Der Senat hat im Jahr 2014 insgesamt 602 Menschen aus dem Land Berlin abgeschoben. 19 davon waren zuvor im Abschiebeknast inhaftiert.
Die Zahl der Abschiebungen aus Berlin hat sich in den letzten Jahren deutlich erhöht. 2012 wurden 363 Menschen abgeschoben, 2013 waren es bereits 500 Menschen.

Hierzu sagt Fabio Reinhardt, flüchtlingspolitischer Sprecher der Piratenfraktion:

„Die Abschiebepraxis in Berlin ist unter dem CDU-Hardliner Henkel deutlich rigider geworden. Die Ausländerbehörde Berlin führt vermehrt sogenannte Direktabschiebungen durch. Dabei werden die Flüchtlinge unangekündigt bei Nacht und Nebel aus den Sammelunterkünften durch die Polizei abgeholt und abgeschoben. Lange Zeit wurde von dieser, für die betroffenen Menschen äußerst belastende Praxis, abgesehen. Besondere Härte zeigt die Berliner Ausländerbehörde gegenüber Flüchtlingen aus Bosnien und Serbien. Erst vergangene Woche gab es wieder Sammelabschiebungen in diese Region. Menschen, die in dorthin abgeschoben werden erwartet oft Armut, Diskriminierung und Obdachlosigkeit. Dieser Umstand ist den Verantwortlichen natürlich bekannt. Berlin braucht eine grundlegende Neuausrichtung der Flüchtlingspolitik. Dazu gehört auch, dass die Abschiebungen ins Elend ein Ende haben.“

Link:
Anfrage „Abschiebungen im Jahr 2014“

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