Wie eine Antwort des Senats auf eine Schriftliche Anfrage der Piratenfraktion ergab, wird das Berliner Datenportal „Open Data“ so gut wie nicht genutzt. Lediglich maximal 30.000 Page Impressions im Monat konnte das Portal verbuchen. Zum Vergleich: Das Hamburger Transparenzportal hat zwischen 1.000.000 und 2.000.000 Impressions.

Hierzu sagt Alexander Morlang, Abgeordneter der Piratenfraktion:

„Das Thema Open Data wird vom Senat weiter stiefmütterlich behandelt. Es ist kein Wunder, dass sich so wenige Menschen für das Portal interessieren, wenn quasi nichts unternommen wird, das Angebot attraktiv zu gestalten. Gerade einmal 800 Datensätze sind abrufbar. In Hamburg, wo ein ähnliches Angebot weit besser angenommen wird, sind es knapp 36.000.
Bemerkenswert ist, dass sich die Zahl der Seitenaufrufe im Laufe der Jahre nicht gesteigert hat. Es drängt sich das Gefühl auf, der Senat betreibt das Portal lediglich, damit irgendwie irgendein Portal betrieben werden kann, dass mit „Open Data“ gelabelt ist. Ob und wie das Angebot letztendlich wirklich genutzt wird, scheint im Senat keinen zu interessieren.
Das hilft freilich niemanden. Helfen würde stattdessen, wie von uns seit Jahren gefordert, ein Transparenzgesetz für Berlin.“

 

Anfrage:

Nach zwei Jahren im Regelbetrieb: Wie wird das Berliner Datenportal genutzt? (Drs. 17/16955)

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