Im Sportausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses hat heute der Senat auf Antrag aller Fraktionen die Werbekampagne für die Bewerbung Berlins um die Paralympischen und Olympischen Spiele 2024 vorgestellt.

Dazu sagt Heiko Herberg, Sprecher der Piratenfraktion für Olympia:

„Umgangssprachlich formuliert hat der Senat mit seiner vermasselten Kommunikationsstrategie der Realisierung von Paralympischen und Olympischen Spielen in Berlin 2024 einen Bärendienst erwiesen. Ich sehe hier keine Aussicht mehr auf Erfolg, sich gegenüber Hamburg beim DOSB durchzusetzen. Die Diskussion zieht sich: Seit vergangenem Jahr ist der Senat in Sachen Olympia faktisch keinen Schritt weitergekommen, er produziert nur heiße Luft – und das Geld der Berlinerinnen und Berliner.
Diese auf Buttons basierende Werbekampagne geht den Menschen mehr auf die Nerven, als dass sie Euphorie entfachen könnte. Die Ansage des Regierenden Bürgermeisters Müller, alle Senatsressorts sollten für Olympia kämpfen, wird von allen Senatoren ignoriert – nicht nur beim Zurschaustellen der Buttons.

Die Piratenfraktion hat von Beginn an betont, die Paralympischen Spiele müssten bei einer Bewerbung Berlins in den Mittelpunkt gerückt werden, als Signal für den das Bekenntnis und die Bemühungen der Stadt um die Inklusion. Stattdessen liegt der Fokus der Werbekampagne auf der Olympia-Show. Auch das Versprechen, die Berliner Spiele würden sich als „Spiele für alle” hervortun und die Bevölkerung mit einbeziehen, ist spätestens mit Vorlage des scheindemokratischen Abstimmungsgesetzes gebrochen. Wir plädieren dafür, die Probleme in Berlin jetzt lieber anzugehen und nach getaner Arbeit in vier Jahren erneut über eine Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2028 zu sprechen.”

 

Was denkst du?

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.