Am 8. April läuft der Support für das Betriebssystem Windows XP aus. Da viele Arbeitsplätze in der Berliner Verwaltung nicht rechtzeitig auf neuere Betriebssysteme umgestellt sein werden, hat das Berliner IT- und Dienstleistungszentrum heute bekannt gegeben, dass es der Berliner Verwaltung als „Notfallpaket“ weitere Supportleistungen von Microsoft verkaufen wird.

Dazu Simon Weiß, Sprecher der Piratenfraktion für Digitale Verwaltung:

„Der „Notfall“ ist – wie so oft – hausgemacht. Dass eine vollständige Umstellung von Windows zum Stichtag nicht möglich sein wird, hat sich bereits abgezeichnet. Betroffen sind zehntausende von Rechnern in der Verwaltung. Welche zusätzlichen Kosten nun genau auf das Land Berlin zukommen, ist unklar. Zusätzliche Supportleistungen sind in den bestehenden Lizenzverträgen nicht enthalten.
Dabei waren die Notwendigkeit und der Zeitplan der Umstellung seit Jahren bekannt. Trotzdem hat der Senat erst im Sommer 2013 erfasst, welche IT-Verfahren unter neueren Windows-Versionen überhaupt lauffähig sind. Die nun entstehenden Mehrkosten sind das Ergebnis einer Fehlplanung, unter der insbesondere die Bezirke zu leiden haben.
Natürlich wurde es auch wieder einmal verpasst, zu prüfen, ob die bestehenden Aufgaben auch mit freier Software zu lösen wären.
Wir werden die Fehlplanung des Senats auf die Tagesordnung für den nächsten ITDat-Ausschuss am Montag, dem 07.04.14 setzen“

Links:
PM des ITDZ: http://www.itdz-berlin.de/presse/151.html
Kleine Anfrage zum Thema: http://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/17/KlAnfr/ka17-13120.pdf

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