BER-Skandal

Wenn das mal kein Alarmsignal ist

BER-Aufsichtsratschef Müller rückt demonstrativ von der Geschäftsleitung ab. In einer noch unveröffentlichten Antwort seines Flughafenkoordinators Lütke Daldrup auf eine Anfrage von Untersuchungsausschuss-Chef Delius heißt es einleitend: „Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Richtigkeit der Angaben im ausschließlichen Verantwortungsbereich der Geschäftsführung der FBB liegt.“ […] Vorgeschichte der präventiven Distanzierung […] ist eine falsche Antwort Müllers – der hatte (auf die BER-Auskunft vertrauend) sachwidrig erklärt, dass es keine Statikprobleme gibt (die de facto seit 2008 vorhanden und seit 2010 bekannt sind). Die konkrete Nachfrage von Delius versickert jetzt in einem unfassbar nichtssagenden Antwortgeschwurbel […], das bei näherer Analyse massiv einsturzgefährdet ist.

Erschienen im Tagesspiegel Checkpoint. Zusätzlich hier der bereits im September veröffentlichte Artikel im Tagesspiegel.

 

Staatsopernskandal

„Mit der Akustik ist es wie mit Wettervorhersagen“

Dirigent Daniel Barenboim erklärt vor dem Untersuchungsausschuss seine Ansprüche

Spielverderber waren diesmal die Piraten. […] Aber die Piraten hatten so gar keine Frage an den Stardirigenten. Im Nachhinein verschickte Wolfram Prieß von der Piratenfraktion eine Erklärung. „Von einer Befragung Daniel Barenboims erwarten wir wenig bis gar nichts Inhaltliches zur Aufklärung des Bauskandals Staatsoper und haben daher auf die Befragung verzichtet. Die Benennung solch prominenter Zeugen bewerten wir als reine Verschleppungstaktik der Koalition.“

Erschienen in der Morgenpost

 

Flüchtlingspolitik

Initiativen: Berlin muss 1.000 Flüchtlinge pro Tag registrieren

Noch ist die neue Registrierungsstelle für Flüchtlinge in der Berliner Bundesallee gar nicht in Betrieb, doch schon jetzt gibt es harsche Kritik. Mehrere Bürgerinitiativen befürchten, dass auch dort pro Tag nicht ausreichend viele Registrierungen abgeschlossen werden können und extrem lange Wartezeiten bleiben. Die zuständige Senatsverwaltung bittet darum, dem neuen Konzept erst einmal eine Chance zu geben.

Grüne, Linke und Piraten kritisierten allerdings, es sei den Flüchtlingen schwer vermittelbar, wo sie wann warten sollen und warum sie nicht selbstständig in die Bundesallee gehen können.

Erschienen auf rbb-Online

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