Greenpeace hat heute in Berlin vor dem Roten Rathaus gegen die Ausweitung des Braunkohle-Tagebaus in Brandenburg demonstriert.

Dazu sagt Philipp Magalski, umweltpolitischer Sprecher der Piratenfraktion:

„Der Protest der Umweltaktivist*innen ist gut und wichtig. Mit der Erweiterung des Braunkohle-Tagebaus in Brandenburg und dem damit langfristig geplanten Festhalten am Abbau des fossilen Brennstoffs Kohle werden nicht nur in Brandenburg, sondern auch in Berlin umweltpolitische Ziele mit Füßen getreten. Die Weiternutzung von Braunkohlekraftwerken torpediert ein rasches Gelingen der Energiewende. Auch die zunehmende Verschmutzung der Spree und anderer Gewässer ist sehr problematisch. Wir Piraten setzen uns für eine Verbesserung der Gewässerqualität, vor allem bei der Spree, ein. Diese wird durch die Sulfatbelastung infolge des Braunkohle-Tagebaus jedoch massiv erschwert. Auch die langfristige Sicherung einer qualitativ hochwertigen Trinkwasserversorgung in Berlin ist fragil.

Der Berliner Senat muss diesem Zustand endlich Einhalt gebieten. Berlin muss mehr als bisher in den länderübergreifenden Gremien und direkt gegenüber der brandenburgischen Landesregierung politischen Druck ausüben, um die Lebensgrundlagen der Berliner*innen zu schützen. Um dies einzufordern, war das heutige Auskippen von mehreren hundert Litern Schlamm und das Aushängen eines großen Plakates am Roten Rathaus mit der Inschrift ‚Wowi: Kohleschlamm stoppen! Unsere Spree retten!’ durch Greenpeace eine gelungene Aktion.

Ich unterstütze den Aufruf, zur grenzüberschreitenden Menschenkette am kommenden Samstag, 23.08.2014, zwischen zwei von der Abbaggerung bedrohten Orten – Kerkwitz in Deutschland und Grabice in Polen, um ein weiteres Zeichen gegen den Braunkohle-Tagebau zu setzen.“

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