Der Entschleunigte

Christopher Lauer galt einmal als die Piraten-Ausgabe von Joschka Fischer. Im Abgeordnetenhaus redet er gern, erpicht auf jedes Wortgefecht. Politik bedeutet auf Verschleiß zu fahren. Das hat er nach drei Jahren im Berliner Landesparlament festgestellt.

Von den Piraten trennte er sich im Streit. Und nun? Aufhören? Weitermachen?

Fast wirkt Christopher Lauer enttäuscht. Dabei ist von ihm noch einiges zu erwarten. (…) Dieser Tag ist keiner dieser Art, die Christopher Lauer auf auf Tempo bringen. „Ich glaube, ich frag in der Fragestunde einfach, welche Serie der Senat empfehlen kann. Entspricht ungefähr dem Niveau des AGHs“, wittert der Abgeordnete und ehemalige Berliner Piraten-Chef jüngst zur Plenarsitzung des Abgeordnetenhauses. „Berlins berühmtester Pirat“, hat ihn vor Monaten die B.Z. bezeichnet – glaubt durchaus an die Möglichkeit der Opposition, durch bohrende Befragung des Senats zu wirken. (…)

Im Tagesspiegel erschienen: Link

Der letzte Pirat

Die Piratenpartei ligt am Boden, aber der Berliner Fraktionschef Martin Delius feiert stille Erfolge. Begegnung mit einem Überlebenden. Heute waren es wieder elf Stunden harte Arbeit, aber Martin Delius wirkt kein bisschen müde. Klar habe er einen anstrengenden Job, aber viel anstrengender sei die Mittelmäßigkeit im Berliner Abgeordnetenhaus. (…) „Das wir Piraten nicht negativ auffallen“, sagt er grinsend, „verrät schon einiges über den Zustand des berliner Parlaments“. (…) „Ich bin komplett unabhängig, muss auf niemanden Rücksicht nehmen“, sagt er. „Was will ich mehr?“

Im Focus erschienen

 

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