Die Aktion „Berlin tüt was“ vom letzten Wochenende auf dem Flughafen Tempelhof hat eindrucksvoll gezeigt: Die Plastiktütenflut in Berlin ist ungebremst. Der Berliner Einzelhandel gibt pro Jahr rund 250 Millionen Plastiktüten raus. Einzelne Kampagnen wie „Trennstadt Berlin“ erhöhen zwar die Aufmerksamkeit für das Thema, jedoch sind die Aktivitäten des Handels, keine Plastiktüten mehr anzubieten, bisher äußerst zaghaft. Die Tütenflut war auch Thema in der heutigen Anhörung im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt.

Hierzu sagt Philipp Magalski, umweltpolitischer Sprecher der Piratenfraktion:

„Der Einzelhandel muss sich darüber im Klaren sein, dass die Akzeptanz für Plastiktüten in Berlin sinkt und sich weiter für Alternativen öffnen. 250 Millionen Plastiktüten pro Jahr – das ist einfach zu viel!
Auch die Politik muss sich verstärkt Gedanken machen und Strategien zur Vermeidung entwickeln. Aufklärung und Information über die schädlichen Auswirkungen der Tütenflut für Ressourcen und unsere Umwelt, sind dabei ein erster wichtiger Baustein. Eine öffentliche Abgabe auf Plastiktüten, wie sie in Irland mit 22 Cent je Tüte praktiziert wird, kann ein Weg sein die Tütenflut wirksam einzudämmen und muss deshalb ernsthaft diskutiert werden.
Das Verbot der Abgabe von Plastiktüten in Einzelfällen, beipielsweise für besonders umweltgefährdende dünnwandige Plastiktüten, ist ebenfalls zu prüfen.

Ich sehe gute Chancen, mit den anderen Fraktionen in die Diskussion zu treten, wie wir die Tütenflut in Berlin dauerhaft stoppen können.
Berlin, als Tütenhauptstadt Deutschlands, hat hier die Riesenchance, Vorbild für andere Städte und Gemeinden zu sein!“

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