Aufgrund von Personalmangel verursacht durch den rigiden Sparkurs des Senats bei den Bezirken planen einige Berliner Bezirke wie z. B. Mitte, Eheschließungen außerhalb der Räumlichkeiten der Standesämter nicht mehr anzubieten. Auf eine entsprechende Kleine Anfrage des Abgeordneten Simon Weiß, ob der Senat hier in irgendeiner Form tätig werden wird, hieß es lapidar: Der Senat erkenne keinen Gesprächsbedarf.

Hierzu sagt Simon Weiß:

„Viele Paare, die in Berlin heiraten wollen, wünschen sich ein besonderen Ort für ihre Trauung. Diesem Wunsch nachzukommen, sei es nun auf dem Fernsehturm, einem Spreedampfer oder im Tiergarten, ist Aufgabe einer flexiblen und bürgernahen Verwaltung. Sollte es künftig aus Personalmangel nicht mehr möglich sein, heiratswilligen Paaren auch außergewöhnliche Orte anzubieten, wäre dies ein großer Verlust für eine Stadt, die sich rühmt, Individualisten eine Heimat zu bieten.
Die Piratenfraktion wird sich deshalb dafür einsetzen, dass den Standesämtern auch weiterhin genügend Personal zur Verfügung gestellt wird, damit dieses Angebot fortgeführt werden kann.
Dies wäre auch möglich, wenn man den Gebührenrahmen der Standesämter dahingehend anpassen würde, dass die tatsächlichen Mehrkosten einer Heirat an besonderen Orten abgebildet werden könnten.“

Links:

Kleine Anfrage von Simon nebst Antwort: https://redmine.piratenfraktion-berlin.de/issues/2304

Außenorte des Standesamtes Mitte: http://www.berlin.de/ba-mitte/org/standesamt/aussenorte.html

6 Kommentare

  1. 1

    Diesen Heiratservice an individuellen Orten sollten die Standesämter gegen Gebühr anbieten, schließlich handelt es sich um Extrawünsche der zu Trauenden, aber nicht streichen.

    Liebe Piraten seid nicht zu sozialliberal! Sondern auch ein bisschen wirtschaftsliberal! Man kann nicht alle Kosten auf Staat und Steuerzahler abwälzen.

    • Der letzte Teilsatz stellt klar, dass wir natürlich die zusätzlich entstehenden Kosten auch weiterreichen wollen: Dies wäre auch möglich, wenn man den Gebührenrahmen der Standesämter dahingehend anpassen würde, dass die tatsächlichen Mehrkosten einer Heirat an besonderen Orten abgebildet werden könnten.“

      • Ich lese aus dem letzten Teilsatz lediglich heraus, es gehe um eine transparente Dar- und Aufstellung der Kosten der Standesämter, nicht dass zusätzlich entstehende Kosten in Gebühren umgelegt würden. Aber vielleicht ist das bereits so und ich kenne mich in der Materie zu wenig aus. 🙂 Bin unverheiratet.

        • Keine Problem, das BA-Mitte weißt dies deutlich aus: Bitte beachten Sie die zusätzlich entstehenden Verwaltungsgebühren
          Diese reichen aber anscheinend nicht aus um den Service bei der derzeitigen Finanzierung durch das Land aufrecht zu erhalten.

  2. 2

    Na ja, aber wäre eine exquisite Eheschließlung ein Luxusgut, sprich allein vom Brautpaar auch beim Standesamt finanziert, fände ich das sozial.

  3. 3
    Jacky Neiwel

    Es muss ja auch nicht jedes Standesamt anbieten! Reicht doch bestimmt, wenn man eines grade auf solche Fälle spezialisiert mit extra sportlichen Standesbeamten und dann sind die Paare auch bereit dafür entsprechend zu bezahlen, und die werden Deutschlandweit heranreisen um sich zu trauen!

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