18.09.2015

Der Untersuchungsausschuss zum BER-Debakel vernahm in seiner heutigen Sitzung den Bauleiter Ralf Langenickel und den ehemaligen Technickchef Jochen Großmann.

Hierzu sagt Martin Delius:

„Der Ausschuss hat sich in seiner heutigen Sitzung auf Antrag der Oppositionsfraktionen auf eine Liste mit Zeugen verständigt, die bis zum Ende dieses Jahres vernommen werden sollen. Als Ausschussvorsitzender darf ich sagen, dass ich mich sehr darüber freue, dass der Ausschuss nun kooperativ in den Schlussspurt geht.

Die Vernehmung des Zeugen Langenickel ergab wiederum ein Bild, das wir von den Verantwortlichen der Flughafengesellschaft schon zur genüge kennen: Als offensichtlich Mitverantwortlicher für die sehr späte Absage der Flughafeneröffnung im Jahr 2012 schob er die Schuld auf die Planung des Flughafens. Dabei war der Flughafengesellschaft als Bauherrin schon Monate vor der Absage klar, dass auf der Baustelle Chaos und Verzögerungen herrschten. Die Geschäftsführung, die über diese Zustände informiert war, hätte hier frühzeitig eingreifen und gegensteuern müssen. Herr Langenickel trug hier die altbekannte Linie der Flughafengesellschaft vor, die das Management von der Verantwortung freispricht und alle Verantwortung auf nachgeordnete Stellen schiebt.

Zum aktuellen Zustand der Baustelle sagte Herr Langenickel aus, dass seit der Entlassung von Jochen Großmann der Schwung auf der Baustelle fehlt. Die Flughafengesellschaft hat den Bau des BER anscheinend immer noch nicht wirklich unter Kontrolle.“

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