Vor dem Hintergrund neuer Meldungen zu fragwürdigen Vergaben am BER rund um das Firmennetzwerk von Jochen Großmann sagt Martin Delius, Vorsitzender der Piratenfraktion :

„Klaus Wowereit und Hartmut Mehdorn haben den mutmaßlichen Korruptionsfall um Jochen Großmann als Einzelfall dargestellt, der sich außerhalb ihrer Verantwortung abgespielt hat. Diese Strategie ist gescheitert. Sollten sich die bisherigen Vermutungen bewahrheiten, hat Großmann unter den Augen von Geschäftsführung und Aufsichtsrat Vergaben an ihm nahestehende Firmen getätigt. Solch ein Vorgehen ist untragbar. Alle Vergaben, an denen Großmann beteiligt war, müssen jetzt gründlich geprüft werden. Dass dadurch das gesamte Projekt zeitlich erneut zurückgeworfen wird, liegt auf der Hand. Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis weitere Fälle von Filz und Korruption im Zusammenhang mit dem BER ans Licht kommen.

Das Projekt BER ist gescheitert. Es ist völlig verantwortungslos, dass es bis zum heutigen Tag, trotz unzähliger Schreckensmeldungen nach wie vor kein Ausstiegsszenario für dieses Projekt gibt.
Nun ist erstens die Flughafengesellschaft mit den beiden gut funktionierenden Flughäfen Schönefeld und Tegel von der Bürde des BER zu befreien. Nach der Herauslösung des Bauprojekts aus der Flughafengesellschaft ist als zweiter Schritt dessen konsequente Abwicklung vorzubereiten.“

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