Am 5. Mai ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung behinderter Menschen.

Hierzu sagt Alexander Spies, Sprecher für Menschen mit Behinderungen und Vorsitzender der Piratenfraktion:

„Immer noch erfahren viel zu viele Berlinerinnen und Berliner mit Behinderung Diskriminierung und Ausgrenzung. Die Stadt wird gerne gerühmt für ihre Offenheit und Fortschrittlichkeit. Die Verantwortlichen müssen diese Attribute aber danach messen, wie offen und fortschrittlich sich ihre Stadt für Menschen zeigt, die ihr Leben hier mit einer Behinderung führen. Im März vor fünf Jahren trat die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft, bislang ist in Sachen Inklusion in Berlin zu wenig getan worden.

Noch immer haben Menschen mit Unterstützungsbedarf massive Probleme, in der Innenstadt eine bezahlbare barrierefreie Wohnung zu bekommen. Noch immer müssen Menschen mit Behinderung Engpässe beim Berliner Sonderfahrdienst hinnehmen. Noch immer fehlen akustische Ansagen an Haltestellen. Noch immer verhindern Barrieren wie schwere Sprache, fehlende Assistenz, Vorurteile oder einfach nur Stufen die gleichberechtigte Teilhabe.

Der Senat muss gerade im Bereich Arbeiten, Wohnen und Schule die Ziele der UN-Behindertenrechtskonvention wirksamer und zügiger umsetzen. Dabei sind die Menschen, um die es geht, selbstverständlich zu beteiligen.“

Zusatzinfo: 
Den Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung gibt es seit 1992. Rund um den 5. Mai herum protestieren Menschen mit und ohne Behinderung in europäischen Städten, Gemeinden und Kommunen und machen durch zahlreiche Aktionen, Vorträge und Veranstaltungen auf die Situation von Menschen mit Behinderung aufmerksam. Ihr Motto lautet: „Nichts über uns ohne uns“.

 

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