Laut Medienberichten wird der Umbau der Berliner Staatsoper nicht nur teurer, sondern auch verspätet beendet. Die zuständige Staatssekretärin soll den Berichten zufolge von 90 Millionen Euro Mehrkosten und einer Verschiebung der Eröffnung bis 2018 sprechen.

Dazu sagt Martin Delius:

„Das Problem an der Staatsoper sind nicht allein die Kosten.
Die Pleite eines Ingenieurbüros führt zu einer strukturellen Überlastung des Gesamtvorhabens und produziert unvorhersehbare Risiken. Die Parallelen zum BER drängen sich auf.
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung als Bauherrin, der zuständige Architekt HG Merz sowie die Controller und Bauüberwacher der BAL Bauplanungs und Steuerungs GmbH müssen dem Parlament umgehend und detailliert über den Projektstatus Bericht erstatten. Die Erfahrung an anderer Stelle hat gezeigt, dass bei Bauverzögerungen und Mehrkosten dringend nachgesteuert werden muss, um Schlimmeres zu verhindern. Das Parlament ist zu beteiligen, um zu klären, ob das Bauvorhaben neue Ressourcen braucht, die Bauüberwachung ausreicht oder Unvorhergesehenes die ursprünglichen Planungen behindert.
Es besteht die Gefahr, dass das Projekt und damit die Staatsoper bleibenden finanziellen Schaden nimmt, wenn der Senat die Hände in den Schoß legt und einfach nur mehr Mittel aus der Haushaltswirtschaft zu Verfügung stellt, anstatt nach den Ursachen und Konsequenzen für die Mehrkosten zu suchen.“

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