Immer mehr junge Menschen benötigen vom Jugendamt Hilfen zur Erziehung in Form von ambulanter Betreuung, Gruppenangeboten oder Wohnformen außerhalb der Familie. Den steigenden Kosten will der Senat mit Reformen begegnen: Personalausstattung und Arbeitsorganisation in den Jugendämtern sollen auf den Prüfstand. Außerdem könnte es mehr Geld für präventive Hilfen geben, heißt es in einem Bericht an den heute tagenden Unterausschuss Bezirke.

Dazu sagt Susanne Graf, jugend- und familienpolitische Sprecherin der Piratenfraktion:

„Ich begrüße, dass der Senat die bestehenden Probleme endlich anpacken will. Den schönen Worten müssen aber schnellstmöglich auch Taten folgen. Die Jugendämter brauchen ausreichend qualifiziertes Personal, um Familien effektiv zu betreuen. Der chronische Personalmangel bedeutet derzeit, dass Entscheidungen zu schnell getroffen werden. Zu kurz kommt die Vernetzung mit anderen Einrichtungen, die Hilfen für Familien anbieten.
Der Senat muss deshalb die Möglichkeiten einer besseren Finanzierung von präventiven Angeboten kosenquent prüfen, statt nur auf rechtliche Schwierigkeiten zu verweisen. Wo ein Wille ist, findet sich immer ein Weg.“

Auf die gestiegenen Bedarfe bei Hilfen zur Erziehung hat Susanne Graf bereits an früherer Stelle verwiesen: https://www.piratenfraktion-berlin.de/2014/09/11/einsparungen-bei-den-hilfen-zur-erziehung-erfordern-reformen-an-anderer-stelle-susanne-graf/

Hilfen zur Erziehung – Beantwortung der Fragen der Piratenfraktion: http://www.parlament-berlin.de/ados/17/UABez/vorgang/ubz17-0016.H-v.pdf

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