Der 26. Juni ist internationaler Weltdrogentag, an dem es um Aufklärung und Möglichkeiten, gegen den Missbrauch von Drogen vorzugehen, geht.

Zum Weltdrogentag am 26.06.2012 sagt Simon Kowalewski, drogenpolitischer Sprecher der Piratenfraktion Berlin:

„Der bisherige, vor allem repressive Ansatz in der Drogenpolitik hat den Rauschmittelkonsum bis heute nicht gesenkt, sondern vor allem der organisierten Kriminalität in die Hände gearbeitet. Insofern ist eine andere Herangehensweise vonnöten, die Suchtkranken hilft, Kriminalität bekämpft und Kinder und Jugendliche wirksam über Drogenkonsum und die Folgen aufklärt.

Gerade in Berlin sind die Auswirkungen der verfehlten Drogenpolitik deutlich zu spüren. Allein 2011 sind hier 114 Menschen an Drogenkonsum gestorben – bei den meisten von Ihnen waren wohl verunreinigte, gestreckte und im Wirkstoffgehalt schwankenden Betäubungsmittel die Todesursache. Viele weitere Menschen leiden unter gravierenden gesundheitliche Spätfolgen. Die Beschaffungskriminalität führt zu überdurchschnittlich vielen Einbruchs- und Diebstahldelikten. Die Folgen verfehlter Drogenpolitik treffen also potenziell alle Einwohner der Stadt.

Wir fordern daher, endlich den längst verlorenen „Krieg gegen die Drogen“ aufzugeben, den Handel vom Schwarzmarkt in legale Verkaufsstellen mit qualitativ hochwertigen Substanzen und wirksamen Jugendschutzvorkehrungen zu überführen und den kriminellen Strukturen somit ihre Haupteinnahmequelle abzuschneiden. Die durch den legalen Drogenverkauf gemachten Umsätze ließen sich problemlos besteuern. Zusammen mit den eingesparten Strafverfolgungskosten könnten diese Steuereinnahmen in sinnvolle Präventions-, Beratungs- und Unterstützungsangebote investiert werden.“

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