Pressemeldungen zufolge zweifeln die am Bau des BER beteiligten Baufirmen an der Liquidität der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg. Die Planungen und Baumaßnahmen für den Weiterbau an der Großbaustelle können im Moment nicht weiter vorangetrieben werden.

Das sagt Martin Delius, Vorsitzender des Untersuchungsausschusses BER und Mitglied der PIRATEN im Berliner Abgeordnetenhaus:

„Das Krisenmanagement der Verantwortlichen und vor allem des Regierenden Bürgermeisters hat die Verhandlungsposition der Flughafengesellschaft nachhaltig geschwächt. Schon die Entscheidung zur Entlassung der Generalplaner hat die Fortführung der Bauarbeiten massiv gefährdet. Den Vogel schoss allerdings der Aufsichtsratsvorsitzende Wowereit ab, als er öffentlich die Baufirmen selbst für die Verschiebung der BER-Eröffnung verantwortlich machte. Für einen solchen Bauherren will niemand gerne arbeiten. Der neuen technischen Leitung unter Horst Aman wurden seit ihrem Antritt Knüppel zwischen die Beine geworfen. Dass jetzt die Baufirmen an der finanziellen Standfestigkeit der Flughafengesellschaft zweifeln, ist nachvollziehbar. Dieser erneute Vorfall zeigt einmal mehr, dass ernsthaft darüber nachgedacht werden muss, ob fachfremde Politiker wirklich in Aufsichtsräte gehören.

Eines der größten Probleme des Flughafens BER ist, dass er von Wowereit zur Chefsache erklärt wurde. Es ist jetzt dringend notwendig, dass sich der Aufsichtsratsvorsitzende mit Äußerungen in der Öffentlichkeit zurückhält, um der Flughafengesellschaft nicht noch weiter zu schaden und um die Fertigstellung des Flughafens nicht weiter zu gefährden.“

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