Die Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Mitte hat gestern, trotz tierschutzrechtlicher Bedenken und mieserabler Haushaltslage, der weiteren Gefangenschaft von Schnute und Maxi zugestimmt. Die Berliner „Stadtbären“ verbleiben im Bärenzwinger am Köllnischen Park, obwohl mehrere Auffangstationen angeboten haben, die Tiere kostenlos in ihre Obhut zu überführen.

In mehreren Anfragen hat der umwelt- und tierschutzpolitische Sprecher der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus,Philipp Magalski, zuletzt in der gestrigen Plenarsitzung, den Senat aufgefordert, Farbe zu bekennen, um der nicht tiergerechten Unterbringung entgegenzuwirken.

Hierzu sagt Philipp Magalski:

„Mit dem Verweis auf die Zuständigkeit des Bezirks und das Alter der Bären stiehlt sich Senator Heilmann hier aus der Verantwortung und lässt es geschehen, dass die Bären weiterhin auf kleiner Fläche und ohne Chance auf angemesseneNachtaktivität und artgerechte Beschäftigung im Bärenzwinger vor sich dahinvegetieren müssen.Die Bären, die schon hospitalistische Züge erkennen lassen, sollten am Ende ihrer „Dienstjahre“ für das Land Berlin, den wohlverdienten Ruhestand in einem weitläufigen Bärenpark verbringen dürfen, so wie es im Übrigen auch der Landestierschutzbeauftragte fordert.

Auch wenn der Senat betont, dass nach Maxi und Schnute keine weiteren lebenden Wappentiere in Berlin mehr zur Schau gestellt werden sollen, ist es überdies fahrlässig, dass Bezirk und Land diese Chance vertun, da sie die damit mehr als 90.000 € im kommenden Jahr einsparen könnten.“

Links:

Grundsatzprogramm Tierschutz der PIRATEN Berlin: http://berlin.piratenpartei.de/2011/08/05/grundsatzprogramm-tierschutz/

Info: http://baerenzwinger-berlin.de/wp/

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