu diesem Tag, der ganz im Zeichen offener staatlicher Daten steht, zieht Alexander Morlang, Sprecher für Datenschutz und Informationsfreiheit der Piratenfraktion, Bilanz zu Open Data im Land Berlin:
„Mit dem Open-Data-Portal daten.berlin.de ist ein erster Schritt zu offenen Daten in Berlin getan. Eine Open-Data-Studie von Fraunhofer FOKUS hat ermittelt, wie die nächsten Schritte aussehen müssen. Berlin braucht einen Open-Data-Beauftragten und ein ressortübergreifendes Gremium, um das Prinzip Open Data auch in den Köpfen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung zu verankern und gemeinsam am Ziel der ‚maschinenlesbaren Stadt‘, also einer Stadt, in der mittels Programmierschnittstelle auf alle Daten und Akten des Staates und seiner Behörden von öffentlichem Interesse zugegriffen werden kann, zu arbeiten. Bislang ist Berlin noch weit davon entfernt, was nicht zuletzt an der Blockadehaltung des Senats liegt, der an veralteten Geheimhaltungsregeln festhält und immer neue hinzufügt. Es muss alles öffentlich sein, was nicht explizit geheim ist. Ein weiterer wichtiger Schritt wäre die Veröffentlichung von Gesetzen und Verordnungen in einem maschinenlesbaren Format.
Berlin braucht offene Daten mit freien Lizenzen, damit diese Daten sowohl kommerziell wie auch privat weiterverwendet werden können. Viele Zusammenhänge können erst nach Aufbereitung und eventueller Zusammenführung verschiedener Daten vorliegen – dafür müssen sie aber auch ohne große Hürden weiterverwendbar sein.“

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