Während in Berlin heute der historischen Bedeutung des 9.November und der Novemberpogrome gedacht wird, marschierten Teile der CDU Thüringen gestern gemeinsam mit Anhängern der AfD und NPD durch Erfurt, um gegen die neue rot-rot-grüne Landesregierung zu protestieren. Nicht nur das geschichtsträchtige Datum, auch die Art des Protest in Form eines Fackelmarsches hinterlässt einen Beigeschmack. Anlässlich der Gedenkveranstaltung der Jüdischen Gemeinde zum 76. Jahrestag der Novemberpogrome 1938 wird heute Innensenator Frank Henkel sprechen.

Dazu sagt Martin Delius, Vorsitzender der Piratenfraktion:

„Frank Henkel muss sich angesichts der schändlichen Allianz der CDU in Thüringen mit rechtsradikalen und rechtspopulistischen Kräften von AfD und NPD heute klar positionieren. Ich erwarte, dass der CDU-Innensenator klare Worte gegenüber der eigenen Partei findet und den Glaubwürdigkeitsverlust der CDU beim NPD-Verbotsverfahren aufgreift.
Dass die CDU am Jahrestag der Reichpogromnacht zusammen mit Neonazis auf die Straße geht und sich damit mit den menschenverachtenden Parolen der NPD gemein macht, ist ein schändlicher Affront gegen die Opfer des Holocausts und der Judenverfolgung. Die Geschichtsvergessenheit der Thüringer CDU ist skandalös und jeder demokratischen, freiheitlichen Gesellschaft unangemessen.
Der Vorfall vom Sonntag darf bei der zentralen Gedenkveranstaltung heute in der Jüdischen Gemeinde nicht ignoriert werden.“

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