Der Senat stellt heute ein berlinweites Netz von 16 Bildungsberatungsstellen vor, bei denen Interessierte auf dem Weg in den Beruf der Erzieherin bzw. des Erziehers Informationen und Unterstützung erhalten können.

Dazu sagt Susanne Graf, familienpolitische Sprecherin der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus:

„Zwei Jahre nach dem Start des Landesprogramms ‚Auf die Plätze, Kita, los‘, stellt der Senat nun endlich fest, dass mit dem Ausbau von Kitaplätzen gleichzeitig der Bedarf an Fachkräften gesichert werden muss. Erst Ende Oktober 2013 gab er zu, dass „mit einem nicht sofort zu deckenden Fachkräftebedarf bei Erzieher/innen“ zu rechnen ist und dieser bis zum Jahr 2016 weiter steigt. Es werden nach Schätzungen von Vereinen und Verbänden in Zukunft weit über 3.000 Erzieherinnen und Erzieher fehlen.

Die Piratenfraktion weist seit zwei Jahren auf den Fachkräftemangel in Kitas hin und hat bereits im August 2013  in einem Antrag eine Anlaufstelle zur Beratung von Interessierten am Erzieher*innenberuf gefordert. Dass der Senat diese Forderung nun umsetzt, ist ein gutes Zeichen. Dabei kann es aber nicht bleiben. Um den Beruf der Erzieherin / des Erziehers attraktiv zu machen, müssen weitere Forderungen der Piratenfraktion umgesetzt werden, wie z.B. die Anpassung der Gehälter von Erzieher*innen  an die der Grundschullehrer*innen, Minderungen von Arbeitsbelastungen, Hilfestellungen für Quereinsteiger*innen  und die staatliche Anerkennung von Hochschulabschlüssen als Kindheitspädagogen.“

Links

Antrag der Piratenfraktion: Maßnahmen zur Steigerung der  Attraktivität des Erzieher/-innenberufs und des Berufs als  Kindheitspädagogin bzw. Kindheitspädagoge

http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/DruckSachen/d17-1138.pdf

 

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