Nach dem Brand auf der Cuvrybrache in Kreuzberg letzten Donnerstag, wurde heute mit den Abrissarbeiten der Hütten und Zelte begonnen. Die ehemaligen Bewohner*innen dürfen das Gelände nicht mehr betreten. Stattdessen wird an dieser Stelle wahrscheinlich 2015 mit dem Bau von hochpreisigen Eigentumswohnungen begonnen.

Dazu sagt Oliver Höfinghoff, Sprecher für Bauen und Wohnen der Piratenfraktion:

„Die ehemaligen Bewohner*innen der Cuvrybrache stehen nach dem Brand wieder einmal vor dem Nichts. Vom Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg haben sie in dieser Situation nicht viel zu erwarten. Obwohl über 100 Menschen, darunter auch viele Kinder, durch das Feuer obdachlos geworden sind, fühlt sich niemand verantwortlich. Den Betroffenen wurden von Bezirksvertreter*innen lediglich Zettel mit Notfalladressen in die Hand gedrückt. Echte Hilfe sieht anders aus!
Vor allem für die vielen betroffenen Roma Familien muss der Senat aber endlich ein nachhaltiges Unterbringungskonzept vorlegen. Statt die Betroffenen nun wieder von einer Behörde zur nächsten zu schicken, ist es an der Zeit, dass Bezirk und Senat endlich ihrer Pflicht nachkommen und sich um eine langfristige Unterbringung der Menschen kümmern.

Auch die Polizeihilfe bei der Sicherung des Geländes ist zu kritisieren, denn es mutet doch sehr makaber an, dass an dieser Stelle demnächst hochpreise Eigentumswohnungen entstehen und dafür viele Menschen auf der Straße sitzen. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Interessen des Investors stärker geschützt werden, als das Leben von Menschen.“

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