Zur Begleitung der Arbeiten rund um die Aufklärung des BER-Desasters startet heute die Online-Dokumentationsplattform BERwatch. Wir bieten damit eine stark vernetzte Ansicht auf diese komplexen Vorgänge und wollen so die Arbeit des Untersuchungsausschusses unterstützen.

Die Plattform wird einen Beitrag dazu leisten, Vorgänge, handelnde Akteure und relevante Handlungsfelder besser einordnen zu können. Das System baut stark auf das Crowdsourcing-Prinzip. Wir hoffen auf die Mitarbeit möglichst vieler Menschen, die Informationen einbringen, öffentlich bearbeiten und so helfen die komplexen Unterlagen zu bewältigen.

Über vielfältige und zielgenaue Kommentarmöglichkeiten erhoffen wir uns, vom Wissen der Berlinerinnen und Berliner und weiterer in das Projekt involvierte Personen profitieren zu können und Anregungen für lohnenswerte Untersuchungsschwerpunkte und Hinweise auf Ungereimtheiten oder relevante Sachverhalte zu erhalten. Dies ist selbstverständlich auch anonym möglich.

screen_berwatch_homeErreichbar ist das System ab sofort unter  https://ber.piratenfraktion-berlin.de ].

Auf der Webseite befindet sich eine Chronologie der wichtigen Ereignisse rund um den Flughafenbau, eine Auflistung der relevanten handelnden Akteuren aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie eine Strukturierung nach inhaltlichen Themenfeldern, z.B. „Terminliche Planung / Verschiebungen“ oder „Lärmschutz / Flugrouten / Umwelt“.

Der Bereich „Fragen“ listet die jeweiligen Fragestellungen auf, mit der sich der Untersuchungsausschuss zum BER befasst. Außerdem werden wir auf der Website relevante Dokumente veröffentlichen, soweit dies Möglich ist. Die Dokumente können dabei der Chronologie, den handelnden Personen und den Fragestellungen des Untersuchungsausschusses zugeordnet werden.

Eine derart strukturierte Möglichkeit zur Aufarbeitung der Daten, bestand bislang nicht. Einzelne Ereignisseiten zeigen beispielsweise auf, welche Akteure an einem Ereignis beteiligt oder von diesem betroffen waren, welche Dokumente sich auf das Ereignis beziehen und welche Fragestellungen des Untersuchungsausschusses sich mit dem entsprechenden Ereignis auseinandersetzen.

screen_berwatch_170512Die Detailseite zur Pressekonferenz vom 17. Mai 2012, auf der eine Verschiebung der Flughafeneröffnung auf den 17. März 2013 bekannt gegeben wurde, verweist zum Beispiel auf die Detailseite zum Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft als handelndem Akteur sowie auf die Seiten der Planungsgesellschaft pg bbi und dem damaligen Technikchef Manfred Körtgen, die beide im Zuge der Verkündigung von ihren Aufgaben entbunden wurden. Zusätzlich wird auf die Frage aus dem UBER-Fragenkatalog verwiesen, die sich mit der Entlassung der Projektgesellschaft befasst sowie auf Dokumente wie Sitzungsprotokolle aus dem Berliner Abgeordnetenhaus, die im Zuge der Terminverschiebung entstanden sind. Alle aufgeführten Verknüpfungen sind mit einem Link zur jeweiligen Detailseite versehen und ermöglichen so ein nahtloses Navigieren im System.

Wir haben also jetzt ein Werkzeug mit sehr großem Potential. Wie gut wir dieses Potential nutzen können hängt nicht zuletzt an der Beteiligung aller, die etwas zu dem Thema beizutragen haben oder sich gerne mit der Materie auseinandersetzen wollen.

Ein Kommentar

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    […] Start / Pressemitteilungen / PM PIRATEN im Abgeordnetenhaus Berlin – Piratenfraktion startet BER-Watch – Martin Delius Die PIRATEN im Abgeordnetenhaus Berlin starten heute BER-Watch, eine eigene Online-Plattform, die sich mit dem BER-Desaster auseinandersetzt. Auf der Website werden Dokumente gesammelt und thematisch, chronologisch sowie nach beteiligten Akteuren sortiert und vernetzt. Eine derart strukturierte Möglichkeit zur Aufarbeitung der Daten zum BER, bestand bislang nicht.  BER-Watch ist ab heute unter https://ber.piratenfraktion-berlin.de/ zu erreichen. Hierzu sagt Martin Delius, Vorsitzender des BER-Untersuchungsausschusses: „Wir haben ein Werkzeug geschaffen, mit dem es allen Interessierten möglich ist, sich aktiv an der Aufarbeitung des BER-Desasters zu beteiligen. Ein reines Dokumentenarchiv würde für diese Aufgabe zu kurz greifen. Damit echte Mitarbeit von Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht wird, müssen die Daten vernünftig strukturiert, vernetzt  und aufgearbeitet sein. Genau das ist mit unserer Website möglich. Wie jedes Crowdsourcing-Projekt lebt auch unsere Plattform von der Mitarbeit und Motivation der Teilnehmer. Deshalb rufen wir alle Interessierten auf, sich zu beteiligen. Wir werden sukzessive alle Dokumente, die wir für relevant erachten, in das System einpflegen und zugänglich machen, soweit es uns erlaubt ist. Zusammen mit den hoffentlich zahlreichen Hinweisen, Kommentaren und Dokumenten, die von Benutzern des Systems eingehen werden, bauen wir das bislang umfangreichste Recherchetool zu diesem Themenkomplex auf.“ BER-Watch ist Open Source, kann also von Allen kopiert, verändert und weiterentwickelt werden. Links: BER-Watch:  https://ber.piratenfraktion-berlin.de/ Ausführlicher Blog-text zum Thema:  https://www.piratenfraktion-berlin.de/2013/01/18/ber-watch-geht-online/ ‎ […]

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