Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg konstatierte heute in seiner Pressemitteilung einen gestiegenen Bedarf an Hilfen zur Erziehung. Demnach gewährten die Berliner Jugendämter im vergangenen Jahr 50.317 jungen Menschen und ihren Familien Unterstützung in Form von Beratung, ambulanter Betreuung, Gruppenangeboten oder Wohnformen außerhalb der Familie.

Dazu sagt Susanne Graf, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus:

„Die gestiegenen Bedarfe bei den Hilfen zur Erziehung stellen die Jugendhilfe vor immense Probleme. Die Kürzungspolitik der Vergangenheit hat dazu geführt, dass nicht nur die Jugendämter, sondern die Hilfen selbst immer schlechter ausgestattet sind. Inzwischen werden weniger dringliche Fälle nicht mehr bearbeitet, Fortbildungen und kollegiale Beratungen finden nicht mehr statt. Auch an die vorgeschriebene Mitsprache von Kindern und Jugendlichen bei den Hilfen ist nicht zu denken. Nötige Anschlusshilfen erzeugen immer höhere Kosten.

Die Piratenfraktion fordert das Land Berlin auf, endlich seine kurzfristig orientierte Sparpolitik zu korrigieren. Die steigenden Kosten bei den Hilfen zur Erziehung zeigen deutlich, dass nur mehr Investitionen in präventive Angebote und eine höhere Personalausstattung der Jugendämter den Berliner Landeshaushalt langfristig insgesamt entlasten werden.“

Links

PM des Amts für Statistik für Berlin und Brandenburg
https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/pms/2014/14-09-11.pdf

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