Zur Plakatkampagne von SPD und CDU zum Volksentscheid am 25. Mai sagt
Philipp Magalski, Sprecher für das Tempelhofer Feld:

„In Wahlkampfmanier plakatieren SPD und CDU Slogans gegen das Volksbegehren 100% Tempelhofer Feld und gerieren sich als visionäre Entwickler. In Wahrheit sind sie jedoch diejenigen, die mit ihrem Masterplan Tatsachen in Beton gießen wollen. Mit zehnstöckigen Bauten gibt es kein weiteres Entwicklungpotential. Es ist eine Unverschämtheit, dass die Koalitionsparteien den Menschen Beteiligungsmöglichkeiten vorgaukeln, die es de facto nicht gibt.
Die von Florian Graf (CDU) angekündigte, über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehende Bürgerbeteiligung existiert schon, sie bietet den Menschen aber nicht mehr als eine völlig unverbindliche Kommentarfunktion. Das ist uns zu wenig.
Der Entwurf der PIRATEN für ein Freiflächengesetz für ganz Berlin bietet einen ergebnisoffenen Weg mit neuen, verbindlichen Beteiligungsmodellen. Solange dieser Vorschlag im Abgeordnetenhaus nicht mehrheitsfähig ist, befürworten wir die Strategie des „kreativen Liegenlassens“ der Initiative 100% Tempelhofer Feld, um das Feld zu einem späteren Zeitpunkt gemeinsam mit den Berlinerinnen und Berlinern bedarfsgerecht zu entwickeln.“

Oliver Höfinghoff, Sprecher für Bauen und Wohnen, sagt zu den Inhalten der Kampagne:

„Die Schaffung bezahlbarer Wohnungen fungiert auf den Plakaten als Stimmköder. Das Versprechen der Koalition, auf dem Tempelhofer Feld ein paar Hundert preiswerte Wohnungen errichten zu wollen, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass SPD und CDU im Grunde genommen kein belastbares Wohnungsbaukonzept für die gesamte Stadt haben. Die Pläne des Senats für das Tempelhofer Feld stammen ursprünglich aus dem Haus der ehemaligen Bausenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD). Deren massive Versäumnisse bei der Wohnungspolitik bekommen nach und nach alle Berliner*innen zu spüren: Luxus-Aufwertung im innerstädtischen Bereich und Verdrängung finanzschwächerer Menschen in die Randbezirke.
Mit ein paar versprochenen Wohnungen auf dem Tempelhofer Feld kann diesem von der SPD zu verantwortenden Zustand in keiner Weise begegnet werden. Im Gegenteil: Die Errichtung neuer Luxusquartiere wird die Verdrängungsprozesse weiter verschärfen. Der Umgang des Senats mit dem Tempelhofer Feld zeigt vor allem eines: SPD und CDU haben aus den Verfehlungen der Berliner Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik überhaupt nichts gelernt und klammern sich nach wie vor an längst überholte Ideen.“

Link zum Entwurf des Freiflächengesetzes:
https://www.piratenfraktion-berlin.de/wp-content/uploads/2014/02/Antrag_Landesgesetz_Freiflaechen_Partizipation_Final.pdf

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