Die Piratenfraktion hat für die kommende Plenarsitzung im Abgeordnetenhaus das Thema „Berlin ist Fahrradstadt – Radverkehr stärken, Chancen ergreifen“ als Aktuelle Stunde angemeldet.

Hierzu sagt Andreas Baum, verkehrspolitischer Sprecher der Piratenfraktion:

„Von den hochtrabenden Konzepten, mit denen sich der Senat beim Thema Radverkehr gern schmückt, ist bislang noch so gut wie nichts in der Realität angekommen.
Immer mehr Berliner*innen nutzen das Fahrrad als ihr wichtigstes Fortbewegungsmittel, obwohl der Senat so gut wie nichts unternimmt, um diese erfreuliche Entwicklung zu fördern. Die bestehenden Fahrradwege sind in einem katastrophalen Zustand. Davon können alle, die täglich mehrere Kilometer in der Stadt unterwegs sind, ein Lied singen. Die Verkehrsplanung in Berlin ist immer noch viel zu sehr auf das Auto fixiert. So kommt es selbst bei neu angelegten Radwegen immer wieder zu gefährlichen Situationen.
Hier muss der Senat handeln und dem stark veränderten Verkehrsverhalten der Berliner*innen gerecht werden. Wo bleiben die Fahrradstraßen? Wo die kreuzungsfreien Radwege für längere Strecken? Zu einer Fahrradstadt Berlin gehört auch die Planung und vor allem Umsetzung von zukunftsorientierten Konzepten!
Innovativ ist die Verkehrspolitik in Berlin längst nicht mehr. Dies zeigt der Vergleich mit anderen Metropolen wie Kopenhagen oder Amsterdam.
Wenn Berlin tatsächlich zu einer Fahrradstadt werden soll, muss sowohl in den Erhalt als auch in den Ausbau von Fahrrad-Infrastruktur massiv investiert werden. Die vom Senat eingestellten vier Millionen Euro im Jahr sind angesichts der Herausforderungen ein schlechter Witz.“

Ein Kommentar

  1. 1

    Och nö, bitte keine weiteren Radwege oder Radstreifen. Imagekampagne fürs Fahrrad, stärkere Kontrollen des Verkehrs, Räder auf die Fahrbahn und gut ist. Mit weiteren begleitenden Maßnahmen.

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