Flüchtlinge als Geschäftsmodell

Etwa die Hälfte der Flüchtlingsheime in Berlin werden mittlerweile von Privatunternehmen betrieben. Denn das Landesamt für Gesundheit und Soziales hat nicht die Kapazitäten, die Flüchtlingsversorgung komplett zu stemmen. Für die Opposition im Berliner Abgeordnetenhaus ist diese Art der Untersuchung eine Farce. „Eine Aufklärung hat tatsächlich noch gar nicht stattgefunden“, sagt beispielsweise Fabio Reinhardt von den Piraten. „Dieser Revision wurden unvollständige Akten übergeben. Es fand keine Befragung statt.

Erschienen im Rundfunk-Berlin-Brandenburg. Link

Überforderte Städte – Kein Platz für Flüchtlinge?

Deutsche Großstädte sind von den hohen Flüchtlingszahlen besonders betroffen. Nach einer gemeinsamen Recherche von Inforadio und Zeit Online in den Städten Berlin, Hamburg und Köln gibt es derzeit keine Lösungen, wie Flüchtlinge schnell und angemessen untergebracht werden können. Im Fall von zwei Unternehmen prangern Kritiker wie der Berliner Piraten-Politiker Fabio Reinhardt an, dass es gravierende Mängel in den  Unterkünften gebe und dass zudem Leistungen falsch abgerechnet würden. Doch seine Forderung nach einem Ausschluss dieser Unternehmen – zumindest bis zur Klärung der Vorwürfe – ist kaum realistisch: Berlin erwartet in diesem Jahr 20.000 neue Flüchtlinge und ist auf die Hilfe auch fragwürdiger Anbieter angewiesen.

Erschienen im Inforadio: Link

Berliner Opposition will Nahverkehr ohne Fahrschein

Die Linkspartei unternimmt einen neuen Vorstoß für einen gemeinschaftlich finanzierten öffentlichen Nahverkehr. Nach ihrer Vorstellung sollten alle Einwohner Berlins mit 30 Euro monatlich zur Kasse gebeten werden, im Gegenzug könnten sie ohne Ticket fahren. Ähnliche Konzepte verfolgen bereits Grüne und Piraten. Der Verkehrsexperte der Piraten-Fraktion, Andreas Baum, begrüßte den Vorstoß der Linken. Allerdings äußerte er sich skeptisch hinsichtlich der Umsetzung: Er sehe kaum Chancen, „die komplette CDU davon zu überzeugen“. Baum bezweifelt auch, dass das Ticket am Ende tatsächlich so günstig sein könnte wie von der Linksfraktion angenommen: „Darüber müsste noch diskutiert werden.“

Erschienen im Rundfunk-Berlin-Brandenburg: Link

 

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