In seinen Antworten auf kleine Anfragen des Abgeordneten Martin Delius hat der Senat die Pläne für den Ausbau der staatlichen Internationalen Schule „Nelson Mandela“ bestätigt und konkretisiert, dass diese zu 80% lediglich Kindern und Jugendlichen aus „hochmobilen Familien“ offen stehen soll. Der Senat plant, vier weitere Klassen an einem anderen Standort einzurichten. Langfristig soll eine zweite öffentliche internationale Schule  geschaffen werden.

Dazu sagt Martin Delius, bildungspolitischer Sprecher der Piratenfraktion:

„Kein anderes Bundesland leistet sich eine teure staatliche internationale Schule wie Berlin. Jetzt soll es sogar eine zweite geben. Der Senat selbst gibt zu, dass die Nelson-Mandela-Schule ohnehin nur auf hochmobile und besser gestellte Kindern von Diplomaten und Führungskräften abzielt, eine Klientel also, die ihre Schullaufbahn oft vom Arbeitgeber der Eltern finanziert bekommen. Als einziges Bundesland leisten wir uns eine finanzielle Besserstellung von Kindern und Jugendlichen, die keine Probleme hätten eine private Schule zu besuchen. Der Senat will hier noch einen Schritt weiter gehen und sogar die Ausgaben erhöhen. Das passt nicht ins Bild der ansonsten prekären Situation an öffentlichen Berliner Schulen, wo es oft an der elementarsten Ausstattung mangelt.“

Links:
Kleine Anfrage „Kann der Senat eine zweite internationale Schule finanzieren?“, Drs. 17/12230

Kleine Anfrage „Nelson Mandela Schule“, Drs. 17/12231

Kleine Anfrage „Nelson Mandela Schule II:  Fragen zur wissenschaftlichen Begleitung des Schulversuchs, Drs. 17/12258

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