Am Freitag, um 11.00 Uhr beginnt die 18. Sitzung des Ausschusses für Sport im Raum 311. Nach der aktuellen Viertelstunde wird über das Thema Kombinat in der Seydlitzstraße in Berlin-Moabit beraten. Hierzu wurde von der Fraktion Die Linke der Antrag gestellt, den Bau des Außenbeckens am Seydlitbad in Moabit unterstützen – der Senat muss Farbe bekennen. Dieser Antrag wird gemeinsam mit dem beantragten Besprechungspunkt „Kombibad Seydlitzstraße – Welche Position vertritt der Senat“  beratenDer Bau des Außenbeckens soll mit vorhandenen Fördermitteln unterstützt und gemeinsam mit dem Bezirk und den Berliner Bäder Betrieben die Voraussetzungen für den Betrieb des Bades geschaffen werden. Hintergrund des Antrages ist die fehlende Zustimmung des des Senators für Inneres und Sport Henkel zur Absicherung des Baus des Außenbeckens in Höhe von 20.000 € durch den Bezirk. Das Bezirksamt Mitte hat nach einem Antrag der Bezirksverordnetenversammlung mitgeteilt, dass die Entscheidung über den Bau des Außenbeckens auf der Sitzung des Aufsichtsrates der Berliner Bäderbetriebe auf die Sitzung im Januar vertagt wurde. Vermutet wird  vom Bezirk, dass die Zustimmung des Senators aufgrund der Finanzlage des Bezirks Mitte bisher verwehrt wurde, eine konkrete Stellungnahme liegt nicht vor. Diese wird heute im Ausschuss von Herrn Henkel abgefordert, der um Anwesenheit zu diesem Tagesordnungspunkt gebeten wurde, ebenso wie ein Vertreter der Berliner Bäder Betriebe.

Ein weiteres Thema der Ausschusssitzung ist der Obligatorische Schwimmunterricht. Beraten wird der Antrag der Fraktion Die Linke Obligatorischen Schwimmunterricht qualifizieren und ausbauen. Vom Senat wird ein Konzept zur Qualifizierung und zum Ausbau des Schwimmunterrichts an Berliner Schulen gefordert. Vom DLRG wird bemängelt, dass viele Kinder und Jugendliche trotz Schwimmunterricht nicht sicher schwimmen können. Die Zahl derer, die sich im Ernstfall selbst retten können, soll erhöht werden. Geprüft werden soll, ob der Schwimmunterricht von derzeit 3. Klasse vorverlegt werden kann, ob Nachhilfe und Zusatzangebote für Quereinsteiger die Zahl der Nichtschwimmer merklich verringern kann. Darüber hinaus fehlt die Einbindung des Schwimmunterrichts im Rahmenkonzept „Inklusive Schule“. Praktische Erwägungen, wie die Anzahl der Ausfallstunden zu verringern, die Qualifizierung der Schwimmlehrer sicherzustellen und die Wege zum Schwimmunterricht zu verkürzen, spielen ebenfalls eine Rolle.

19 % der Kinder, die den Schwimmunterricht absolviert haben, können in Berlin nicht schwimmen. Daher ist die Frage nach der Qualität des Schwimmunterrichts berechtigt. In den Bezirken sind die Erfolge des Schwimmunterrichts unterschiedlich, während in Steglitz-Zehlendorf nur 7,6 % der Kinder mit Schwimmunterricht nicht sicher schwimmen können, sind es in Neukölln 38,4 %. Liegen die Ursachen in der sozialen bzw. finanziellen Situation der Familien der Kinder? Ob die Situation dadurch verschärft wird, dass Schwimmbäder in Berlin aus finanziellen Gründen geschlossen werden und daher das Angebot schrumpft, ist zu klären. Das DLRG mahnt mehr Kinder-Schwimmkurse an und warnt vor weiteren Bäderschließungen.

Das Wortprotokoll der letzten Sitzung, in der auf Antrag unserer Fraktion eine Anhörung über den transparenten und offenen Zugang von Sportanlagen erfolgt ist, liegt wie auch das Inhaltsprotokoll, in dem die Diskussion zum Sport auf dem Tempelhofer Feld verzeichnet ist, vor. Die nächste Sitzung des Ausschusses für Sport findet am 21.02.2013 statt.

 

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