Zur Entscheidung im heutigen Wissenschaftsausschuss erklären die wissenschaftspolitische Sprecherin Anja Schillhaneck (Bündnis 90/ Die Grünen), die bildungspolitische Sprecherin Regina Kittler (DIE LINKE) und der bildungs- und wissenschaftspolitische Sprecher Martin Delius (Piraten):

Nun hat die CDU die SPD bildungspolitisch um Kopf und Kragen geredet. Im Wissenschaftsausschuss wurde klar, dass Berlin mit dem neuen Lehrkräftebildungsgesetz bei zwei verschiedenen Masterstudiengängen für Gymnasium und Integrierte Sekundarschulen (ISS) bleiben wird. Damit wird die Schulreform der letzten Jahre ad absurdum geführt und die Koalition stellt sich gegen die bildungspolitische Mehrheit in der Stadt.

Weder wurden die Kritik von Vertreterinnen und Vertretern der Hochschulen und Schulen ernst genommen,  noch die Änderungsvorschläge der Opposition berücksichtigt. Deshalb bringen die drei Oppositionsfraktionen zum morgigen Bildungsausschuss einen gemeinsamen Änderungsantrag zur Gesetzesvorlage ein.

Darin folgen wir dem Vorschlag der Baumert-Kommission, einen einheitlichen Masterstudiengang für ISS und Gymnasium festzuschreiben. Wir unterbreiten einen Vorschlag, der die Fachlichkeit der Ausbildung im Grundschullehramt für Kunst, Musik und Sonderpädagogik sichert und fordern vom Senat umgehend Regelungen zur Umsetzung des geplanten Gesetzes.

Wir erwarten, dass die tiefen Gräben, die zwischen SPD und CDU bildungspolitisch bestehen, nun nicht dazu führen, dass alle Probleme auf die Hochschulen abgeschoben werden. Denn diese sind es, die nun in diesem koalitionären Spannungsfeld Studienverordnungen entwickeln sollen.

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