Die Arbeit der Gewaltschutzambulanz ist bereits im ersten Geschäftsjahr ihres Bestehens auf große Nachfrage gestoßen. Dies ergab eine Schriftliche Anfrage der Piratenfraktion.

Hierzu sagt Anfragensteller Christopher Lauer, innenpolitischer Sprechder der Piratenfraktion:

„Der Bedarf für ein niedrigschwelliges Hilfsangebot für Gewaltopfer ist in Berlin eindeutig vorhanden. Bereits im ersten Jahr ihres Bestehens wandten sich fast 400 Betroffene an die Gewaltschutzambulanz. Über 80 Prozent der Hilfesuchenden waren Frauen, die meisten von ihnen Opfer häuslicher Gewalt. Aber auch viele Kinder sind unter den Betroffenen, wodurch der Gewaltschutzambulanz als Kooperationspartner für andere Netzwerke, wie dem Jugendamt oder sozialen Einrichtungen, eine besondere Bedeutung zukommt.
Um diese Menschen auch weiterhin kompetent beraten und qualitativ Spuren sichern zu können, muss die Arbeit der Gewaltschutzambulanz jetzt dringend verstetigt und ausgebaut werden.

Vor allem die Möglichkeit der vertraulichen Spurensicherung nach sexualisierter Gewalt muss endlich auch im Land Berlin eingerichtet werden. Dafür ist es notwendig, dass die finanziellen Mittel erheblich aufgestockt werden. Mit den bisher jährlich bereitgestellten Mitteln von 150.000 Euro kann kein dauerhafter Betrieb gewährleistet werden. Hier sind alle zuständigen Ressorts und Senatoren in der Pflicht; Justiz, Frauen, Gesundheit und Soziales, ebenso wie der Innensenator.

Wir werden uns auch zukünftig für den Ausbau der Gewaltschutzambulanz einsetzen und uns in den kommenden Haushaltsberatungen für die erforderlichen 1,2 Millionen Euro stark machen. Unser Ziel ist es, dass ein 24-Stunden-Betrieb an sieben Tagen in der Wochen möglich wird. Gewalt kennt keinen Feierabend.“

Die bisher noch nicht veröffentlichte Anfrage finden Sie hier.

Was denkst du?

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.