Der Ausschuss Bildung Jugend und Familie setzte sich am Donnerstag (07.06.12) mit der Komplexität des Kinderschutzes im Land Berlin auseinander. Die Piratenfraktion beantragte im Rahmen des „Netzwerk Kinderschutz“ des Senats neben der Hotline Kinderschutz eine E-Mail Kinderschutz. Ausserdem sollten im Zuge der künftigen Reform der Lehrerbildung das Kinder- und Jugendhilfegesetztes als obligatorischen Seminargegenstand für das Lehramt implementiert werden. So können zukünftige Lehrkräfte auf Verdachtsmomente einer Kindeswohlgefährdung leichter professionell reagieren.

Hierzu sagt Susanne Graf, familienpolitische Sprecherin der Piratenfraktion:

„Es ist natürlich schön, wenn die Koalition unsere Anträge fast wortgleich übernimmt, leicht abändert und zur Abstimmung stellt. Noch schöner wäre es gewesen, wenn die Fraktionen der CDU und SPD über ihren eigenen Schatten hätten springen können und den Anträgen der Opposition zugestimmt hätten. Dies wäre ein deutliches Zeichen gewesen, dass man es mit der überfraktionellen Zusammenarbeit ernst nimmt. Da wir das politische Klein-Klein nicht weiter befeuern wollten, haben wir den Anträgen der Koalition jetzt zugestimmt und hoffen nun, dass wir weiter im Sinne der Betroffenen arbeiten können.
Bei allen guten Nachrichten bleibt doch anzumerken, dass die Personalprobleme in Berlins Jugendämtern bestehen bleiben. Die Anträge der Grünen und Piraten auf Aufhebung des Einstellungsstopps sowie auf die Einführung einer Fachkomission wurden abgelehnt.“

Fotos von Susanne Graf: http://www.flickr.com/photos/piratenfraktionb/sets/72157629232572786/

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