Der Bildungsausschuss des Abgeordnetenhauses hat in der heutigen Sitzung die schulische Inklusion in einer großen Anhörung bearbeitet. Dabei kam das kürzlich veröffentlichte so genannte Eckpunktepapier der Senatorin Scheeres zur Inklusiven Schule zur Sprache.

Dazu sagte Martin Delius, bildungspolitischer Sprecher:

„Das lang ersehnte Papier der Senatorin ist trotz breiter Beteiligung nur ein Lippenbekenntnis. Die Erarbeitung der Konzepte zur schulischen Inklusion auf Landesebene ist ein beispielloser Prozess der Beteiligung von Betroffenen und fachkundigen Menschen aus Wissenschaft und Praxis. Diese breite Beteiligung ist hauptsächlich dem parlamentarischen, verwaltungstechnischen und haushälterischen Stillstand geschuldet, der dem Prozess erst die Zeit gegeben hat, die nötig war.

Die Konzepte sind da. Das Geld nicht. In den Schulen ist Inklusion eine Notwendigkeit und wird dort längst gelebt. Die Zahlen zeigen allerdings, dass die notwendige Unterstützung an Mitteln fehlt. Das untergräbt die vorhandene Akzeptanz für den nötigen Paradigmenwechsel und lässt immer mehr Lehrerinnen und Lehrer und Eltern an der Inklusion zweifeln und verzweifeln.

Diese Entwicklung muss schnellstmöglich aufgehalten werden. Die Koalition und der Senat sind gefragt, auch schon in 2015 die notwendigen Mittel für die schulische Inklusion, die Qualifizierung von Fachkräften und bauliche Veränderungen in die Schulen zu geben. Eine Umschichtung der knappen Mittel zwischen verschiedenen Bereichen der Inklusion, um grundständige und vorhersehbare Bedarfe zu decken, ist kein würdiger Zustand für die Berliner Bildungspolitik.”

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