Die Zahl der Sperrungen der Gas- und Stromanschlüsse in Berlin ist 2014 im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Dies geht aus der Antwort des Senats auf eine Schriftliche Anfrage der Piratenfraktion hervor.

Dazu sagt Alexander Spies, sozialpolitischer Sprecher der Piratenfraktion:

„Grundsätzlich ist der in Berlin zu verzeichnende Rückgang der Energie- und Gassperren zu begrüßen, es gibt jedoch keinen Grund, sich auf diesen Zahlen auszuruhen. 16.011 Stromsperren und 2.184 Sperrungen von Gasanschlüssen sind nach wie vor viel zu hoch. Dahinter stehen unzählige Schicksale von in Not geratenen Menschen, die mit den ständig steigenden Energiekosten nicht mehr zurecht kommen.
Es gibt berechtigten Grund zu der Annahme, dass die Zahl der Haushalte, denen Gas oder Strom abgedreht werden, im kommenden Jahr wieder steigen könnte. Der Grund: Vattenfall hat seine Zuwendungen an die 2008 eingerichtete GVS Energieschuldenberatung zu Ende letzten Jahres eingestellt. Der positive Trend in Berlin legt nahe, dass viele in finanzielle Notlagen geratene Menschen mit Hilfe dieser auf Energieschulden spezialisierten Beratung eine Energiesperre abwenden konnten.

Die Piraten fordern, dass steigende Energiepreise im Regelbedarf von Grundsicherungsleistungen realititätsgerecht berücksichtigt werden. Wir fordern die Schaffung von spezialisierten „Energiesicherungsstellen“ für Haushalte mit Energieschulden in Berlin, da die Berliner Jobcenter dieser Aufgabe nicht nachkommen.”

Link zur Schriftlichen Anfrage: Energiearmut in Berlin – Bilanz 2014 (Drucksache 17/15240)

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