13.02.2015

Die Berliner Gewaltschutzambulanz feiert am 16.02.2015 ihr einjähriges Bestehen.

Dazu sagt Christopher Lauer, innen- und gesundheitspolitischer Sprecher der Piratenfraktion:

„Schon innerhalb des ersten Jahres ihres Bestehens hat die Berliner Gewaltschutzambulanz sich als essenzielle und vielgenutzte Anlaufstelle für Gewaltopfer erwiesen. Mehr als ein Drittel der untersuchten Menschen, die Gewalt erfahren haben, waren Kinder. Hier zeigt sich auch, wie wichtig die Gewaltschutzambulanz als Kooperationspartner für Jugendämter und soziale Einrichtungen ist.

Wir gratulieren dem Team unter der Leitung von Prof. Dr. med. Michael Tsokos und Frau Dr. med Saskia Etzold zu einem Jahr wichtiger und erfolgreicher Arbeit!

Für die Zukunft muss es darum gehen, das Angebot der Gewaltschutzambulanz auszubauen und es auch um die Möglichkeit der vertraulichen Spurensicherung nach Sexualdelikten zu erweitern. Es ist nicht nachvollziehbar, warum die vertrauliche Spurensicherung in fast allen Bundesländern erfolgreich durchgeführt wird, Berlin aber immer noch damit zaudert.

Die Piratenfraktion wird sich in den nächsten Haushaltsberatungen für eine Erhöhung der Mittel einsetzen. Ein 24-Stunden-Betrieb an 7 Tagen in der Woche ist mit den bisher bereitgestellten Mitteln von jährlich 150.000 Euro leider nicht möglich, würde das Angebot aber noch einmal erheblich aufwerten. Die Kosten dafür betragen 800.000 bis 1,2 Millionen Euro jährlich. Im Vergleich zu anderen Kosten, die in Berlin gestemmt werden, sind die aufzuwendenden Mittel gering.

Der Ausbau und die Finanzierung der Gewaltschutzambulanz in Berlin ist ein politisches Projekt, das direkt bei den Menschen ankommt, insbesondere bei denen, die gerade dringend Hilfe brauchen. Wir erwarten deshalb eine konstruktive Zusammenarbeit aller Fraktionen für den Ausbau der Gewaltschutzambulanz in Berlin.“

Links:

Blogbeitrag von Christopher Lauer zum Antrag „Anonyme Spurensicherung“:  https://www.piratenfraktion-berlin.de/2014/11/24/vertraulichespurensicherung/

Die Website der Gewaltschutzambulanz der Charitè: http://gewaltschutz-ambulanz.charite.de/

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