02.10.2015

Pünktlich zum 90. Welttierschutztag am 4. Oktober verleiht der Senat bereits am Samstag den Berliner Tierschutzpreis. Dazu sagen Philipp Magalski und Simon Kowalewski, tierschutzpolitische Sprecher der Piratenfraktion:

 

„Das Versprechen des Senats, vermehrt tierversuchsfreie Forschungsmethoden zu fördern, hat sich als leeres Wahlversprechen herausgestellt: Berlin ist und bleibt die Hauptstadt der Tierversuche. Die Tiersammelstelle des Tierschutzvereins ist gekündigt, Fundtiere können bald nicht mehr aufgenommen werden. In Berlin gehören Pferdefuhrwerke in der stark befahrenen City noch immer zum Stadtbild. Ein Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzvereine, um den Tieren eine Stimme zu geben, lehnt der Senat ebenso ab, wie die artgerechte Unterbringung der letzten verbliebenen Stadtbärin. Im Entwurf des neuen Hundegesetzes ist weiterhin eine fragwürdige Rasseliste enthalten. All dies zeigt: Tierschutz spielt für den Senat keine große Rolle.
Daran ändert auch die am Samstag stattfindende Verleihung des Berliner Tierschutzpreises nichts. Es ist nur verständlich, dass diverse Tierschutzorganisationen
die vom Senat veranstaltete Verleihung in diesem Jahr boykottieren: Sie verkommt zur reinen Alibiveranstaltung. Auch die Piratenfraktion wird der Preisverleihung fernbleiben.“

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