Auf den Bahnhöfen der Deutschen Bahn, an den beiden Flüghäfen und den Bereichen der BVG ist das Sammeln von Pfandflaschen laut Hausordnung verboten. Nicht nur in Hamburg, auch in Berlin müssen Flaschensammler*innen deshalb mit Anzeigen rechnen, wenn sie dort in Mülleimern nach Pfandflaschen suchen. Dies ergab eine heute veröffentlichte Anfrage der Piratenfraktion.

Hierzu sagt Anfragensteller Christopher Lauer, innenpolitischer Sprecher der der Piratenfraktion:

„Es ist ein Armutszeichen für unsere Gesellschaft, dass Menschen gezwungen sind, im Müll nach Verwertbarem zu wühlen. Dafür dürfen sie nicht auch noch kriminalisiert werden. Flaschensammler*innen sind keine Kriminellen.
Wir fordern die Verkehrsunternehmen und die Flughafengesellschaft auf, nach dem Hamburger Vorbild eine Vereinbarung zu treffen, die zu einer Verbesserung der Situation für Flaschensammler*innen führt. Dazu gehört die Zurücknahme von Strafanzeigen und die Schaffung neuer Abstellmöglichkeiten für Pfandflaschen, so dass die Flaschensammler*innen nicht mehr gezwungen sind, in den Mülleimern zu suchen.
Darüber hinaus wollen wir, dass alle öffentlichen Müllbehälter in Berlin mit praktikablen Abstellmöglichkeiten nachgerüstet werden. Die Piratenfraktion hat dazu bereits im letzten Jahr einen Antrag eingebracht, der fordert das sogenannte Pfandkörbe im gesamten Stadtgebiet aufgestellt werden.“

Anfrage: Anzeigen gegen Flaschensammler*innen Drs. 17/15438

Antrag: „Lücken im Pfandkreislauf schließen – Pfandkörbe für die ganze Stadt!“ Drs. 17/1974

Ein Kommentar

  1. 1

    Emil wurde nun 70 Jahre alt.
    Ein Portrait eines langjährigen Pfandsammlers auf:
    http://www.emil-hat-geburtstag.de

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