Der Berliner Senat konzentriert sich lieber auf die Verfolgung von Drogenvergehen als auf eine umfassende Präventionspolitik. Dass eine reine Verbotspolitik jedoch nichts bringt, zeigt die Situation in den Berliner Innenstadtbezirken. Diese sind in besonderer Weise mit Drogenproblemen und illegalem Handel konfrontiert.

Anlässlich des Weltdrogentags am 26. Juni 2014 sagt Simon Kowalewski, sucht- und drogenpolitischer Sprecher der Piratenfraktion:

„Der Berliner Senat sollte aus Erfahrung gelernt haben, dass mit Repression durch Polizeistreifen und Razzien der illegale Drogenhandel nicht beseitigt, sondern nur verlagert werden kann. Die Vorstellung einer völlig drogenfreien Gesellschaft ist lebensfremd. Im Interesse des Jugend- und Gesundheitsschutzes sowie des guten Miteinanders sollten deshalb endlich legale Alternativen zur Dealer*in im Park ermöglicht werden.

Wir unterstützen den Antrag der Piratenfraktion Charlottenburg-Wilmersdorf für eine Abgabestelle am Stuttgarter Platz und setzen uns auch für weitere Coffeeshops in Berlin ein. Diese bieten kontrollierte Produkte mit umfassender Aufklärung über Risiken und Wirkung an. Gleichzeitig wird der Schwarzmarkt für weiche Drogen ausgetrocknet und die Situation dadurch entschärft. Ganz nebenbei wird Geld in die öffentlichen Kassen gespült. Aber auch bei allen anderen Substanzen gilt, dass eine Aufrechterhaltung der Strafverfolgung viel Geld kostet, der organisierten Kriminalität ihre Einnahmen sichert und effiziente Drogenprävention sowie Hilfsangebote für Abhängige verhindert.“

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