Rund 14 Millionen Menschen in Deutschland sind vom Wahlrecht ausgeschlossen, weil sie unter 18 Jahre alt sind. Anfang Juli 2014 haben Kinder und Jugendliche deshalb beim Bundesverfassungsgericht eine Klage eingereicht, um das Mindestwahlalter abzuschaffen. Die Initiative „Wir wollen wählen“ stellt die Klage und ihre Bedeutung heute auf einer Pressekonferenz vor.

Dazu sagt Susanne Graf, kinder-und jugendpolitische Sprecherin der PIRATEN:

„Bereits Kinder und Jugendliche sind stark von politischen Entscheidungen betroffen. Sei es in der Bildungspolitik, im Bereich Kultur, in der Jugendarbeit oder auch auf Bezirksebene, wenn es um Spielplätze oder die Verkehrsführung geht. Viele Kinder und Jugendliche würden dabei gerne mitreden und mitgestalten. Das geltende Wahlrecht ab 18 verhindert das jedoch und suggeriert ihnen, dass ihre Meinung erst als Volljähriger wirklich zählt. Dabei dürfen auch 90jährige wählen, warum also nicht auch 9jährige?

Sobald Kinder und Jugendliche den Wunsch haben, sich demokratisch beteiligen und die Politik im eigenen Umfeld mitgestalten zu wollen, müssen Möglichkeiten geschaffen werden, diesem nachzugehen. Jeder Mensch sollte selbst bestimmen, ab wann er wählen geht. Wir Piraten fordern deshalb ein Wahlrecht ohne Altersbegrenzung.
Dazu muss natürlich auch das Bildungssystem entsprechend angepasst werden, um die Kinder und Jugendlichen dort zu mündigen und selbstentscheidenen Bürgern zu erziehen.“

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