Zu den in der Presse bekannt gewordenen Plänen des Vorstands der Berliner Bäderbetriebe, die Öffnungszeiten zu verlängern, die Eintrittspreise sozial verträglicher zu gestalten, 14 Sommer- und Hallenbäder zu schließen und bis 2018 fünf neue große Multifunktionsbäder an zentralen Standorten zu bauen, sagt Andreas Baum, sportpolitischer Sprecher der Piratenfraktion:

„Die Berliner Bäderbetriebe müssen dringend umstrukturiert werden. Die seit Jahrzehnten nicht mehr zeitgemäße Bäderpolitik des Senats und der Koalitionsfraktionen, alle Hallen- und Sommerbäder zu erhalten und diese jedes Jahr aufwendig zu sanieren, ist unwirtschaftlich. Berliner Bäder sind nicht mehr attraktiv und wenig rentabel.
Bei der Umgestaltung der Berliner Bäderlandschaft sind aber noch einige Fragen zu klären:
Mit dem Verlust von 14 Bädern besteht auch bei einem Neubau von fünf großen Kombibädern die Gefahr, dass sich die bereits jetzt angemahnte Unterversorgung von Vereinen, Kitas und Schulen mit Bäderzeiten und Schwimmflächen weiter verschlechtern. Sind die neuen Preisvorstellungen tatsächlich „sozial verträglich“? Welche Auswirkungen haben Schließungen, Neubauten und verlängerte Öffnungszeiten auf das Personal? Auch die Frage der Beteiligung wichtiger Akteure, des Schwimmverbandes, des Landesportbundes, der Schwimm- und Tauchvereine, der Schulen, der Kindertagesstätten, der Bezirke oder der Anwohner ist bisher noch völlig ungeklärt. Nach den aktuellen Vorfällen, insbesondere im Sommerbad Pankow, hat sich weiterhin gezeigt, dass ein berlinweites Sicherheitskonzept fehlt.
Diese und weitere Fragen wird die Piratenfraktion in den kommenden Monaten im Sportausschuss mit den Berliner Bäderbetrieben diskutieren. Die neue Offenheit des Vorstands ist hierbei eine große Hilfe, um gemeinsam Antworten zu entwickeln.“

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