Flüchtlingspolitik

Gutscheine für die Obdachlosigkeit

Hostelgutscheine für Geflüchtete sollen abgeschafft werden. Damit reagiert Sozialsenator Czaja (CDU) auf aktuelle Beschlüsse des Sozialgerichts.

Doch der Bau neuer Gemeinschaftsunterkünfte und das Schaffen immer neuer Notunterkünfte konnten mit dem enormen Andrang von Menschen nicht Schritt halten. Daher ist man noch immer auf Hostels angewiesen. Das zeigen auch die Antworten auf zwei aktuelle parlamentarische Anfragen. Die Abgeordneten Gregor Költzsch (SPD) und Fabio Reinhardt (Piraten) wollten im September wissen, wie es um die Hostelunterbringung steht. […] Für Fabio Reinhardt ist das ein Witz. Der Piraten-Politiker, der sich schon länger mit Missständen in der Flüchtlingsunterbringung befasst, sagt: „Das Modell Hostelgutschein ist längst gescheitert. Inzwischen machen da vor allem Abzocker mit.“ […] Erst vor zwei Wochen hat Reinhardt persönlich Reporter durch die beiden Einrichtungen in einem Marzahner Plattenbau geführt: Das Amt hatte die Häuser ausdrücklich von der Kostenübernahme ausgeschlossen, ein entsprechender Vermerk war auf den Gutscheinen aufgedruckt. Trotzdem hatte Reinhardt nach eigenen Angaben dort rund 250 Lageso-finanzierte Gäste angetroffen, die in überfüllten Zimmern ohne ausreichende Kochgelegenheit lebten.

Erschienen in der taz

Berlin schafft das – ohne Schulden

Wohnungen, Sprachkurse, BVG-Ticktes. 600.000 Euro im Jahr wird Berlin für die geschätzten 50.000 Flüchtlinge ausgeben. Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) hat Pläne skizziert, wie die deutsche Hauptstadt die Flüchtlingskrise bewältigt – ohne Schulden zu machen.

Armenghettos, wie sie die Opposition aus Grünen, Linken und Piraten bereits befürchtet, dürften nicht entstehen, darin sei sich der rot-schwarze Senat einig, erklärte der Finanzsenator.

Erschienen in der Berliner Zeitung

Obdachlosigkeit

Anstehen für ein freies Bett

In zwei Wochen beginnt die Kältehilfesaison / Neue ganzjährige Unterkunft eröffnet. In Pankow eröffnet die einzige ganzjährige Notübernachtung für Wohnungs- und Obdachlose neu, rechtzeitig vor dem Winter. Der Senat fühlt sich auf die kommende Kältehilfesaison gut vorbereitet.

Schon im letzten Jahr waren die Betten teilweise zu mehr als 100 Prozent ausgelastet. Zusammen mit der LINKEN und den Piraten fordern die Grünen eine Aufstockung auf mindestens 1000 Übernachtungsplätze.

Erschienen im Neuen Deutschland

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