Der Untersuchungsausschuss zum Debakel um den Flughafen BER vernahm heute Meinhard von Gerkan vom Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner (gmp).

Hierzu sagt Martin Delius, Vorsitzender des Untersuchungsausschusses BER:

„Die Vernehmung von Herrn von Gerkan hat zur Aufklärung der im Untersuchungsauftrag des Ausschusses festgehaltenen Sachverhalte nichts beigetragen. Vieles, was Herr von Gerkan schilderte, beruhte laut seiner eigenen Aussage nicht auf seinen persönlichen Erfahrungen mit dem Projekt BER, sondern auf Schilderungen Dritter aus seinem Unternehmen. Herr von Gerkan war, obgleich Gründungspartner von gmp, nicht im Detail mit der Errichtung des Flughafens befasst. Dieser Umstand war den Mitgliedern des Untersuchungsausschusses auch schon vor der Vernehmung bekannt.

Dass die Koalition wider besseren Wissens auf die Vernehmung von Herrn von Gerkan am heutigen Tag bestanden hat, ist für mich auch nach der Vernehmung nicht nachvollziehbar. Ich fordere insbesondere die Koalition auf, weniger auf die vermeintlich großen Namen und die Medienaufmerksamkeit zu setzen. Und den Ausschuss künftig nicht mit solchen Manövern aufzuhalten.
Es liegt im Interesse der Berliner*innen dass der Ausschuss auch nach der Sommerpause eine sachliche Aufklärung leistet.“

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