Piraten: Kostenlos mit der BVG bei hoher Luftbelastung

An Tagen mit hoher Schadstoffbelastung der Luft soll die Fahrt mit Bussen und Bahn der BVG kostenlos sein. Das fordern die Piraten in einem Antrag, der am Donnerstag in Abgeordnetenhaus eingebracht werden soll. „Um die Luftqualität nachhaltig zu verbessern, brauchen wir endlich umweltfreundliche Alternativen zum Autoverkehr“, sagte der verkehrspolitische Sprecher der Piraten, Andreas Baum.

Berliner Zeitung Seite 15 (Berlin-Teil)

Bei zu viel Feinstaub kostenlos mit der BVG fahren

Um die Luftqualität weiter zu verbessern, schlagen die Piraten jetzt „umweltfreundliche Alternativen zum Autoverkehr“ vor.

Sie fordern, dass Busse und Bahnen der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) bei einer Überschreitung der Schadstoff-Grenzwerte „fahrscheinlos“ genutzt werden können, also kostenlos.

Aber warum sollten wir es nicht einfach mal probieren? Welches Risiko besteht darin, dass die BVG an Tagen mit einer besonderen Schadstoffkonzentration in der Luft Autofahrer kostenlos transportiert? Diejenigen, die nicht mit der U-Bahn oder dem Bus fahren wollen, weil sie es im Auto partout gemütlicher finden, werden nicht zum Umsteigen gezwungen. Für alle anderen, die einen Beitrag zum Umweltschutz leisten wollen, würden sich die Türen für einen kostenlosen Transport in Bussen und Bahnen öffnen.

Die Kosten für die Aktion könnte die BVG aus ihrem Werbeetat nehmen. Denn sicherlich wird manch ein Umsteiger auf Dauer zum Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs werden. Das Geld, auf das die BVG zunächst verzichtet, kommt später locker wieder rein. Die BVG müsste freilich nur ausreichend Züge einsetzen.

Was unrealistisch erscheint, ist die Forderung der Piraten, auf lange Sicht einen ticketlosen öffentlichen Personennahverkehr in Berlin einzuführen. BVG und S-Bahn nehmen durch den Ticketverkauf jährlich rund eine Milliarde Euro ein. Wer diese Einnahmen streichen will, muss sagen, woher das Geld genommen werden soll. Kostenlos sollten Busse und Bahnen deswegen nur ausnahmsweise sein.

Berliner Zeitung: Link

 

Was denkst du?

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.