Laut Medien-Vorabberichten wird der Flughafen BER von einer neuen Korruptionsaffäre erschüttert. Ein ehemaliger Mitarbeiter soll laut Bild am Sonntag Millionenbeträge von der Projektsteuerungsgesellschaft Imtech erhalten haben. Im Gegenzug sollen Rechnungen aus Nachtragsforderungen ohne Überprüfung überwiesen worden sein.

Hierzu sagt Martin Delius, Vorsitzender des BER-Untersuchungsausschusses:

„Sollte sich diese Meldung bewahrheiten, handelt es sich bei diesem Vorgang um einen weiteren veritablen Bestechungsskandal am BER. Das System Flughafengesellschaft, so wie es derzeit gestrickt ist, ist nicht zu kontrollieren. Dieser Vorgang bestätigt dies erneut.
Die Frage, die sich sofort stellt, ist, ob dieser neuerliche Korruptionsfall durch Mehdorns ‚Taskforce‘ aufgeklärt und angezeigt wurde oder nicht. Sollte dies nicht der Fall sein, muss sich der scheidende Flughafenchef fragen lassen, warum trotz der offensichtlichen Korruptionsanfälligkeit der Flughafengesellschaft weiter weggeschaut wurde.
Auf jeden Fall müssen nun alle Nachtragsverhandlungen zu offenen Forderungen an die Flughafengesellschaft auf den Tisch und gründlich geprüft werden. Weiterhin ist zu klären, inwieweit die Firma Imtech noch am Projekt BER beteiligt ist. Nach den bisherigen Erfahrungen gehe ich davon aus, dass es sich hier nicht um den letzten Korruptionsfall am BER handelt.“

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